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Olympische Spiele
26.07.2021

Die Rugby-Mannschaft könnte Japan als Vorbild dienen

Die japanische Rugby-Nationalmannschaft überraschte während der Heim-WM 2019 die eigenen Fans. Der Sport wurde immer populärer.
Foto: Shuji Kajiyama, dpa

Die Spieler des japanischen Rugby-Teams stammen aus unterschiedlichsten Ländern. Die Auswahl steht für Diversität. Die Gesellschaft prägen andere Ansichten.

Als die Nachricht sich verbreitete, stockte vielen Fans der Atem: „Südafrikas Rugby-Teamcoach wird positiv getestet“, berichtete Japans öffentlicher Rundfunksender NHK am Montag vor der Eröffnungsfeier. Neil Powell müsse nun zwei Wochen lang in Quarantäne, dürfe seine Mannschaft beim Auftakt eine Woche später gegen Irland nur aus der Ferne coachen. Gewünscht haben wird es dem Turnierfavoriten niemand. Aber in Japan dürften in dieser Schwächung Südafrikas nicht wenige auch eine indirekte Stärkung des eigenen Teams sehen.

Bei den Olympischen Spielen von Tokio zählt die Gastgebertruppe der Männer beim Rugbyturnier nämlich zu den Geheimfavoriten. Das scheinbar übermächtige Südafrika schlugen die „Sakura Blossoms“, wie sich die japanischen Rugbymänner nennen, bei der WM 2015 sensationell mit 34:32. Seitdem hat das ostasiatische Land, in dem Rugby bis dato wenig zählte, eine schnelle Aufholjagd hingelegt. Nun könnte der erste große Titel bevorstehen.

Die Leistungsträger der japanischen Rugby-Mannschaft sind auf den Fidschi-Inseln geboren

Wenn es wirklich dazu käme, dann würde so eine japanische Rugbymedaille mehr bedeuten als nur Sport. Um das zu verstehen, genügt ein Blick auf den Kader. Keine japanische Nationalmannschaft ist derart international: Da sind etwa die Leistungsträger Jose Seru und Kameli Soejima, die beide in Fidschi geboren wurden. Außerdem kam Lote Tuqiri in Fidschi zur Welt, wuchs dann in Australien auf. Brackin Henry kommt aus Neuseeland, genau wie Colin Raijin Bourke. Von zwölf Spielern kommt knapp die Hälfte aus dem Ausland.

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Damit stehen die Spieler der 7er- Rugbymannschaft für das, was die Tokioter Spiele offiziell hochheben wollen. „Unity in diversity“ lautet eines der Mottos von „Tokyo 2020“: Einheit in Vielfalt. Es ist eine Idee, die im Japan dieser Tage auch Wunschdenken ist. Nur gut zwei Prozent der Bevölkerung hat einen ausländischen Pass, die Migrationspolitik ist streng. Im Land dominiert das Narrativ, Japan sei eine „homogene Gesellschaft.“ Diese vermeintliche Ähnlichkeit der Einwohner sehen viele als Grund für die niedrige Kriminalität und relativ starken sozialen Zusammenhalt – auch im Zuge der Corona-Krise.

Wer sich ein diverses Japan wünscht, ist Fan der Rugby-Mannschaft

Aber mehr Offenheit, so sehen es immer mehr Menschen im Land, könnte zu mehr Wirtschaftswachstum und auch gesellschaftspolitisch frischem Wind mit weniger latenter Xenophobie führen. Für diejenigen, die sich ein diverseres Japan wünschen, dienen die „Sakura Blossoms“ als Identifikation. Dabei ist die Truppe seit spätestens zwei Jahren jedem im Land bekannt. Im Herbst nämlich, als Japan erstmals die Rugby-WM veranstaltete, erreichte die Gastgebermannschaft nach Siegen über Schottland und Irland sensationell das Viertelfinale.

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Ähnlich wie die von Japan und Südkorea veranstaltete Fußball-WM 2002 einen Boom in diesem Sport verursachte, hat die Rugby-WM das Spiel des gehobenen Milieus zu einer beliebten Disziplin gemacht, sowohl zum Ansehen als auch zum Spielen. Bei der WM 2015 in England hatte der Underdog Japan, der in seiner WM-Historie bis dato nur einmal 1991 gegen Simbabwe gewonnen hatte, den Turniermitfavoriten Südafrika besiegt. Die Tageszeitung Nikkei jubelte das Ergebnis zu „einer der größten Überraschungen der Geschichte“ hoch. Obwohl Japan einige Tage später in der Gruppenphase ausschied, hagelte es Erfolgsmeldungen. Mit der Aussicht, dass 2019 die WM ins eigene Land kommen würde, wurde die Öffentlichkeit hellhörig. Mittlerweile berichten Zeitungen täglich über Rugby.

Medaillen zählen für Japan immer - wer sie auch holt

Seither ist Japans Kader von Spielern geprägt, die nicht in Japan zur Welt kamen und teilweise auch die Sprache kaum sprechen. Anfangs gefiel das nicht allen im Land. Nach dem legendären Sieg gegen Südafrika 2015 twitterte daher der Führungsspieler Ayumu Goromaru: „Diese Spieler haben sich dafür entschieden, für Japan zu spielen und nicht für ein anderes Land. Sie sind die besten Freunde, die wir haben.“

Am Montag beginnt das Turnier mit zwölf Mannschaften für die Gastgeber mit Spielen gegen Fidschi und Großbritannien. Sollte es beim nach 2019 zweiten großen Turnier vor heimischer Kulisse nun zu einem Medaillengewinn kommen, würden wohl auch die Skeptiker dieser bunten Truppe stolz werden. Denn Medaillen für Japan zählen ja immer.

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