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FC Augsburg
15.05.2016

Hängepartie um Weinzierl geht weiter

Wird Markus Weinzierl Trainer auf Schalke?
Foto: Stefan Puchner (dpa)

Viele Fans hatten sich nach dem HSV-Spiel Antworten erhofft. Die Hängepartie um Markus Weinzierl geht aber vorerst weiter. Dafür stehen beim FCA-Kader erste Entscheidungen fest.

Der FC Augsburg feierte am Samstagabend mit den Spielern, Vereinsmitarbeitern und geladenen Gästen den Klassenerhalt in der Bundesliga bis in die frühen Morgenstunden im KKlub an der Kongreßhalle. Nach der 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV beendet der FCA die Saison auf Platz zwölf (38 Punkte), verpasste damit den für die zukünftige Verteilung des Fernsehgeldes durchaus wichtigen Sprung auf Platz zehn. Dort steht nun der HSV mit 41 Punkten.

Drei Spieler konnten im Nobelklub auf ihre Vertragsverlängerungen anstoßen. Routinier Markus Feulner, 34, bleibt bis 2017, der verletzte 24-jährige Abwehrspieler Jeffrey Gouweleeuw, dessen Operation am rechten Sprunggelenk (es wurde in Portugal ein freier Gelenkkörper entfernt) erfolgreich verlaufen ist, bis 2020 und Stürmer Alfred Finnbogason, bisher nur ausgeliehen, wurde von Real San Sebastian fest verpflichtet und erhielt einen Vertrag bis 2020.

Hängepartie um Weinzierl geht weiter
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Europa und Abstiegskampf: Die Saison des FC Augsburg in Bildern

FCA-Manager Stefan Reuter freute sich über diesen Coup. „Es war ein Riesenvorteil, dass er keinen Zweifel gelassen hat, wo er in den nächsten Jahren spielen will und das hat uns die Chance gegeben hat.“ Eine Kaufoption habe es im Leihvertrag nicht gegeben. Reuter: „Das ist jetzt alles in dem Zug passiert, dass wir ihn jetzt langfristig binden konnten. Wir sind überzeugt, dass er das Geld, das wir dahin überweisen, auf jede Fälle wert ist.“ Wie hoch die Ablösesumme für den 27-jährigen Isländer ist, wollte er nicht sagen, doch soll sie sich zwischen 3,5 bis fünf Millionen Euro bewegen.

Weinzierl: "Nicht in der Position, irgendetwas zu verkünden“

Für Piotr Trochowski und Alexander Manninger hingegen heißt es Abschied nehmen. Beide Spieler erhalten keine neuen Verträge in Augsburg. Ob es auch für Markus Weinzierl die letzte Party mit dem FCA war, steht hingegen noch nicht fest. Zwar hatte der Trainer am Donnerstag auf der Pressekonferenz angekündigt, sich nach dem Spiel zu erklären, doch davon wollte er am Samstag nichts mehr wissen. „Da habt ihr mich auch ein bisschen in die Ecke gedrängt, dass es heute viel wird, was ich sagen soll. Ich sage nicht viel, weil es heute nichts zu verkünden gibt. Ich bin sowieso nicht in der Position, irgendetwas zu verkünden.“

Was macht Markus Weinzierl? Die Zeichen verdichten sich, dass der FCA-Coach den Verein verlässt. Nach dem letzten Bundesligaspiel will er sagen, wo er künftig arbeitet.

Seine persönliche Bilanz am Samstag klang aber sehr nach Abschied: „Ich bin unheimlich stolz auf die letzten vier Jahre. Ich glaube, wie der FCA sich in den letzten vier Jahren entwickelt hat, ist sensationell. Wir haben alle unsere Ziele erreicht, wir haben sie getoppt, wir haben sie weit getoppt. Mit dieser Saison, mit Platz fünf im letzten Jahr und heuer im Liverpool, darüber bin ich heute einfach nur stolz und glücklich und werde das mit der Mannschaft auch feiern.“

Weg frei für Weinzierl? Schalke trennt sich von Breitenreiter

Die Hängepartie, ob Weinzierl den FCA Richtung Schalke 04 verlässt, wird also noch ein paar Tage weitergehen, zumal auch Manager Reuter (wieder einmal) eine klare Aussage vermied: „Dass grundsätzlich Gespräche geführt werden, ist, denke ich, naheliegend, an den Fakten hat sich nichts geändert.“

Die haben sich auf Schalke aber schon verändert: Der Europa-League-Teilnehmer wird sich nach dieser Saison von Trainer André Breitenreiter, 42, trennen. Diese Entscheidung wurde Breitenreiter vom neuen Schalker Sport-Vorstand Christian Heidel (52) „sehr offen und direkt“ mitgeteilt, so Breitenreiter vor Anpfiff der Partie der Königsblauen in Hoffenheim.

