Newsticker
Kreise: Bund und Länder wollen Lockdown bis 14. Februar verlängern
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Nasa will diskriminierende Spitznamen abschaffen

Rassismusdebatte

10.08.2020

Nasa will diskriminierende Spitznamen abschaffen

Die Nasa will ab sofort auf unsensible Spitznamen für Planeten, Galaxien oder kosmische Objekte verzichten.
Bild: Tina Eck, dpa

Um interstellare Objekte zu benennen, verwendet die NASA neben offiziellen Begriffen häufig Spitznamen. In Zukunft soll es Bezeichnungen wie "Eskimo-Nebel" nicht mehr geben.

Die Nasa will ab sofort keine Namen für Objekte aus dem Welttraum mehr verwenden, die im Hinblick auf Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion nicht im Einklang sind. Das hat die US-Raumfahrtbehörde nun mitgeteilt. Die Spitznamen werden oft verwendet, um die komplizierten offiziellen Namen zu umgehen. Ähnelt ein Stern oder ein planetarischer Nebel etwas Bekanntem, so wird er oft danach benannt.

Den Eskimo-Nebel gibt es in Zukunft nicht mehr

NGC 2392 lautet die offizielle Bezeichnung des interstellaren Nebels, der auch als Eskimo-Nebel bekannt ist. Diesen Spitznamen soll es laut Nasa in Zukunft nicht mehr geben. Eskimo stellt eine rassistische Benennung der Einwohner der Arktis dar. Derartige Begriffe sollen ab sofort vermieden werden. Auch die Galaxien NGC 4567 und NGC 4568 verlieren ihre Bezeichnung. Sie waren als siamesiche Zwillingsgalaxien bekannt. Auch alle weiteren Spitznamen die in diesem Zusammenhang unangebracht sind, sollen nicht mehr verwendet werden.

Stattdessen will die Nasa nun nur noch Spitznamen verwenden, die niemanden diskriminieren oder verunglimpfen. Die Raumfahrtbehörde arbeite dafür mit Experten für Diversität, Inklusion und Gleichheit zusammen, heißt es in der Mitteilung.

Nasa schafft diskriminierende Namen ab: Wissenschaft ist für jeden

"Unser Ziel ist es, dass alle Namen mit unseren Werten bezüglich Vielfalt und Inklusion vereinbar sind. Wir werden proaktiv mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um dies sicherzustellen", sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Administrator der Direktion für wissenschaftliche Missionen der NASA. Dies sieht auch Stephen T. Shih, stellvertretender Administrator für Vielfalt und Chancengleichheit am NASA-Hauptsitz in Washington D.C. so: "Wissenschaft hängt von unterschiedlichen Beiträgen ab und kommt allen zugute. Das bedeutet, dass wir sie inklusiv gestalten müssen."

Lesen sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren