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Nervennahrung für die Kukaner

Kommentar Von Stefan Stahl
05.08.2021

Der Roboterbauer kommt aus einem tiefen Tal. Doch wie die Autokonzerne hat auch die Augsburger Firma den Weg aus der Krise geschafft.

Die Nerven brauchen manchmal positive Nahrung. Sonst blockiert der ganze Organismus. Dabei waren die Nerven der Kukaner, wie sich die Beschäftigten des Roboter- und Anlagenbauers selbst nennen, über Jahre angespannt. Autozulieferer wie Kuka bekamen schon längst vor Corona die sich massiv eintrübende Konjunktur zu spüren. Der kalte Handelskrieger Donald Trump war eben ein Stimmungstöter für den internationalen Austausch von Waren. Das setzt auch einem global aufgestellten Unternehmen wie Kuka zu.

Als ob die Konjunktur-Krise nicht schon fordernd genug gewesen wäre, kam obendrauf noch die Super-Krise Corona. Das hat Kuka schwer zugesetzt und die Zahlen zeitweise rot gefärbt. Doch wie die deutschen Autohersteller selbst hat sich das Augsburger Unternehmen enorm schnell erholt. Der Aufschwung ist zurück - und auch das Selbstvertrauen.

Kuka profitiert vom weiteren Druck zur Automatisierung

Wenn die tückische Pandemie, die uns wohl noch länger ärgern wird, nicht machtvoll zurückkehrt, steht einem Comeback von Kuka nichts im Weg. Die Produkte passen in die Zeit: Denn der Druck zur weiteren Automatisierung ist in alternden Volkswirtschaften mit einem demografischen Problem wie China oder Deutschland groß, schließlich fehlen zunehmend Facharbeiter. Kuka ist dabei Teil der Lösung. Auch der Kostendruck wird in Industrienationen mit hohen Löhnen immer mehr zum Treiber der Robotik. Die Geduld des chinesischen Eigentümers Midea mit Kuka beginnt sich langsam auszuzahlen. Die Strategie von Konzern-Chef Mohnen greift zunehmend.

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