Mit Plakaten und einem Fanmarsch verabschiedeten die Fans den FC Augsburg nach einer spannenden Saison. Die Spieler wiederum dankten ihren Fans.
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Fans verabschieden den FCA in die Sommerpause
Foto: Ulrich Wagner

Reuter sagte dazu. „Deswegen hat sich ja der Vertrag von Markus Weinzierl nicht aufgelöst. Wenn irgendwo ein Trainer geht, kann sich ja bei uns nicht automatisch was verändern. Man wird sehen, ob in den nächsten Tagen Gespräche stattfinden.“

Vielleicht hat sich bis kommenden Mittwoch alles geklärt. Dann stellt nämlich Schalke 04 Christian Heidel offiziell auf einer Pressekonferenz vor. Denkbar, dass er dort als Antrittsgeschenk Weinzierl als neuen Schalke-Trainer präsentieren will.

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.05.2016


Natürlich kann nicht Markus Weinzierl an die Presse treten und verkünden, dass er zu Schalke möchte...

...aber dass dem so ist, weiß jeder, der sich halbwegs für Fußball interessiert trotzdem schon seit geraumer Zeit - eigentlich seit Anfang der Saison, als er kommunizierte, dass Schalke ein sehr reizvolles Angebot gewesen wäre, er aber sofort hätte anfangen müssen, was sich nicht richtig angefühlt hätte. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-augsburg-markus-weinzierl-ueber-die-absage-an-schalke-04-a-1038507.html

Da stand schon damals nix davon, dass er sich dem FCA bis zum Ablauf seines Vertrages verbunden fühle - aber auch nichtgs davon, dass der Verein (und der wäre wirklich in einer prekären Situation gewesen zu Saisonbeginn) ihn nicht hätte ziehen lassen.

Nachdem Schalke sich von Breitenreiter getrennt hat, liegen die Fakten offen auf dem Tisch, nur benennen will sie keiner.

Stefan Reuter ist derjenige in der Position zu sagen: Ja, Schalke ist an uns herangetreten, Markus möchte die reizvolle Aufgabe übernehmen, wir haben immer gesagt, wir verbauen ihm diesen Weg nicht, aber natürlich hat das seinen Preis. Und um diesen geht es im Moment noch. Und wenn Schalke nicht in der Lage oder nicht Willens ist, für ihren Wunschtrainer, eine angemessene Summe zu überweisen, dann müssen sie die zweite Wahl nehmen. Wir wollen Markus nicht los werden.

Wäre doch auch eine Möglichkeit jenseits der Verdrucktheit.

Wenn im Übrigen die Gerüchte stimmen, dass Scholl im Anflug ist, hat Reuter alle Zeit der Welt, denn der ist ungebunden und wird vermutlich auch von keinem anderen Verein weggeschnappt werden. Ob er seinen Sohn mitbrächte und Gianluca Gaudino? Das wäre ein interessantes Gesamtpaket.

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15.05.2016

Das ist doch, werter Herr Götz, keine Hängepartie.

Das ist Schmierentheater aller erster Güte.

Es wird noch etwas geschachert, wie auf einem orientalischen Basar; und morgen oder übermorgen werden dann die Verkündigungen folgen. Guter Journalismus wäre es, auch einmal deutlich zu machen, dass es widerwärtig ist - zumindest im "normalen" Leben - dass Verträge dazu da sind nicht eingehalten zu werden. Aber, die Branche scheint in dieses Ritualen und Denkmustern gefangen, frei jeglicher Bodenhaftung eben.

Insoweit ist die Komödie "Weinzierl" die branchenliche Normalität.

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15.05.2016

k.brenner

Na ja, was heißt Schmierentheater?? Ich sehe das nicht so. Und warum eine "Komödie"?

