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Krieg in der Ukraine: Das Update zum Ukraine-Krieg vom 9. Juli

Krieg in der Ukraine

Das Update zum Ukraine-Krieg vom 9. Juli

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    Das Update zum Ukraine-Krieg vom 9. Juli
    Das Update zum Ukraine-Krieg vom 9. Juli Foto: AZ-Grafik

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Botschafter seines Landes in Deutschland, Andrij Melnyk, entlassen. Melnyk war mit seinem scharfen, undiplomatischen Tonfall aufgefallen. Zuletzt geriet er in Kritik wegen Äußerungen über den ukrainischen Nationalisten und Antisemiten Stepan Bandera.

    Bandera war während des Zweiten Weltkriegs Anführer des radikalen Flügels der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN). Nationalistische Partisanen aus dem Westen der Ukraine waren 1943 für ethnisch motivierte Vertreibungen verantwortlich, bei denen Zehntausende polnische und jüdische Zivilisten ermordet wurden.

    Melnyk bestritt in einem Interview mit dem Journalisten Tilo Jung, dass Bandera ein Massenmörder von Juden und Polen gewesen sei. Der Nationalist sei gezielt von der Sowjetunion dämonisiert worden. Die israelische Botschaft hatte dem Botschafter daraufhin "eine Verzerrung der historischen Tatsachen, eine Verharmlosung des Holocausts und eine Beleidigung derer, die von Bandera und seinen Leuten ermordet wurden" vorgeworfen.

    Laut Bild soll Melnyk künftig im ukrainischen Außenministerium eingesetzt werden.

    Der Tag: Wie bekommt man Russland dazu, mit der Ukraine zu verhandeln? Der Westen hat dafür keinen wirklichen Hebel, die Sanktionen scheinen derzeit nicht zu reichen. Druck machen könnte China, von denen Russland immer abhängiger wird - und das kein eigenes Interesse an einem Krieg in Europa hat. Vor diesem Hintergrund darf man verstehen, dass US-Außenminister Antony Blinken China heute erneut dazu aufforderte, den Krieg in der China zu verurteilen.

    Alle Nachrichten zum Verlauf des Krieges können Sie stets in unserem Liveticker nachlesen.

    Die Lage: Darf Deutschland Panzer an die Ukraine liefern? Die Regierung hat die Lieferung von Fuchs-Panzern geblockt aus Sorge, Russland würde dies als Provokation begreifen und Deutschland in der Folge als Kriegspartei ansehen. Die Union hält das für einen Skandal. Vor allem leuchtet ihr nicht ein, wieso gerade die Lieferung von Panzern Putin so erzürnen sollten, das bei bereits gelieferten - und mindestens ebenso durchschlagskräftigen - Haubitzen nicht der Fall war. Wo der Unterschied liegt, erklärt die Regierung bislang nicht.

    Die Region: Die Stadt Augsburg schaltet Brunnen und die Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden ab. Damit will die Stadt einen Teil dazu beitragen, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern - und auch den Bürgern ein Vorbild sein. Mittelfristig sollen die Temperaturen in Hallenbädern und öffentlichen Gebäuden sinken, um Gas beim Heizen zu sparen. Wird das auch die Weihnachtsbeleuchtung betreffen? Dazu hat Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber im Interview Stellung genommen.

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    Damit Sie den Überblick behalten, wollen wir Sie in diesem Update am Abend über die wichtigsten Ereignisse informieren: Was ist am Tag passiert? Wie schätzen unsere Autorinnen und Autoren die Lage ein? Welche Auswirkungen des Krieges sind vor Ort in Bayern zu spüren? Um das Update regelmäßig zu erhalten, sollten Sie die Push-Meldungen aus unserer Redaktion abonniert haben. Dafür müssen Sie sich nur die App "Augsburger Allgemeine News" herunterladen (hier für Android-Nutzer und hier für iPhone-Nutzer) und die Push-Mitteilungen abonnieren. Wenn Sie sich durch diese Zusammenfassung gut informiert fühlen, empfehlen Sie das Update zum Krieg in der Ukraine gerne weiter. Alle Folgen des Nachrichtenüberblicks finden Sie auf einer Sonderseite.

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