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Augsburger Panther
22.11.2020

Augsburger Panther müssen auf Verteidiger Patrick McNeill verzichten

Die Augsburger Panther müssen vorerst auf Patrick McNeill verzichten.
Foto: Siegfried Kerpf

Der Kanadier bleibt mit seiner Familie in Kanada, sein Vertrag wird ausgesetzt. Die Panther müssen nun noch auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Die Panther hatten als eines von wenigen DEL-Teams ihr Personal schon zu Beginn des Sommers beisammen. Ein Großteil der Mannschaft der vergangenen Saison wurde zusammengehalten und nur punktuell verstärkt. Angesichts der Corona-Krise galt und gilt die Devise: Geld sparen. Die drei freien Ausländerpositionen im Sturm werden erst einmal unbesetzt bleiben. Damit ist klar, dass Matt Fraser vorerst keine neuen Arbeitspapiere bekommt. Der Kanadier stürmte in den vergangenen zwei Spielzeiten für die Panther (118 DEL-Spiele/30 Tore/34 Vorlagen) und hatte bis zuletzt auf einen neuen Vertrag gehofft.

Patrick McNeill bleibt vorerst in Kanada

Nun allerdings wurden die Panther doch noch zum Handeln gezwungen, denn mit Patrick McNeill wird ihnen einer ihrer wichtigsten Verteidiger vorerst nicht zur Verfügung stehen. Der 33-Jährige  habe sich entschlossen, zusammen mit seiner Familie zunächst in seiner kanadischen Heimat zu bleiben und momentan nicht nach Deutschland zurückzukehren. Das teilten die Panther am Sonntagvormittag mit.

In der Mitteilung wird der zweifache Familienvater McNeill mit den Worten zitiert: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Meine Frau hat eine berufliche Karrierechance erhalten, die sich nicht ablehnen konnte und auch unsere Kinder haben sich in Kanada wieder gut eingelebt. Speziell in Zeiten der Pandemie wollen wir vorerst als Familie zusammen in Kanada bleiben und uns nicht räumlich trennen. Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar, dass sie mir diese Chance einräumen. Natürlich halte ich mich weiter fit, denn meine Rückkehr nach Augsburg ist keinesfalls auszuschließen.“

Panther-Hauptgesellschafter Lothar Sigl hat Verständnis für die Entscheidung von McNeill.
Foto: Ulrich Wagner

Panther-Verantwortliche zeigen Verständnis für McNeills Entscheidung

Diese Entscheidung stellt die Panther-Verantwortlichen nun vor die Frage, wie sie die Lücke im Kader schließen sollen. Denn mit nur sechs DEL-erfahrenen Verteidigern (plus Nachwuchsmann Niklas Länger) in die verkürzte Corona-Saison zu gehen, die ohnehin sehr belastend für die Spieler sein wird, wäre fahrlässig. Und allein die Aussicht, dass McNeill, der vor allem in der Spieleröffnung und in Überzahl von großer Wichtigkeit ist, irgendwann wieder zurück kommen könnte, dürfte Hauptgesellschafter Lothar Sigl und Trainer Tray Tuomie nicht ausreichen. Sigl lässt sich mit den Worten zitieren, dass er vollstes Verständnis für die Entscheidung der Familie McNeill habe. Und er lege Wert darauf, dass der Verteidiger ein Spieler der Augsburger Panther bleibe, der jederzeit zurück kommen könne.

Sigl stellt auch klar, dass die Personalie McNeill in keinem Zusammenhang mit dem Gehaltsverzicht steht. In anderen Klubs hatte es diesbezüglich Streitereien und auch vorzeitige Abschiede gegeben. „Wie alle anderen Spieler hat auch er neben seinem Arbeitsvertrag, den wir temporär aussetzen, dem Gehaltsverzicht zugestimmt. Sollte er zurückkehren wollen, stehen einem Verteidiger mit seinen Qualitäten unsere Türen offen.“

McNeill-Nachfolge ist bisher noch unklar

Noch ist aber unklar, wer für McNeill in die Panther-Defensive nachrücken soll. Es dürfte allerdings nicht schwer sein, in der momentanen Situation einen guten Ersatzmann zu finden. Der Spielermarkt ist angesichts des allgemeinen Sparzwangs übervoll mit Profis, die noch ohne Vertrag dastehen. Tuomie und Sigl dürften allerdings auf der Suche nach einem Mann sein, der die DEL schon kennt. Angesichts der ultrakurzen Vorbereitung von gerade mal zweieinhalb Wochen ist eine lange Eingewöhnungszeit nicht gegeben. Trainingsauftakt ist bei den Panthern am 1. Dezember, die DEL-Saison beginnt dann schon am 17. Dezember.

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