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Ulm: Diese Sehenswürdigkeiten sollten Sie nicht verpassen

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Zwischen Münster und Moderne: Was Touristen in Ulm auf keinen Fall verpassen sollten

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    Die spätbarocke Bibliothek ist das Herzstück des Klosters Wiblingen bei Ulm. Hier kam seit dem 18. Jahrhundert weltliches und geistliches Wissen zusammen.
    Die spätbarocke Bibliothek ist das Herzstück des Klosters Wiblingen bei Ulm. Hier kam seit dem 18. Jahrhundert weltliches und geistliches Wissen zusammen. Foto: Kilian Voß

    In Ulm gibt es weit mehr zu sehen als den mittlerweile nur noch zweithöchsten Kirchturm der Welt. Die Stadt an der Donau überrascht mit abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten, malerischen Stadtteilen wie dem Fischerviertel und spannenden Museen. Außerdem ist das Münster nicht das einzige Ulmer Gebäude, das einen Weltrekord hält.

    Ulmer Münster

    Das Ulmer Münster auf einer Liste von Sehenswürdigkeiten in Ulm zu finden, wird die wenigsten überraschen. Das Münster ist das architektonische Herz der Donaustadt und prägt mit seinem 161,53 Meter hohen Turm das Stadtbild schon aus weiter Entfernung. Der Kirchturm war bis Ende Oktober 2025, der höchste der Welt, bis die Sagrada Familia in Barcelona das Ulmer Wahrzeichen mit einem neuen Rekord ablöste. Aber nach wie vor kann man vom Münsterturm eine Rekord-Aussicht genießen, die einen bei schönem Wetter bis zu den Alpen blicken lässt. Man sollte sich aber bewusst sein, dass man dafür erstmal 768 Treppenstufen heraufsteigen muss. Die imposante gotische Kirche, deren Grundstein 1377 gelegt wurde, kann man kostenlos besichtigen. Zugang zum Turm und der Aussichtsplattform kostet Eintritt und einige Kalorien, eine Alternative zum Treppensteigen gibt es nicht.

    • Adresse: Münsterplatz 21, 89073 Ulm
    • Eintritt: 6 bis 9 Euro (Turmaufstieg)
    • Weitere Infos: www.ulmer-muenster.de

    Fischer- und Gerberviertel mit dem Hotel Schiefes Haus

    Einen kurzen Fußweg vom Münster entfernt findet man das Fischer- und Gerberviertel. Mit seinen vielen kleinen verwinkelten Gassen und rauschenden Kanälen, den Flussarmen der Blau, bekommt man hier einen Eindruck, wie Ulm im Mittelalter ausgesehen hat. Früher gingen die namensgebenden Fischer und Gerber in diesem Teil der Stadt ihrem Handwerk nach, heute muss man hier aber zum Glück nicht mehr den Gestank von faulenden Tierhäuten befürchten. Stattdessen kann man wunderbar durch die Gassen spazieren und die schiefen Gebäude bestaunen. Denn viele der Häuser sind auf einer weichen Grundlage gebaut, weswegen die Fundamente stellenweise etwas absinken. Hier findet sich auch das Gebäude, welches den Rekord für das schiefste Hotel der Welt hält: das passend benannte „Hotel Schiefes Haus“. Sollten Sie eine Gehbehinderung haben oder Rollstuhl fahren, dann ist es gut zu wissen, dass im Fischer- und Gerberviertel hauptsächlich grobes Kopfsteinpflaster verlegt ist.

    Kloster Wiblingen

    Vier Kilometer südlich des Stadtkerns findet man ein weiteres Architekturjuwel. Das Kloster Wiblingen ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, gegründet im Jahr 1093. Das Gelände lädt zum Erkunden ein, hübsche Gärten und Ausstellungen zur Geschichte des Klosters inklusive. Ein Highlight ist die Bibliothek des Klosters mit einem der schönsten und am besten erhaltenen Rokoko-Säle, die man in Deutschland finden kann. Die Basilika St. Martin ist wegen Sanierungen jedoch bis 2028 erstmal geschlossen.

