Das türkische Militär hat eine Drohne über dem Schwarzen Meer abgeschossen. Das gab das Verteidigungsministerium in Ankara am 17. Dezember 2025 bekannt, wie unter anderem Euronews berichtete. Demnach sei die Drohne „außer Kontrolle geraten“ und habe sich dem türkischen Luftraum genähert. Als Reaktion darauf waren F-16-Kampfflugzeuge aufgestiegen. „Um jeglichen Schaden zu vermeiden, wurde die Drohne in einem sicheren Gebiet außerhalb von bewohntem Gebiet abgeschossen“, erklärte das Ministerium.
Der Vorfall ereignete sich laut Euronews unmittelbar nach ukrainischen Angriffen auf die russische „Schattenflotte“ – das sind laut Tagesschau Schiffe, die Russland teilweise illegal, weil sie EU-Sanktionen umgehen, beim Export von Rohöl helfen – im Schwarzen Meer. Vorausgegangen waren Angriffe der russischen Streitkräfte auf die ukrainischen Hafenstädte Odessa und Tschornomorsk, bei denen auch drei türkische Frachtschiffe beschädigt worden waren. Daraufhin hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan davor gewarnt, dass das Schwarze Meer zu einer „Zone der Konfrontation“ werden könnte. Das geht unter anderem aus einem Bericht der Zeitung Sarkul Avsat Türkce hervor. Doch was bedeutet das für Touristen? Ist der Türkei-Urlaub in der Region rund um das Schwarze Meer überhaupt noch sicher?
Türkei-Urlaub am Schwarzen Meer: Gibt es eine Reisewarnung?
Das Auswärtige Amt (AA) warnt aktuell vor Reisen in bestimmte Gebiete der Türkei. „Von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Irak und zu Syrien in den Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri wird abgeraten“, ist in den Sicherheitshinweisen des AA zur Türkei zu lesen. Die Grenzen zu Syrien und dem Irak befinden sich im Süden beziehungsweise Südwesten der Türkei. Auch die genannten Provinzen liegen in dieser Region.
Eine Reisewarnung für türkische Gebiete am Schwarzen Meer gibt es derzeit nicht. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hat es eine solche auch noch nicht gegeben. Das Auswärtige Amt stellt allerdings klar, dass sich die Sicherheitslage in der Region schnell verändern kann. Wer aktuelle Veränderungen so schnell wie möglich mitbekommen möchte, kann sich die AA-App „Sicher Reisen“ herunterladen.
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Ist der Türkei-Urlaub am Schwarzen Meer sicher?
Die jüngsten Aussagen Erdogans vom Schwarzen Meer als Konfliktzone bezogen sich vor allem auf die Schifffahrt. Der Präsident der Türkei hat laut des Berichts von Sarkul Avsat Türkce darauf hingewiesen, dass die Freiheit und die Sicherheit der Seewege auf dem Schwarzen Meer gefährdet seien, eine Gefährdung für die türkischen Gebiete am Schwarzen Meer thematisierte er nicht. Auch Berichte über mögliche Gefahren für Türkei-Urlauber gab es seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 nicht.
Viele türkische Regionen und Städte am Schwarzen Meer sind beliebte Touristenziele. Das gilt beispielsweise für Istanbul, Samsun, Trabzon und Amasra. Laut Einschätzung des Auswärtigen Amts gibt es derzeit keine Gründe, die dafür sprechen würden, eine Reisewarnung für die Gebiete und Städte auszurufen. Auch von den zuständigen Ministerien in der Türkei gab es zuletzt keine Warnungen.
Allerdings warnt das AA grundsätzlich vor einer Terrorismus-Gefahr in türkischen Großstädten wie Istanbul, da es seit 2015 „wiederholt zu terroristischen Anschlägen“ gekommen war. Außerdem liege ein Teil der türkischen Schwarzmeerregion „in einer seismisch sehr aktiven Zone“, was zu kleineren, aber auch schwereren Erdbeben führen kann. Gerade die Region rund um Istanbul gilt als für Erdbeben gefährdet.
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