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Hetze im Netz: Mund auf gegen die Mundtotmacher!

Kommentar Von Daniel Wirsching
23.07.2020

Die Initiative "Justiz und Medien - konsequent gegen Hass" legt eine erste Bilanz vor. Eine Studie zeigt, wie wichtig der gemeinsame Kampf gegen Hetzer ist.

Hass wirkt – das ist der alarmierende Befund einer aktuellen Journalismus-Studie der Uni Bielefeld. Journalisten sind, wie Politiker auch, in immer stärkerem Ausmaß mit Hass und Hetze konfrontiert. Mit der Folge, dass ein hoher Prozentsatz (26 Prozent) von ihnen nicht mehr über bestimmte Themen berichtet, aus Angst vor verbaler oder körperlicher Gewalt. Hass wirkt demokratiezersetzend. Denn wo nicht mehr unabhängig berichtet wird, wo nicht mehr Öffentlichkeit hergestellt wird – da haben alle, die Hass und Desinformation säen, leichtes Spiel.

Hetze im Netz: Bayern will konsequent gegen Hass vorgehen

Auf diese Entwicklung reagiert in Bayern ein breites und auf den ersten Blick ungewöhnliches Bündnis aus Politik, Justiz und Medien. Die Initiative trägt Absicht und Ziel bereits in ihrem Namen: „Konsequent gegen Hass“. Und sie hat erste Erfolge zu vermelden, etwa die bayernweite Razzia wegen mutmaßlich volksverhetzender Kommentare auf der Facebook-Seite eines Radiosenders. Im besten Fall hat das Signalwirkung: Niemand, der am heimischen Computer einen rassistischen oder antisemitischen Kommentar in die Tastatur tippt, soll davon ausgehen können, er komme damit davon.

Tatsächlich aber ist das in ungezählten Fällen so. Weil „soziale“ Medien Hasskommentare nicht melden oder löschen. Weil Verfahren eingestellt werden, nachdem sich die Urheber der Hasskommentare nicht haben feststellen lassen. Weil längst nicht jede Beleidigung eine Straftat darstellt. Hasskommentare haben dennoch Folgen, bei weitem nicht nur für Journalisten. Doch dagegen kann jede und jeder etwas tun. Je mehr die Hassverbreiter und Hetzer jemanden mundtot machen wollen, desto mehr muss ihnen widersprochen werden. Nur Mut, und Mund auf!

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Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.07.2020

"Konsequent gegen Hass im Netz"
dem kann durchaus zugestimmt werden.

Hass verhindert ein gerechtes Urteilsvermögen. Das Urteilsvermögen bildet die Grundlage für eine vernünftige Entscheidung.

"Ausländerfeindlichkeit, Abwertung von Minderheiten, Antisemitismus: All dies stellt nach einer aktuellen Studie ein großes Problem in Deutschland dar. Manch rechtsextreme Tendenz habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, warnen die Autoren."
Quelle: WELT/ Michael Wüllenweber

Auch im Ausland wird der zunehmende Rassismus in Deutschland mit Besorgnis zur Kenntnis genommen.

Wie schwierig es ist, die Vertreter von radikalen Positionen durch Argumente von ihrem Irrtum zu überzeugen zeigen auch die Beiträge zu diesem Thema deutlich auf.

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25.07.2020

""Ein Text in einer toten Sprache .." ;)"

Der Niedersachse Wilhelm Busch etwa um 1870 in einer toten Sprache?
Sie machen es sich schon ein wenig zu sehr einfach . . .

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25.07.2020

Mon Dieu, wie alt sind Sie denn? Also für mich ist 1870 uralt. Außerdem haben Sie angefangen mit der toten Sprache. Wenn schon tot, dann ist aber auch "Wir schaffen das" tote Sprache. Weil "schaffen" sagt heute niemand mehr.

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25.07.2020

@ CHRISTINA M.

Bevor Sie hier weiter Ihre geringe Sachkenntnis unter Beweis stellen, machen Sie sich mal schlau, was unter einer "toten Sprache" im allgemeinen verstanden wird. Kleiner Hinweis: Mit dem Alter eines Menschen oder mit dem Alter eines Zitats hat der Begriff nichts zu tun . . .

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25.07.2020

Auf den Punkt gebracht hat die Sache bereits Wilhelm Busch Mitte des 19. Jhdts.:

Das Gute – dieser Satz steht fest –
ist stets das Böse, was man läßt.