    Die Morgensonne trifft auf das Kloster Wiblingen. (Archivbild)
    Die Morgensonne trifft auf das Kloster Wiblingen. (Archivbild) Foto: dpa Bildfunk

    Ulmer Rathaus

    Das Ulmer Rathaus ist mit seiner auffälligen, mittelalterlichen Bemalung kaum zu übersehen. Was im Mittelalter als Kaufhaus begann, ist heutzutage das Herz der kommunalen Demokratie der Stadt. Im Innenraum finden sich zahlreiche Ausstellungsstücke, die an die Geschichte der Stadt und berühmte Ulmer Persönlichkeiten, wie Albert Einstein, erinnern. Ein Hingucker ist die 1520 installierte astronomische Uhr, die die Zeit, den Verlauf der Sonne, die Mondphasen, Sonnen- und Mondfinsternisse und die Sternzeichen mit verschiedenen Zeigern darstellt.

    • Adresse: Marktplatz 1, 89073 Ulm
    • Eintritt: frei

    Stadthaus Ulm

    Im Kontrast zu den vielen mittelalterlichen und historischen Gebäuden steht das Stadthaus Ulm mit seiner modernen Architektur. Es ist von einem New Yorker Architekten entworfen worden und ist als Raum der Begegnung von Menschen und Kunst gedacht. Das Stadthaus hat täglich geöffnet und der Eintritt zu den modernen Kunstausstellungen ist frei. Außerdem werden hier regelmäßig auch Konzerte und Diskussionsforen veranstaltet.

    • Adresse: Münsterplatz 50, 89073 Ulm
    • Eintritt: frei
    • Weitere Infos: stadthaus.ulm.de

    Kunsthalle Weishaupt

    Eine weitere Adresse für Kunstenthusiasten ist die Kunsthalle Weishaupt, ein weiteres auffällig-modernes Gebäude in der Ulmer Innenstadt am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz. Gegründet wurde das private Museum von dem Unternehmerpaar Jutta und Siegfried Weishaupt. Auf 1280 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird moderner und zeitgenössischer Kunst aus Europa und Amerika hier ein Raum geboten. Sogar Werke von berühmten Pop-Art-Künstlern wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Tom Wesselmann können hier bestaunt werden, neben vielen weiteren spannenden Ausstellungen.

    Museum Brot und Kunst

    Im Museum Brot und Kunst kommen, wie der Name schon schwer vermuten lässt, Ernährung und Kunst zusammen. Zum einen gibt es eine Kunstsammlung mit Werken aus dem 15. bis 21. Jahrhundert, darunter Sebastian Stoskopff, Marc Chagall und sogar Pablo Picasso. Zum anderen gibt es 19 Themen, die die verschiedensten gesellschaftlichen Sparten zusammenbringen, wie Technik, Soziales oder Kultur und das dann wiederum mit Ernährung, Landwirtschaft und Brot verbinden. Das bildet ein interessantes Spannungsfeld, bei dem jeder etwas Neues lernen kann. Außerdem eignet sich das Museumcafé wunderbar für eine kleine Pause nach dem Besuch.

    • Adresse: Salzstadelgasse 10, 89073 Ulm
    • Eintritt: 5 Euro ermäßigt, 6 Euro normal
    • Weitere Infos: museumbrotundkunst.de

    Friedrichsau mit Berblinger Turm

    Bei schönem Wetter hat Ulm auch schöne Grünflächen zu bieten. Zum einen ist da die Friedrichsau, eine große, historische Grünanlage entlang der Donau. Hier gibt es Spielplätze, Sportanlagen, Kleinspielfelder und Picknickwiesen. Am Ufer der Donau findet man auch den Berblinger Turm, an der Stelle, an der ein mutiger Ulmer Schneider im Jahr 1811 einen Flugversuch über die Donau wagte. Er blieb zwar erfolglos, aber an seinen Mut wird bis heute mit dem 20 Meter hohen Aussichtturm erinnert.

    • Adresse: Friedrichsau, 89073 Ulm
    • Eintritt: frei
    Ulm - Volksfestplatz Friedrichsau -  Ulmer Karusselltage
    Ulm - Volksfestplatz Friedrichsau - Ulmer Karusselltage Foto: Alexander Kaya

    Botanischer Garten

    Im Botanischen Garten Ulm lässt sich ebenfalls ein schöner Tag im Freien verbringen. Der Garten gehört zur Universität Ulm, dort lassen sich Pflanzen aus der ganzen Welt bestaunen. Mit einer Fläche von 28 Hektar ist die Ulmer Anlage auf Platz drei der größten botanischen Gärten Deutschlands. Der Garten dient als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, für Interessierte werden ganzjährig verschiedene Kurse angeboten. Es gibt Veranstaltungen, bei denen man lernt, Pflanzen zu bestimmen, aber auch Mikroskopier- oder Fotokurse, wie auch jahreszeitlich wechselnde Führungen.

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