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  3. Ulm: Warum ein jüdischer Grabstein in Ulm nach einem "Judenfeind" benannt ist

Ulm
10.02.2022

Warum ein jüdischer Grabstein in Ulm nach einem "Judenfeind" benannt ist

Dass dieser Stein mit einer Inschrift in lateinischer Sprache eine jüdische Geschichte hat, blieb lange verborgen.
Foto: Dagmar Hub

Plus Dass der "Stocker-Stein" einen jüdischen Ursprung hat, blieb lange versteckt. Über die Geschichten dahinter und die Pläne für das Haus der Begegnung in Ulm.

Man sieht dem Reliefstein seine Geschichte nicht an: Im Ulmer Haus der Begegnung – vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges evangelische Dreifaltigkeitskirche – ist im Chorportal an der Nordseite ein jüdischer Grabstein verbaut. Der Historiker Christian Scholl nannte den sogenannten "Stocker-Stein" vor einigen Jahren "das prominenteste Beispiel für die Verwendung eines hebräischen Grabsteins in einem Ulmer Privathaus". Über die Sanierung der beiden Portale auf dieser zur Neuen Straße orientierten Fassade des HdB entscheidet der Bauausschuss der evangelischen Kirchenbezirks Ulm in dieser Woche. Ob der jüdische Grabstein mit der interessanten Geschichte dabei herausgenommen werden darf, wird das Denkmalamt entscheiden müssen.

Mit den Vertreibung der Ulmer Juden im Jahr 1499 wurde deren – auf dem Gelände der heutigen Hauptpost gelegener – Friedhof zerstört und die Gedenksteine an die Verstorbenen zweckentfremdet. So auch der Grabstein der am 27. Dezember 1435 verstorbenen Mina, die laut Christian Scholl die Mutter des damaligen Ulmer Rabbiners Seligmann war. Der renommierte Ulmer Stadtarzt Johannes Stocker ließ den etwa zwei auf einen Meter messenden Stein auf der glatten eigentlichen Rückseite mit seinem Wappen und mit dem seiner Frau Barbara, geborene Hervart, versehen und diesen Stein wohl im Jahr 1509 in die Ostfassade seines Wohnhauses in der Donaustraße 8 einbauen. Dabei machte er die Wappenseite zur Schauseite und die Erinnerung an die Mutter des Rabbiners im Mauerwerk unsichtbar. Auf dem Stein prangt außer den Wappen als Inschrift ein Zitat aus Psalm 115 in lateinischer Sprache. Dass es sich beim Stocker-Stein um einen jüdischen Grabstein handelt, entdeckte 1879 bei einer Bausanierung des Hauses an der Donaustraße der Ulmer Universalgelehrte Gustav Veesenmeyer, der seine Erkenntnisse dem Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben vorstellte. Bei Bauarbeiten im Jahr 1913 wurde der Stocker-Stein ganz aus dem Haus Donaustraße 8 herausgenommen und über dem Chorportal der Dreifaltigkeitskirche eingebaut.

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