Offensichtlich ziert sich Schalke, zwei oder drei Millionen für die Auflösung des Vertrags eines guten Trainers zu bezahlen. Als FCA-Fan meine ich, dass Herr Reuter bisher alles richtig macht. Er weiß, dass Schalke nach Entlassung von Breitenreiter einen Trainer benötigt und weiß, dass Schalke Weinzierl ins Visier genommen hat. Schalke weiß, dass auch der FCA natürlich innerhalb der kommenden 3 Wochen Gewissheit haben will, ob Weinzierl weitermacht. Der Verein will ja einen guten Nachfolger so schnell wie möglich finden. Außerdem will man sicher nicht mit einem Trainer in die Vorbereitung auf die kommende Saison gehen, der einen neuen Trainerposten in Aussicht gehabt hat, den man aber nicht aus seinen Vertrag gelassen hat, obwohl er super 4 Jahre für sich und den Verein geschaffen hat. Herr Reuter ist also auch unter Zeitdruck, will aber einen möglichst günstigen Preis erzielen. Und das macht doch jeder, der ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen will. Ich finde es nicht widerwärtig, sondern normal.

Falls Weinzierl ein Handelsobjekt wäre, der zu einem der grausligen Sweatshops in Bangladesh verschachert wird, in dem er Textilprodukte zu 20 Cent die Stunde in Fabriken nähen müsste, wo jeden Moment das Gebäude zusammenbricht, wäre es "widerwärtig". Aber hier geht es darum, aus einem Verein, der groß sch...... will, aber eigentlich nicht kann, weil das L..... zu klein ist, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Finde ich absolut in Ordnung.

Also, Herr Reuter, für den FCA kämpfen und siegen.

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16.05.2016

Das Schmierentheater liegt in der Kommunikation. Sie schreiben es doch sehr schön, wie die Faktenlage ist. Und so könnte und sollte es eben auch kommuniziert werden. Dass MW VERTRAG hat, weiß nun wirklich jeder, dass er weg möchte auch - was soll die Rumdruckserei - es ist nur noch peinlich. Den Fehler hat doch Reuter gemacht, indem er Keine feste Ablösesumme in den letztes Jahr verlängerten Vertrag geschrieben hat.

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16.05.2016

k. brenner

Ich finde Reuter hat keinen Fehler gemacht. Zu einem Vertrag gehören ja immer zwei. Weinzierl hätte sich doch nie 3 oder 4 Mio Euro als Ablösesumme in den Vertrag setzen lassen. Unter diesem Umständen wäre der Vertrag bis 2019 doch nie zustandegekommen, der dem FCA eine jetzt recht günstige Verhandlungsposition bringt. Und Weinzierl bekam für die Verlängerung "ein paar Euro mehr".

Und jetzt ist es nun einmal so, dass man einen Trainer, der unbedingt gehen will, nicht halten sollte. Ein Trainer muss immer völlig ohne Vorbehalte hinter dem Verein stehen, bei dem er arbeitet.

Die nicht offene Kommunikation soll dem "Verhandlungsgegner" ganz einfach zeigen, dass man sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Das muss doch im Interesse aller FCA-Fans liegen.

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16.05.2016

Zum Beitrag von Wolfgang S. Schon mal auf einem orientalischen Basar gewesen? Offensichtlich nein, weil sie dann nämlich wüssten, dass es da ganz anders zugeht. Was da gerade passiert, läuft voll und ganz innerhalb der für manche nicht ganz einfach zu verstehenden Paragrafen des BGB ab und ist nicht nur in der Eventbranche Profifussball sondern auch sonst im Geschäftsleben (ja sogar im privaten Konsumleben) üblich. Und weil die Dinge eben nicht wie auf einem Basar geregelt werden, dauert es eben ein bisschen bis Aufhebungs-, Anschluss- und/oder Neuverträge geregelt sind.

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15.05.2016

Hängepartie ?

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Für Vertragsauflösung von Spieler müssen auch angemesse Abfindungen an den Verein bezahlt werden, dass soll auch für Trainer gelten, alleine wie viel Geld sich "Schalke 04" an Spieler spart, weil diese einen besseren Trainer bekommen ...

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M.Schumacher hat damals zu Ferrari gesagt, ich bin 1 Sekunde schneller als die anderen Fahrer, ..... um einen Ferrari 1 Sekunde schneller zu machen, müssen minderstens 60 Milillonen investiert werden, deshalb hat Ferrari auch dieses Gehalt ausbezahlt ....

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Fazit:

Schalke spart sich viel Geld, auf dem TRANSFERMARKT und an Spielergehälter, durch einen besseren Trainer, für diese Investition in "Schalke 04" Zukunft, müssen die Gelsenkirchner jetzt "Geld" in die Hand nehmen ... und den FCA entschädigen.

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