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Elektro-Autos sind keine Klima-Heiligen

Kommentar Von Stefan Stahl
10.06.2022

Dass Europa weg vom Verbrennungsmotor will, ist richtig. Doch die EU geht dabei zu ideologisch vor, was Innovationen verhindert.

Im lange währenden Meinungsstreit um die Zukunft der Mobilität in Europa haben sich die Umweltverbände durchgesetzt. Demnach sollen in 13 Jahren in der EU keine Diesel- und Benziner-Autos mehr neu zugelassen werden. Darauf haben sich heimische Fahrzeugbauer aber längst eingestellt und sind wie Audi sogar schneller als die Brüsseler Klima-Schützer unterwegs. Die von der EU ausgepackten Öko-Daumenschrauben verfehlen nicht ihre Wirkung.

Weil die deutsche Auto-Industrie nicht im Wettbewerb mit Stromer-Rivalen wie Tesla ins Hintertreffen geraten will, hat sie begonnen, sich elektrisch neu zu erfinden. Politische Regulierung kann ein Segen sein. Klimaschutz und damit der Schutz von Umwelt wie Leben muss stets Vorfahrt haben. Verbrennungsmotoren, mögen sie im hohen Maße optimiert sein, bleiben CO2-Schleudern, wenn sie mit herkömmlichen Kraftstoffen betrieben werden. Soweit gibt es keinen Dissens mehr zwischen Politik, Umwelt-Organisationen und Industrie. Das ist ein Fortschritt.

Video: dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten

Die EU verhindert mit dem Verbrenner-Verbot Innovationen

Doch die Verantwortlichen in Brüssel begehen einen Fehler: In ihrem Klima-Tunnelblick schauen sie weder nach links noch rechts und glorifizieren Elektro-Autos als allein selig machenden Weg zu einer CO2-freien Mobilität. Autohersteller wie VW, Audi oder Mercedes-Benz widersprechen ihnen nicht, weil sie mit Stromern bei entsprechend hohen Stückzahlen mehr Geld als mit Verbrennern verdienen können. Elektro-Autos stellen derzeit sicher die beste Methode dar, schnell und wirtschaftlich den C02-Ausstoß im Verkehrssektor massiv zu verringern. Sie verdienen aber keinen Heiligenschein, den ihnen Umwelt-Gruppierungen, Teile der Politik und auch der Autoindustrie aufgesetzt haben. Noch lange befördern diese Autos eine schwere CO2-Last: Sie werden nämlich vielfach noch mit Strom aus Kohle und Gas produziert. Bis der Klimasünder-Bauch abtrainiert ist, kann es lange dauern.

Was die Elektro-Propheten gerne verdrängen: Es gibt weltweit viel zu wenig grüne Energie. Und der Bedarf nach diesem Öko-Gold wird ins Unermessliche steigen. So hat sich Brüssel entschieden, mit dem Verbrenner-Aus auch synthetischen, mithilfe von Wind- oder Sonnen-Energie gewonnenen Kraftstoffen keine Zukunft für Autos zu geben. Schließlich kann der grüne Strom mit solchen E-Fuels bei weitem noch nicht so effizient wie in batteriebetriebenen Autos eingesetzt werden. Doch die neuen Kraftstoffe haben einen enormen Charme, schließlich lassen sich mit ihnen Verbrennungsmotoren weiter nutzen. Leider verhindert das Brüsseler Scheuklappen-Denken, dass grüner Sprit auf Dauer eine Zukunft hat. Der EU-Weg würgt Innovation in der Weiterentwicklung von E-Fuels zu günstigeren und wirksameren Kraftstoffen zumindest für die Autoindustrie ab.

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Mit Elektro-Autos wird Europa abhängiger von China

Letztlich wäre es vernünftiger gewesen, Verbrennungsmotoren nicht vollständig zu ächten, sondern ihnen ein Nischen-Dasein über 2035 hinaus mit Öko-Sprit zu gewähren. Das Gnadenbrot hat die Technologie verdient, zumal die Batterie-Euphorie rasch in sich zusammenfallen kann: Denn für diese Technik werden reichlich problematische Rohstoffe benötigt. Seltene Erden für Batterien kommen oft aus China. Europa verstärkt dadurch seine Abhängigkeit von der Diktatur. Für Batterien ist auch Kobalt notwendig. Das Metall wird in der Demokratischen Republik Kongo zum Teil von Kindern gefördert. Der Abbau des gleichermaßen unverzichtbaren Lithiums in Südamerika funktioniert nur mit Unmengen an dort knappem Wasser.

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Die als so heil gepriesene schöne neue Welt der Elektro-Mobilität steckt also voller Sünden-Fälle. Auf Brüssel kommt neue Arbeit zu.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

11.06.2022

Die Gesamtbilanz der elektrischen KFZ ist noch nicht so gut, dass es sinnvoll wäre, den gesamten Bestand an Verbrennen vor dem Ende deren regulären Laufzeit auszutauschen. Den bereits durch die Produktion wurden Ressourcen verschwendet und Schmutz verursacht.

