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Mehr Empathie wagen: Politiker müssen die Menschen mitnehmen

Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
12.01.2021

Wie wäre es angesichts der andauernden Corona-Pandemie mit einem Stilwechsel? Die Härte sollten wir gegen das Virus richten und einander mit mehr Empathie begegnen.

Corona bringt uns alle an unsere Grenzen. Die Politik bildet keine Ausnahme. Schon fast ein Jahr lang jagen die Entscheider des Landes einem Virus nach, von dem sie bis vor zwölf Monaten kaum etwas wussten, das kaum zu fassen ist, und das – kaum blüht Impfstoffhoffnung – Mutationen bilden könnte. Wer Erschöpfung sehen will, muss nicht nur in die Gesichter der Bürger schauen, sondern auch in die der Regierenden.

Ständig Verständnis zu zeigen, fällt Politikern schwer

Mitleid mit ihnen ist also angebracht. Umgekehrt müssen Regierende aber, so schwer es fällt, weiter Empathie zeigen, bei jedem Auftritt, jeder Ansprache. Dafür, wie hart die Maßnahmen viele treffen, wie elementar in einigen Branchen die wirtschaftliche Verzweiflung ist, wie groß die soziale Einsamkeit.

Derzeit werden immer neue Vorgaben oft aber eher bloß verkündet, möglichst streng – so sehr, dass die üblichen Verrückten bereits raunen, der Politik gefalle das Corona-Diktat. Es ist schon klar: Ständig Verständnis zu zeigen, fällt Politikern schwer, die gerade das große Ganze retten müssen. Aber um das zu schaffen, müssen sie jeden einzelnen Bürger mitnehmen. Wie wäre also ein kleiner Stilwechsel: Alle Härte gegen das Virus - jedoch gepaart mit etwas mehr Empathie, wie schwer uns das allen fällt?

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13.01.2021

Politiker sollen mehr Empathie zeigen. Das gleiche gilt aber auch für Chefredakteure.

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