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Google Doodle

04.09.2018

130. Geburtstag: Das war Oskar Schlemmer

Figuren zum "Triadischen Ballett" (1922).
Bild: Daniel Naupold, dpa (Archiv)

Oskar Schlemmer hätte heute seinen 130. Geburtstag gefeiert. Zu den bekanntesten Werken des Bühnenbildners zählt das "Triadische Ballett" und die "Bauhaustreppe".

Ein sperriger Roboter im Gewand einer anmutigen Ballerina: Im Jahr 1922 entwickelte der Bühnenbildner und Künstler Oskar Schlemmer sein "Triadisches Ballett". Es war ein Experiment, das Schlemmer gemeinsam mit den Tänzern Albert Burger und Elsa Hötzel entwarf und 1922 in Stuttgart zum ersten Mal aufführte - mit drei Tänzern, zwölf Tänzen und 18 Kostümen.

130. Geburtstag von Oskar Schlemmer: Erfinder des "Tradischen Balletts"

Heute wäre der Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer 130 Jahre alt geworden und Google ehrt ihn mit einem Doodle. Wer die Startseite aufruft, sieht eine mechanische Tänzerin umgeben von Zeichnungen und Skizzen. Es sei eine Hommage an die "Bahnbrechende Produktion" namens "Triadisches Ballett", wie es bei Google heißt. Schlemmers innovative Annäherung an das Ballett habe mit allen Konventionen gebrochen. Der Bühnenbildner habe die Beziehung von Körper und Raum in einer aufregenden Weise erkundet.

Vor allem aber sind es die Kostüme, die Schlemmers Kreationen bis heute einzigartig machen. Er baute sie aus Holz, Leder und Drähten, gab ihnen Namen wie "Spirale" oder "Drahtfigur", spielte mit Farben und geometrischen Formen. Die Aufführung soll er als "künstlerische metaphysische Mathematik" bezeichnet haben, eine "Party von Form und Farbe."

Über seine Kunst sinnierte er auch in seinem Tagebuch: "Was tut der Künstler? Er macht Unklares klar, Unbewusstes bewusst, Unmögliches möglich; stellt aus dem Chaos das Eine heraus, aus dem Vielfachen das Einfache."

Oskar Schlemmer wurde von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar berufen

Geboren wurde Schlemmer heute vor 130 Jahren, am 4. September 1888, in Stuttgart. Er machte eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule, später malte er und stellte seine Kreationen aus. Zum Dienst im ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig. Er überlebte die Kriegsjahre, wurde Anfang der Zwanzigerjahre an die Bauhaus-Akademie in Weimar berufen und traf dort auf den Maler Wassily Kandinsky und den Architekten Walter Gropius. Unter der Herrschaft der Nationalsolzialsten wurde es Schlemmer zunehmend schwer gemacht, seine Arbeiten zu veröffentlichen. Er starb am 13. April 1943 in Baden-Baden. (AZ)

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