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25.07.2020

@ Georg Kr.:

"Ein Text in einer toten Sprache .." ;)

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25.07.2020

@Christina M.

Das Böse ist das Pendant zum Guten und somit auch ganz 'natürlich'. Trotzdem bemüht der redliche Mensch sich eben um das Gute und nicht um das Böse. Der bemühte Mensch erkennt auch böse Gedanken und Stimmungen in sich selbst und versucht, diese zu eliminieren.

Böse Gefühle, böse Gedanken sind der Grundstock für böse Worte und letztlich böse Taten.

Dass Hass ein starkes Gefühl ist, ist schon richtig. Aber es ist auch ein krankhaftes Gefühl. Und all diejenigen, die sich zu sehr in ihren Hass hineinsteigern, nehmen meist kein gutes Ende.

Geäußerte böse Gedanken grenzen eben oft an Vorverurteilungen, allgemeine Abwertungen werden Hetze.

Einen Straftäter, der ein Kind missbraucht hat zu hassen ist sicher nicht verwerflich. Nur was nützt es einem? Wenn man sagt, man solle ihn aufhängen, vierteilen etc. stellt man sich auf eine Stufe mit ihm. Aber Hauptsache, das Gefühl ist stark?

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25.07.2020

Liebe kann aber auch ganz schön krankhaft sein? Vor allem verschmähte, und dann geht das auch oft nicht gut aus. Also ich lass jedenfalls meinen Hass zu, als Gefühl, und ich fühl mich deswegen nicht krank.

Es würde mich glaub höchstens krank machen wenn ich den nicht ab und zu rauslasse. Deswegen muss ich noch lange nichts böses tun oder sagen, ich kann auch in ein Sofakissen boxen. Und außerdem, wenn Worte wirklich so ein starker Grundstock für Taten wären wie immer getan wird, warum passiert dann nicht viel mehr gutes auf der Welt?

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24.07.2020

"Hass wirkt – das ist der alarmierende Befund einer aktuellen Journalismus-Studie der Uni Bielefeld. Journalisten sind, wie Politiker auch, in immer stärkerem Ausmaß mit Hass und Hetze konfrontiert. Mit der Folge, dass ein hoher Prozentsatz (26 Prozent) von ihnen nicht mehr über bestimmte Themen berichtet, aus Angst vor verbaler oder körperlicher Gewalt. Hass wirkt demokratiezersetzend. "

Nein, genau solche Aktionen wie „Konsequent gegen Hass“ sind demokratiezersetzend. Ganz genauso wie der immer rabiater geführte Kampf gegen migrationskritische und andersweitig unliebsame Meinungen.

Es gibt nämlich noch eine andere Studie. Eine Studie bei der nicht nur die Journalisten befragt wurden, sondern die Gesamtbevölkerung.

Laut einer Ende 2019 veröffentlichen repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der FAZ trauten sich nur 17 Prozent der Befragten im Internet frei äußern. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 83% in gewissem Grade Angst haben, ihre Meinung im Internet zu äußern. 35 Prozent ziehen für sich sogar den Schluss, dass freie Meinungsäußerung nur noch im privaten Kreis möglich sei.

Das sind absolut bedenkliche Werte für eine Demokratie. Was ist das für eine Demokratie, in der mittlerweile mehr als 80% der Menschen Angst haben, ihre Meinung zu äußern?

Diese Angst ist leider berechtigt, wenn man nur wenn man sich im Internet seine Meinung äußert, risikiert, dass eines Tages die Polizei vor die Tür steht, man vor Gericht gezerrt und betraft wird.

Auch sind die meisten Bürger natürlich keine Juristen. Zudem gibt es in Deutschland eine Vielzahl an die Meinungsfreiheit beschränkender Straftparagraphen, die z. T. unbestimmt formuliert sind und breiten Interpretationsspielraum lassen, dass z. T. selbst Juristen, die sich auf Meinungsäußerungen spezialisiert haben, nicht mit Sicherheit beurteilen können, ob eine Äußerungen strafbar ist oder (noch) nicht.

Wenn sich selbst Juristen häufig nicht sicher sind, was sich noch im Rahmen der (eingeschränkten) Meinungsfreiheit bewegt, wie sollen dies dann erst Otto-Normal-Verbraucher beurteilen?











