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Bayern-Monitor
14.05.2022

Bayern unzufrieden mit Söder – CSU verharrt weiter klar unter 40 Prozent

Für Markus Söder und seine CSU lief es schon einmal besser.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Exklusiv Generalsekretäre, Maskenaffäre, Mini-Eklat: Die CSU und ihr Chef kommen aktuell kaum aus den Negativschlagzeilen. Entsprechend groß ist die Unzufriedenheit mit Söder.

Die CSU und ihr Chef Markus Söder kommen nicht vom Fleck. Rund jede und jeder Zweite in Bayern ist weiterhin nicht zufrieden mit der Arbeit des Ministerpräsidenten. Im Vergleich zum Vormonat ist der Anteil derjenigen, die Söder kein gutes Zeugnis ausstellen, sogar noch gestiegen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit der unsere Redaktion kontinuierlich die politische Stimmung im Freistaat untersucht, zeigen sich 53 Prozent unzufrieden mit dem Ministerpräsidenten. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im April. Rund jede und jeder Dritte ist zufrieden, 12 Prozent sind unentschieden.

Schlechter schnitt Söder nur im Februar dieses Jahres ab. An die hohen Zustimmungswerte, die der CSU-Chef gerade zu Beginn der Corona-Pandemie erreichte, knüpft er schon länger nicht mehr an. Seit November vergangenen Jahres sind mehr Bayerinnen und Bayern unzufrieden mit ihrem Ministerpräsidenten als zufrieden. Zu Hochzeiten hatten sich über 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hinter ihren Regierungschef gestellt.

Kaum gute Nachrichten gibt es auch für die CSU. In unserem „Bayern-Monitor“ erklären 36 Prozent, sie würden für die Christsozialen stimmen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre – eine minimale Steigerung von einem Prozentpunkt im Vergleich zum April. 18 Prozent würden laut Umfrage die Grünen wählen, 15 die SPD, neun die Freien Wähler. Die AfD käme demnach auf acht Prozent der Stimmen, die FDP auf sechs Prozent. Die Linke würde mit zwei Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.

Keine Mehrheit hätte bei einem solchen Ergebnis die regierende Koalition aus CSU und Freien Wählern. Die derzeitigen Regierungsparteien kämen auf 45 Prozent, die Opposition zusammen auf 47 Prozent.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die erste Frage wurden im Zeitraum vom 15.04.2022 bis 13.05.2022 die Antworten von 3481 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt, für die zweite Frage im Zeitraum vom 29.04.2022 bis 13.05.2022 die Antworten von 2458 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern. Der statistische Fehler liegt bei 2,8 Prozent für die erste und 3,5 Prozent für die zweite Frage.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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15.05.2022

Söder´s größter Fehler war, dass er für Frau Merkel neben Berlin-Müller den Corona-Assistenten von Frau Merkel gespielt und seine Aufgaben in Bayern vernachlässigt hat.

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14.05.2022

Der MP und die CSU haben entscheidenden Anteil daran, daß Bayern eines der erfolgreichsten Länder in dieser unseren Republik ist. Mit anderen Parteien an der Führungsspitze wären wir vermutlich noch auf dem Stand von 1960/1970. Das ist ein Punkt. Ein anderer ist einerseits die Konzeptionslosigkeit seit Söder MP ist (mirt fehlt der "rote" Faden) und die Schikanerierei während der Pandemie. Damit hat die CSU, für mich, bis zu meiner letzten Stimmabgabe, keine Chance mehr. Gilt auch für Kommunalpolitik.

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14.05.2022

Die Zustimmung für Söder ist noch zu hoch. Denn mit seiner anhaltenden Blockade der Energiewende spielt er Putin in die Karten und gefährdet die künftige Energieversorgung Bayerns.

Raimund Kamm

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14.05.2022

Hier bei uns herrscht ein großer Engpass bei Wohnungen und auch bei Baukapazitäten. Wegen fehlender Baukapazitäten wird z. B. mein Enkel seine letzten 5 Schuljahre ohne nutzbare schuleigene Turnhalle absolvieren (nein, nicht irgendwo in einem Entwicklungsland, sondern in Augsburg).
Der Bau von Windkraftanlagen bedeutet deshalb bei uns auch, weniger Baukapazitäten für die Beseitigung anderer Probleme zur Verfügung zu haben. Deshalb sollte darüber nachgedacht werden, ob die Ressourcen nicht andernorts sinnvoller eingesetzt werden können (lt. Max Bögl: 1600 t Beton je Windenergieanlage und dabei hat so eine Anlage nur eine durchschnittliche Lebensdauer von 16,5 Jahren).

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14.05.2022

Tja: Maskenaffäre, Dieselskandal, ewige und unnötige Dauerbelastng von Familien und Kindern wegen Corona.... wenn sich die CSU darüber auch noch wundert ist sie dümmer wie gedacht.

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