Roman Schwarzman personifiziert den Wahnsinn des Krieges. Der heute 85-Jährige wurde einst als Jude von den Deutschen verfolgt – und jetzt als Ukrainer von den Russen. Mehr noch, denn bekanntlich begründet Wladimir Putin den Einmarsch mit dem Begriff "Entnazifizierung". Zur Regierungserklärung des Bundeskanzlers ist Schwarzman am Donnerstag in den Bundestag gekommen – und Olaf Scholz schickte eine Kampfansage an Wladimir Putin.
Der Tag: Wegen der Schäden am ukrainischen Energienetz durch russischen Beschuss hat die Regierung in Kiew am Donnerstag landesweite Stromabschaltungen angeordnet. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, zwischen 7 Uhr und 22 Uhr möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Zugleich sollten sie Powerbanks, Batterien und Taschenlampen bereithalten.
Die russische Führung erwägt britischen Militärexperten zufolge einen größeren Rückzug ihrer Truppen aus dem Gebiet um die ukrainische Stadt Cherson westlich des Flusses Dnipro im Süden der Ukraine. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des Verteidigungsministeriums in London hervor.
Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi brüstet sich mit seinem guten Verhältnis zum russischen Präsidenten Putin, der ihm 20 Flaschen Wodka und "einen sehr lieben Brief" geschickt habe. Nun hat die EU allerdings Sanktionen gegen Russland verhangen, darunter ein Einfuhrverbot für russische Waren. War das Wodka-Geschenk für Berlusconi daher illegal?
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Die Lage: An den Staatshilfen für die Bürger in Deutschland gibt es derzeit viel Kritik: Die Milliarden der Gaspreisbremse seien ungerecht, weil auch Besitzer der „Villa mit Pool“ profitierten, denen der Staat in Summe höhere Abschlagszahlungen spendiere. Die Debatte prägt der Gedanke "Nehmt den Reichen und gebt den Armen". Doch unser Kollege Michael Pohl warnt in seinem Kommentar: Vergesst dabei die Mitte der Gesellschaft nicht!
Bild des Tages:
In Mecklenburg-Vorpommern brennt ein Hotel bis auf die Grundfesten nieder, in dem Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht waren. Verletzt wurde dabei niemand. Zuvor hatten Unbekannte bereits ein Hakenkreuz an den Eingang des Gebäudes geschmiert. Hinter dem Brand vermutet die Polizei ein politisches Motiv, der Staatsschutz ermittelt nun.
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