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25.07.2020

"Nein, genau solche Aktionen wie „Konsequent gegen Hass“ sind demokratiezersetzend."

Hass halten Sie also für demokratiestabilisierend?
Dass solcher Unsinn behauptet werden kann ohne dass umgehend die Polizei vor der Tür des Verfassers steht, zeigt doch eines: Die vorgebliche Angst vieler Bürger davor, ihre Meinung frei zu äußern, ist eine reine Zweckbehauptung der rechten Sympathisantenszene, weil die Reaktion der staatlichen Organe und der Bevölkerungsmehrheit auf ihre Hassparolen nicht den Erwartungen entspricht.
Dass rechten Hassparolen immer öfter Taten, inkl. der Ermordung von Menschen, folgen interessiert die rechtsextremen Hetzer nicht.
Umso mehr inzwischen die Staatsanwaltschaften - Gott sei Dank.

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25.07.2020

Ich glaube ja, "Hass" ist nur eine Zuschreibung für Rechte, die gerade en vogue ist? So wie "Rassist", oder vor 2 Jahren "Nazi" oder vor 1 Jahr "Faschist", und irgendwann nutzt es sich wieder ab. In Wirklichkeit geht es um eine unbequeme politische Meinung mit der man nicht klar kommt. Wenn Rechte "Heimatliebe" sagen, dann wird das genauso angegriffen wie Hass, obwohl es Liebe ist. Nur weil es von rechts kommt.

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25.07.2020

"Wenn Rechte "Heimatliebe" sagen, dann wird das genauso angegriffen wie Hass, obwohl es Liebe ist. Nur weil es von rechts kommt."

Es war und ist ausschließlich die Rechte, die Begriffe wie "Heimatliebe", "Vaterland" und dgl. derart missbraucht und damit so in den Schmutz gezogen und demagogisch zum Erreichen übelster Ziele verwendet hat, dass heute völlig zu Recht genau darauf geachtet wird, wer sie mit welchem Ziel und in welchem Kontext benützt.

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25.07.2020

Die Angst sich nicht mehr offen seine Meinung zu sagen kommt weniger von der Angst von der Polizei festgenommen zu werden. Solange man sachliche Kritik übt, was zum Beispiel an der Flüchtlingskrise 2015 durchaus gerechtfertig ist, ist dies problemlos möglich. Auch den doch laxen Umgang mit Gewalttätern, insbesondere mit Intensivtätern. Ob Flüchtling, Deutscher mit Migrationshintergrund doer Biodeutscher. Wenn man aber Menschgruppen pauschal verurteilt oder Verbrechen vorwirft, sie mit Ratten oder anderen Tieren gleichsetzt, hat dies nichts mit Meiungsfreiheit zu tun, sondern ist Hetze und damit Verbreitung von Hass.
Die Angst kommt durchaus auch, dass beispielweise einige AfD-Funktionäre Mitglieder aufgerufen haben, Namen, Adressen und weitere persönliche Daten von politischen Gegner und Personen, die sich AfD-kritisch geäußert haben, zusammeln. Es ist auch kein Geheimnis, dass Listen mit entsprechenden Namen im Internet bei rechten Kreise im Umlauf sind. Das wirkt spätestens seit Lübcke einschüchtert. Oder das BGM niedergestochen werden, weil sie zu migrationsfreundlich wären. Nachdem auch gegen diese Drohungen und jede Menge Hasskommentare im Internet in sozialen Medien rumgegangen sind. Dann hat dies auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Schauen sie sich mal Art. 1 des GG an. Da steht, ganz genau drin, das die Würde des Menschen unantastbar ist und der Staat diese zu schützen hat. Das gilt auch fürs Internet.
Das Urteile bei Gewaltverbrechen leider oft lächerlich sind, wie jüngst gegen die Prügelraser von der B12, rechtfertigt keine Hetze gegen bestimmte Personengruppe. Hier kam es zu keinem empörten Aufschrei! Was wäre gewesen, wenn es Flüchtlinge und nicht Schweizer gewesen wären? Wäre es in Ordnung, wenn man hier von Schweiterbonus sprechen würde? Wenn man die sofortige Ausweisung aller Schweizer fordern würde? Wenn man die Schwitzer als stinkende Ratten bezeichnen würde? Das Merken für so eine Ungerechtigkeit vor ein Volksgericht gestellt gehört? Das mit der Lügenpresse abrechnen müsse?

