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Regionalzüge
18.08.2021

Bayerischer Bahn-Krimi: Schweizer rücken Züge für das Allgäu raus

„Flirt“ heißt der Zug, mit dem das Bahnunternehmen Go-Ahead Lindau und München verbinden will. Doch eine Liebesgeschichte ist es noch nicht.
Foto: Siemens Mobility

Plus Der Schweizer Stadler-Konzern und der britische Bahn-Betreiber Go-Ahead entschärfen den Konflikt. Russen dürfen nun doch Züge in Langweid warten.

Monatelang stand ein heftiger Vorwurf im Raum: Verantwortliche des Schweizer Zugherstellers Stadler befürchteten, dass ein Wartungswerk in Langweid bei Augsburg zum Schauplatz von Industrie-Spionage wird. Dort sollen im Auftrag des bayerischen Ablegers des britischen Bahnbetreibers Go-Ahead 22 Regionalzüge der Schweizer für das Elektronetz Allgäu gewartet werden. Den im Bau befindlichen Instandhaltungsbetrieb betreibt die im Schweizer Ort Zug sitzende Tochter des russischen Bahn-Riesen Transmashholding, der ein Konkurrent von Stadler ist.

So sagte Silja Kollner, Leiterin Kommunikation und Marketing von Stadler Deutschland: „Unsere größte Sorge ist, dass entgegen den Vereinbarungen, die wir mit Go-Ahead getroffen haben, wichtige Unterlagen für unsere Züge dem russischen stark expandierenden Wettbewerber in die Hände fallen.“ Bei Vertragsabschluss sei dem Stadler-Management nicht klar gewesen, dass Go-Ahead einen russischen Wartungspartner mit ins Boot holt.

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