11.06.2022

"den gesamten Bestand an Verbrennen vor dem Ende deren regulären Laufzeit auszutauschen. "
Lieber Andreas B.Das haben Sie wohl missverstanden.Sie können sich auch 2034 noch einen
Verbrenner kaufen.Und den können Sie fahren,bis er nicht mehr kann.Erst ab 2035 gibt es keine
neuen Verbrenner mehr.Und ich finde das gut.Liebe Grüße

11.06.2022

@ Thomas

Das ist schon klar. Es geht darum, daß der Wechsel von kaum genutzten KFZ, die ja schon in der Produktion einen erheblichen Umwelt Schaden - auch Elektro KFZ - verursachen, ökologisch schlecht ist, solange es moderne Motoren sind.
Wer zB kaum Kilometer fährt, sollte seinen modernen Verbrenner behalten anstatt die Umwelt zu belasten mit der Herstellung eines neuen KFZ.

12.06.2022

@Andreas B.
Anscheinend ist es für Sie nicht klar.Sie müssen nicht wechseln.
Sie können ihren Verbrenner fahren,solange Sie wollen.
2034 können Sie sich einen neuen Verbrenner kaufen.
Und auch den können Sie fahren, solange Sie wollen.
Nur...ab 2035 gibt es keine NEUEN Verbrenner mehr.
Sie müssen doch nicht wechseln.
Liebe Grüße

12.06.2022

@Andreas B. Sie können sich auch nach 2035 einen gebrauchten Verbrenner kaufen.
Die Verbrenner sind ja ab 2035 nicht verboten.
Nur wird es ab 2035 keine NEUEN Verbrenner mehr geben.
Ich hoffe,dass ich es verständlich erklärt habe.
Liebe Grüße

11.06.2022

Man könnte meinen, dass mit dem E-Auto alles geregelt ist.
Egal wie man lebt, Hauptsache der "Damenrasierer" (Zitat von Jeremy Clarkson) steht vor der Tür. Egal was man evtl. sonst für eine Umweltsau ist. Wie viel CO2 wird denn durch die Tonnen von Werbeblättern die umsonst gedruckt werden erzeugt? Wieviel durch das Ständige Wegwerfen von Elektrogeräten, weil das richten teurer ist, als der Neukauf. Alles Egal könnte man meinen....

10.06.2022

Wenn man Kontakt zu Leuten vom Fach hat (Ingenieure m/w), ist der Vergleich mit besagten Vögeln real.

10.06.2022

De Kommentar ist nur unter Einbeziehung des ursprünglichen Beitrags mit Bezug auf den Sprung der Trottellumen verständlich. Ziehe beide hiermit zurück.

10.06.2022

(edit/mod/NUB 7.3)

10.06.2022

Der Sprung der Trottellummen hat laut Zeitung ja auch begonnen. Die haben die Voraussetzungen. Erst mal los - wird schon!

10.06.2022

K. Brenner

Herr Stahl ignoriert, dass die Entwicklung neuer Batterien erst am Anfang steht. Man wird sich noch wundern, was sich schon in den kommenden Jahren bei deren Zusammensetzung alles ändern wird. Seine Kritikpunkte an E-Autos mögen derzeit berechtigt sein, und natürlich müssen die Erneuerbaren um ein Vielfaches ausgebaut werden. Aber das ist aber doch kalter Kaffee.

10.06.2022

Batterien sind keine neue Technologie und stehen überhaupt nicht am Anfang ihrer Entwicklung.
Schon vor der allgemeinen Verwendung der Benzin und Diesel Motoren gab es Batteriebetriebene Fahrzeuge. Selbst der Einsatz der Batterien bei U-Booten, die ja als oft kriegswichtig und Militärtechnik bestimmt kaum als ungefördert zu bezeichnen wären, hat nicht zu herbeigewünschten superbatterien geführt. Langsam wirds Zeit sich der Realität zu stellen.
Strom erzeugen und anwenden ist dem Strom speichern immer überlegen. Daher machen elektroantriebe mehr Sinn wenn man die Energie erzeugt und einsetzt. Wie zB die Bahn es könnte mit Hochspannung und Oberleitungen. Wenn man denn investiert hätte..

10.06.2022

„ Schon vor der allgemeinen Verwendung der Benzin und Diesel Motoren gab es Batteriebetriebene Fahrzeuge.“

Die fuhren mit Bleiakkus. Ein klein wenig weiter ist die Batterietechnologie heute nun schon.

11.06.2022

Die Beste Technik wird sich durchsetzen. Wenn irgendwann mal die Batterien leichter, billiger und langlebiger sind, genauso wenn der Strom billiger ist, dann wird sich keiner mehr nach einem Verbrennungsmotor sehnen.
Bis dahin sind Verbote einfach nur falsch, denn sobald etwas verboten wird, fühlen sich die Menschen bevorzugt. Man gibt lieber etwas auf, wenn man sich selber entscheidet. Wenn es einem "weggenommen" wird, dann hält man sich erstmal daran fest (z.B. Alkohol Prohibition in den USA, hat ja auch sehr gut funktioniert).

11.06.2022

Lieber Andreas T.,

ich würde es mir zwar wünschen aber mit Sicherheit wird der Strompreis die nächsten Jahre nicht sinken. Eher steigen.