Auch sollten viele hier mal darüber nachdenken, dass man dann auch eine stärkere Handhabe gegen Salfisten und Co. hätte.

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25.07.2020

@ Harald V.: Sie bringen glaub auch Hass und Hetze durcheinander? Außerdem haben Sie bei Ihren Beispielen den Angriff auf Herrn Magnitz vergessen und das abgefackelte Auto von Herrn Chrupalla, und indymedia.org und den Ratgeber für Krawalltouristen in Augsburg mit Adresslisten und Anleitung wie man Autos abfackelt.

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25.07.2020

@Christina M. Hetze hat die Absicht Hass bei anderen auf andere zu erzeugen.
Ich habe nie diese Angriffe gut geheißen.
Zum Angriff auf Herrn Magnitz ist aber zu sagen, dass dieser nicht wie zuerst (vom Praktikanten?) behauptet von dreien mit Kanthölzerverprügelt wurde, sondern von einer Person von hinten unerwartet gestoßen wurde und dadurch schwer gestürzt ist. Der Angriff ist klar zu verurteilen und mit nichts zu rechtfertigen.
Übrigens. Hier Sie tun so, also nur gegen AfD-Anhänger ermittelt werden soll. Es geht um Verfolgung sämtlicher menschenverachtenden und hetzerischer Kommentare. Egal durch Rechte, Linke oder Islamisten.

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25.07.2020

@ Harald V.: "Hetze hat die Absicht Hass bei anderen auf andere zu erzeugen", ja ich glaube so ähnlich kann man es sagen. Jedenfalls ist Volksverhetzung im Gesetz so festgelegt, also dass man die begeht wenn man gegen irgendjemand "zum Hass aufstachelt". Da kommt mal wirklich das Wort Hass im Gesetz vor.

Nur geht das Gesetz irgendwie davon aus, dass alle schon wissen was Hass ist, weil das wird da nicht definiert. Das stimmt aber nicht, weil die meisten wissen eben nicht, dass das in Wirklichkeit einfach ein starkes Gefühl ist wie Liebe und von sich aus erst mal nichts böses. Zeit zu lieben, Zeit zu hassen.

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26.07.2020

@Christina M.
Es geht nicht Hass zu verbieten. Wie könnte man den auch. Hassen tut jeder mal irgendwas. Aber bei anderen Leuten bewusst gegen andere zu hetzen, Gewalt gut zu heißen, diese gar zu fordern oder Personen das Mensch sein abzusprechen bestärkt Attentäter wie der von Halle in ihrem Tun oder ermutigt diese. Genauso wie islamische Hassprediger.
Hass ist ein Gefühl. Stimmt. Aber es gehört zur Kinderstube dieses zu kontrollieren. Hass ist nicht produktiv sondern zerstörerisch. Wozu Hass führt hat die Geschichte oft genug gezeigt. Hass hat in einer freien und demokratischen Diskussion nichts verloren.

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26.07.2020

@ Harald V.: "Hass hat in einer freien und demokratischen Diskussion nichts verloren."

Jetzt musste ich irgendwie an Hofreiter und Cem Özdemir denken, wenn die immer mit roten Köpfen im Bundestag rumschreien *smile*

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23.07.2020

Was bitte schön ist Hass? Es gibt Beleidigung und Straftaten wie z.B. Gewaltandrohung oder Nötigung. Die Straftat Hass gibt es nicht. Dabei handelt es sich um eine Emotion wie auch z. B. die Liebe. Es drängt sich der Verdacht auf, dass in Wirklichkeit die Meinungsfreiheit beschränkt werden soll. Wer bestimmt also was Hass ist? Reicht schon ein giftiger Kommentar oder eine unliebsame Meinung? Sehr bedenklich das Ganze.

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23.07.2020

Ja stimmt genau, Nicola! Hass selber ist gar nichts Böses, er richtet sich nur gegen das Böse, sagt Thomas von Aquin. Auch der Liebe Gott hasst, falsche Zunge, stolze Augen, mörderische Hände, steht in Sprüche 6,16-19 in der Bibel.

Hass ist eben ein Gefühl wie Liebe. Zeit zu lieben, Zeit zu hassen. Manche lieben es andere zu quälen, und andere hassen es wenn jemand Unrecht angetan wird.

