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Augsburg
05.08.2021

Kuka-Chef Peter Mohnen: Ein wirklich starkes erstes Halbjahr 2021

Kuka-Chef Peter Mohnen kann vermelden, dass es mit dem Unternehmen aufwärts geht.
Foto: Silvio Wyszengrad

Peter Mohnen zeigt sich zuversichtlich und berichtet von Rückenwind für den Roboter- und Anlagenbauer aus China und den USA. Es kann weiter nach oben gehen.

Im Mai wurde sein Vertrag als Kuka-Chef bis 2024 vorzeitig verlängert. Nun präsentiert Peter Mohnen nach der Krise den zweithöchsten Auftragseingang, den der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer in der Unternehmensgeschichte jemals in einem Halbjahr eingefahren hat. So verzeichnete das Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Bestellungen im Wert von rund 1,89 gegenüber 1,24 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig schaffte Kuka den Weg aus tiefroten Zahlen deutlich zurück in den schwarzen Bereich: Der Gewinn vor Steuern und Zinsen – kurz Ebit­ – lag im ersten Halbjahr bei 33,8 Millionen Euro, während nach der vergleichbaren Periode des vergangenen Jahres ein Minus von 78,1 Millionen Euro zu Buche stand. Mohnen sagte dazu gegenüber unserer Redaktion: „Nach der Krise im Jahr 2020 haben wir den Turnaround geschafft. Wir verzeichnen ein wirklich starkes erstes Halbjahr 2021.“ Der Konzern-Chef bedankte sich hier bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, „die zu dem guten Ergebnis maßgeblich beigetragen haben“.

Blitz-Genesung des Augsburger Unternehmens

Doch wie erklärt sich die Blitzgenesung des Automatisierungs-Spezialisten, der lange mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen und einem überraschenden Wechsel im Finanzressort Schlagzeilen gemacht hat? Mohnen ist der Überzeugung, dass dem Unternehmen mit dem dominierenden chinesischen Großaktionär Midea vor allem die globale Ausrichtung des Geschäfts zugutegekommen ist: „Wir profitieren vom Wachstum in den USA und in China.“

Neue Kuka-Roboter erlauben es den Kunden, eng mit den Geräten zusammen zu arbeiten.
Foto: Kuka

So zog der Auftragseingang in China im ersten Halbjahr um 43,2 Prozent auf 357,1 Millionen Euro an. Auf diese Zahl schauen Kuka-Beobachter besonders, erwarten sie sich doch, dass die Augsburger Firma in dem asiatischen Land noch stärker als bisher wächst. Dort sitzt schließlich der Mutter-Konzern Midea, ein Hersteller von Haushaltsgeräten wie Klimaanlagen oder Kühlschränken. Und China gilt als der größte und am stärksten expandierende Markt für Robotik. Daher ist die Hoffnung groß, dass Midea Kuka dort öfter die Türen öffnet. Im Zukunftsmarkt China ergatterte Kuka zuletzt das erste Lkw-Projekt mit einer Auftragssumme von mehr als 13 Millionen Euro. Hinzu kamen in dem Markt Bestellungen von Volkswagen, aus der Glasindustrie und aus der Logistik. Mohnen sieht in China noch Luft nach oben: „Wir erwarten hier für 2021 starkes Wachstum."

Neue Produkte zahlen sich für Kuka aus

Nun bläst der Rückenwind aus China für das Augsburger Unternehmen intensiver. Mohnen ist überzeugt: „Dieser internationale Erfolg sichert auch Arbeitsplätze in Augsburg.“ Zudem habe sich die Kuka-Strategie ausgezahlt, trotz Krise weiterhin in Innovationen zu investieren. Als Beleg dafür führt der Manager an, dass mehr als ein Drittel der Robotik-Umsätze mittlerweile auf neue Produktinnovationen zurück zu führen seien. Die Position will Mohnen ausbauen: „Hier liegt auch unser Fokus in den kommenden Jahren: Innovative Produkte und Lösungen für neue Märkte und Bereiche.“ Auch wenn Risiken Kuka weiter in Atem halten, sagte der Konzern-Chef: „Ich blicke optimistisch auf die kommenden Monate und Jahre, denn die Kuka-Themen Robotik und Automatisierung sind gefragter denn je. Hier wollen wir durchstarten.“

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Dabei bekommt Kuka – und hier vor allem der Anlagenbau – auch Rückenwind aus den USA. Die Systems heißende Sparte profitiert dort von der stark gestiegenen Nachfrage. Autohersteller investieren verstärkt in E-Mobilität. In Europa, das räumte Mohnen indes ein, blieb die Auftragslage im Anlagenbau unverändert schwierig. Insgesamt stieg der Auftragseingang bei Systems im ersten Halbjahr massiv auf 640,7 Millionen Euro, während es zuvor 239,5 Millionen Euro waren.

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