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FC Bayern München
23.04.2021

Trainer Flick zu Hasskommentaren gegen Salihamidzic: "Grenze überschritten"

Die Familie von Sportvorstand Hasan Salihamidzic wurde im Internet beleidigt. Unterstützung erhält er von Bayern-Trainer Hansi Flick.
Foto: Arne Dedert/dpa

Für viele Fans ist Salihamidzic der Schuldige beim Flick-Abgang. Der Trainer verurteilt Hasskommentare in sozialen Medien gegen seinen Kollegen scharf.

Weil Trainer Hansi Flick die Bayern verlassen will, machen viele Fans den Sportdirektor Hasan Salihamidzic als Schuldigen für die Misere aus. Dass die beiden Führungsfiguren des FC Bayern nicht immer einer Meinung waren, ist ebenso belegt wie ein verbaler Ausraster Flicks in Richtung Salihamidzic.

In sozialen Medien schlug der Ärger einiger Fans in Hass um: Salihamidzic und seine Familie wurden derart beleidigt, dass sich seine Frau Esther Copado und sein Sohn Nick, der in der Jugend des FC Bayern spielt, zu Stellungnahmen genötigt sahen. Unterstützung bekamen sie am Freitag auch von Noch-Bayern-Trainer Hansi Flick: Der sah im Umgang mit Salihamidzic und seiner Familie "eine Grenze überschritten" und verurteilte das Verhalten der betreffenden Bayern-Anhänger scharf.

Flick, der in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Mainz (Samstag, 15.30 Uhr) eigentlich zu den Vorfällen aus Schalke befragt worden war, spannte den Bogen von sich aus zu Salihamidzic: "Bei allen Dingen, die Brazzo und ich hatten, ist es nie ins Persönliche gegangen." Er habe die "tolle Familie" seines Kollegen kennen und schätzen gelernt und betonte: "Brazzo hat einen enormen Anteil daran, dass wir so erfolgreich sind. Jeder von uns würde seine Familie beschützen. Aber wir müssen aufpassen, dass solche Dinge nicht an der Tagesordnung sind." Die Angriffe seien etwas, dass Flick massiv missbillige, zumal er darauf hinwies: "Es geht nur um Fußball, das ist nicht das Wichtigste im Leben."

 

In einer Stellungnahme auf Instagram hatte Esther Copado, die Frau von Salihamidzic, sich über "sehr viele unschöne und sehr beleidigende Kommentare" beklagt. In einem Post, der mit "Keep calm and stop hating" betitelt ist, schrieb sie in Richtung ihres Mannes: "Man beleidigt ihn als Menschen und auch unsere ganze Familie wird gleich mit angegriffen. Ich möchte euch auf diesem Weg bitten dies zu unterlassen, es ist unsachlich und hat auch nichts mit “ich bin ein Fan” zu tun!"

Will bei Bayern wieder zurück auf den Platz: Robert Lewandowski.
Foto: Tobias Hase/dpa

Robert Lewandoski steht beim FC Bayern vor dem Comeback

Fast nebensächlich erschien in diesem Zusammenhang der Umstand, dass die Bayern mit einem Sieg gegen Mainz die neunte Meisterschaft in Folge feiern könnten. Die Feiern dürften sich wegen Corona in engen Grenzen halten. Wieder mit dabei ist der zuletzt schmerzlich vermisste Angreifer Robert Lewandowski. Für den Polen, der laut Flick genauso wie Leon Goretzka und Serge Gnabry wieder im Kader stehen wird, kann noch den historischen Tore-Rekord von Gerd Müller von 40 Treffern einstellen oder sogar brechen. Derzeit steht "Lewa" bei 35 Treffern - ob er in allen vier verbleibenden Spielen aber 90 Minuten spielen wird, ließ Flick offen: "Er war jetzt vier Wochen weg, wir müssen schauen wie sein Körper das mitmacht." An erster Stelle stehe aber der Erfolg des Vereins.

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23.04.2021

Diese Leute als Bayern Fans zu bezeichnen ist für wirkliche Fans ein Schlag ins Gesicht. Diese Leute sind nur asozial und sind als Mob zu betiteln und nichts anderes.

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23.04.2021

Hasskommentare sind doch heute gang und gäbe. Die Messlatte hierfür ist sehr sehr niedrig geworden. Schauen Sie doch mal u.a. im TV nach, auch bei den "öffentlich rechtlichen". Vor 20-30 Jahren wäre da maches noch undenkbar gewesen. Die sog. sozialen Medien: Präsidenten werden als A-Löcher bezeichnet. Gehtr bei den meisten heutzutage durch. Meinungsfreiheit?

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