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23.07.2020

Meinungsfreiheit endet wo Leute bedroht werden. Wo zum Aufruf zur Gewalt gegen bestimmte Leute aufgerufen wird. Wo Gewalt gegen bestimmte Personen verharmlost oder heruntergespielt wird. Wo Opfer (mit angeblichen) anderen Opfern aufgerechnet wird. Wo persönliche Daten von Leuten mit anderer Meinung veröffentlicht werden. Wo Gewalt an Menschen gefeiert wird. Menschen mit Ratten oder anderen Tieren vergleicht. Kommentare wie es wird Zeit mit der Lügenpresse abzurechnen. Und der ist noch harmlos im Gegensatz zu anderen. Einfach mal bei Youtube schauen. Besonders bei Videos einer bestimmten Partei. Der baut wirklich an der DDR 2.0 oder am Dritten Reich 2.0

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25.07.2020

"Hass selber ist gar nichts Böses, er richtet sich nur gegen das Böse, sagt Thomas von Aquin."

Absichtliches Missverstehen von Thomas von Aquin bzw. eindeutig "falsche Zunge", die Gott angeblich hasst.
Rechter Hass und Hetze richten sich nicht gegen das Böse, sie rechtfertigen und fördern es. Punkt.



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25.07.2020

@Georg Kr.: Wieso "Punkt"? Thomas von Aquin hat es nun mal so gesagt mit dem Hass. Und er ist heilig gesprochen worden. Ich glaube ihm.

Wenn es so wäre wie Sie sagen dann dürfte die Freiburger Studentin ihre 11 Vergewaltiger nicht hassen. Und ich auch nicht, und wenn ich es aber trotzdem tue dann bin ich rechts und böse. Nenene..

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25.07.2020

Also Thomas von Aquin wird hier schon missbraucht. Und natürlich darf ein Verbrechensopfer seine Peiniger hassen, auch wenn allgemein davon abgeraten wird, weil Hass einem selbst schadet.

Wenn man als Außenstehender seinen negativen Gefühlen hinsichtlich der Straftat Ausdruck verleihen will, ist dagegen auch kaum was zu sagen, wenn man diese aber auf Personengruppen projeziert wird es bedenklich.

Und darum geht es. Und im Übrigen ist Meinungsfreiheit auch ablehnende immer möglich ohne Hass und Hetze zu transportieren. Man muss sich nur ein wenig Mühe geben.

Soll heißen, nur weil man nicht hassreden und hetzen darf, wird man noch nicht in seiner Meinungsfreiheit beschnitten.

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25.07.2020

@ CHRISTINA M.

"Thomas von Aquin hat es nun mal so gesagt mit dem Hass. Und er ist heilig gesprochen worden. Ich glaube ihm."

Dass alles was gehasst wird immer und ausschließlich böse ist, wollte er damit bestimmt nicht ausdrücken. Sogar Jesus war ein Ziel von Hass mit den bekannten Folgen.
Also hassen Sie mal munter weiter. Vergessen aber bitte nicht, dass Hass und Hetze nahe beieinander liegen und für jede Schweinerei ein passendes Zitat in Bibel, Koran oder bei Figuren wie diesem Thomas zu finden ist. Glauben heißt bekanntlich nix wissen . . .

Wenn Ihnen solche aberwitzigen Diskussionen Spaß machen: https://www.marcogallina.de/2017/06/14/so-folgt-dass-jeder-hass-lob-verdient/

Etwas weiter unten treffend: Ein Text in einer toten Sprache . . . kann uns heute nichts mehr sagen.



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25.07.2020

@Maja S.: Also ich weiß ja nicht? Hass ist nun mal ein starkes Gefühl und ganz was natürliches, das sollte man nicht verbieten. Ich will ja auch meine Zuneigung mit einem "Sturm der Liebe" sagen und rüberbringen dürfen und nicht sachlich mit meinem Partner ausdiskutieren.

Hetze ist wieder total was anderes als Hass finde ich, das sollte man jetzt nicht in einen Topf tun.

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25.07.2020

@Georg Kr.: "Ein Text in einer toten Sprache . . . kann uns heute nichts mehr sagen."

Jetzt machen Sie es sich aber sehr einfach? Fast so wie die mit den gestürzten Denkmälern.

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