Werder Bremen geht mit einem neuen Trainer und dem zweitteuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Horst Steffen und Samuel Mbangula könnten sich für die Grün-Weißen als guter Griff herausstellen.
Hat Horst Steffen das Zeug für das Oberhaus? Nachdem sich Ole Werner mit der Ankündigung, seinen Vertrag bei Werder nicht verlängern zu wollen, selbst den Stecker gezogen hatte, sickerte schnell durch, dass Horst Steffen zu den Kandidaten für den Trainerposten an der Weser gehörte. Auch wenn die Grün-Weißen für den ehemaligen Bundesliga-Profi die erste Trainerstation im Oberhaus sind, scheint Steffen nach Bremen zu passen. Der Werner-Nachfolger präsentiert sich ebenso sympathisch wie geerdet und betont, wie sehr ihn die Herausforderung reizt, einen Erstligisten zu trainieren. Steffen hat aber auch schon festgestellt, dass in Bremen alles ein bisschen größer ist als bei seinen vorherigen Stationen Elversberg, Chemnitz und Münster.
Was ändert sich unter Horst Steffen bei Werder? Im Vergleich zu Ole Werner dürfte sich Horst Steffen häufiger für den offensiveren Ansatz entscheiden. „Wenn wir meinen, Spiele dreckig zu gewinnen, steht das nicht für mich“, sagt der neue Coach und bekennt sich damit zur Werder-DNA. Als Spieler sei er von dem Fußball, den Werder in den 80er- und 90er-Jahren gespielt habe, immer beeindruckt gewesen. In Elversberg hatte Steffen Erfolg mit einer 4-2-3-1-Grundordnung, gilt aber taktisch als flexibel. Sein Umgang mit der Mannschaft ist davon geprägt, individuelle Stärken der Spieler zur Geltung zu bringen – ohne dabei das Kollektiv zu vernachlässigen.
Ist Samuel Mbangula die zehn Millionen Euro Ablöse wert? Beim Transfer des belgischen U21-Nationalspielers haben sich die Bremer von der Philosophie von Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt inspirieren lassen. Junge Spieler werden verpflichtet, wenn sie noch bezahlbar sind, um sie später mit einem ordentlichen Gewinn zu verkaufen. Ob das auch mit Mbangula gelingt, wird sich zeigen. Der zweitteuerste Einkauf der Vereinsgeschichte nach Davy Klaassen verfügt aber über enormes Potenzial. In 23 Serie-A-Einsätzen für Juventus Turin brachte der 21-Jährige es auf drei Tore und vier Vorlagen. Seine Stärken als dribbelstarker Flügelspieler stehen Werder nach dem Kreuzbandriss von Mitchell Weiser gut zu Gesicht.
Welche Zu- und Abgänge sind noch zu erwarten? Einige Millionen will Werder noch auf dem Transfermarkt erlösen. Einige Millionen will Werder noch auf dem Transfermarkt erlösen. Da kommt der Wechsel von Marvin Ducksch zum englischen Zweitligisten Birmingham City gerade recht. Obwohl Ducksch immer Tore erzielt und aufgelegt hat, war der als schwierig geltende Stürmer in jeder Transferperiode ein Wechselkandidat – jetzt hat es zur Zufriedenheit beider Parteien geklappt. Als Ersatz soll André Silva von RB Leipzig kommen, der bei einer halbjährigen Leihe einen ordentlichen Eindruck hinterlassen hat.
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