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Autoindustrie
06.12.2022

Neuer Volkswagen-Chef Blume räumt auf

Oliver Blume ist nicht nur nett. Er kann auch fordernd sein.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Oliver Blume will nicht wie sein Vorgänger Herbert Diess über ein Software-Desaster stolpern. Deswegen wagt er eine Kultur-Revolution.

Wo man auch hineinhört in den Volkswagen-Konzern, über Oliver Blume ist kein schlechtes Wort zu hören. Im Gegenteil: Ob in Management- und vor allem in Arbeitnehmerkreisen wird die Arbeit des Mannes, der seit 1. September neben Porsche auch den Mutterkonzern Volkswagen leitet, goutiert. Betriebsrätinnen und Betriebsräten gefällt besonders, dass der neue Mann an der Spitze des Konzerns mit rund 660.000 Beschäftigten im Gegensatz zu seinem geschassten Vorgänger Herbert Diess ein großer Zuhörer, Fragensteller, Einbinder und Abstimmer ist. Die Diskussionsfreudigkeit des 54-jährigen Managers wird in den Kreisen der bei Volkswagen überaus mächtigen Arbeitnehmervertretungen noch ein Stück positiver aufgenommen als in Leitungsgremien anderer Marken des automobilen Riesen-Reichs.

Video: dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten

Denn Diess, der jetzt mehr Zeit für seine Birnen-Plantage in Spanien und Auftritte in sozialen Medien hat, war aus Sicht von Beschäftigten eher ein Eigenbrötler, Bestimmer, Ausschließer und chronischer Kommunikations-Allergiker. Er schwebte hoch oben über den Diskussionsniederungen und erfreute sich am Austausch mit dem von ihm bewunderten Tesla-Chef Elon Musk

VW-Chef Blume verlangt Managern einiges ab

Folglich stellte Diess gerne den Betriebsrat um Bernd Osterloh und später dessen ebenso selbstbewusste Nachfolgerin Daniela Cavallo vor vollendete Tatsachen. Sein Ego war derart groß, dass er auch die Eigentümer-Familien Porsche und Piëch nicht immer in der gebotenen Geschmeidigkeit zu umgarnen wusste. Und da Betriebsräte nun mal ausgesprochen gerne – und das am liebsten auf Augenhöhe – mit Chefs diskutieren, ist Blume ihr Mann, was für ihn in der stark mitbestimmten VW-Welt schon einmal die halbe Miete ausmacht. Dabei kann sich der VW-Chef auch grundsätzlich der Rückendeckung aus dem Top-Management-Lager der VW-Marken sicher sein. Dass er aber kommunikativ wie ein Sportwagen unterwegs ist, verlangt seinen Mitstreitern im Unternehmen einiges ab. Wie es aus Kreisen einzelner Marken des Konzerns heißt, werde kräftig diskutiert, bis ein Kompromiss gefunden ist. Das wiederum führt zu Reibungen, was immer wieder und mit Vorliebe im Manager Magazin als Streit innerhalb der VW-Führung interpretiert wird.

Doch Blumes Trick besteht darin, alle an einem Tisch zu versammeln und nach einem leidenschaftlichen Austausch von Argumenten einen Kompromiss zu finden, hinter dem alle stehen und ihn umsetzen müssen. So hofft er am Ende Verbindlichkeit zu erzeugen, also die Beteiligten in die Verantwortung zu nehmen, auch Wort zu halten. Genau daran haperte es in der Ära „Diess“ vor allem beim Thema der im Autobau inzwischen zentralen Software-Thematik. Man muss sich die Prä-Blume-IT-Welt in etwa so vorstellen: Ob bei Audi, Porsche oder VW wurden zunächst neue Autos geplant. Dann folgten die Wünsche an die eigene Spezialisten-Truppe der Tochter Cariad, wie die IT–Architektur eines bestimmten Modells auszusehen habe. Ein VW-Insider sagt dazu: „Das lief wie beim Bau eines Hauses ab. Nachdem es fertiggestellt war, tauchte plötzlich der Wunsch nach einer Fußboden-Heizung auf. Dann wurde der Estrich wieder herausgerissen.“ 

Volkswagen-Chef Blume hat die Logik auf seiner Seite

Damit ist Schluss bei VW. Blume wird, nachdem er alle einbezogen hat, eine Art Kultur-Revolution für den Konzern verkünden. Vereinfacht gesagt gilt die Marschroute: Erst die Software, dann die Hardware, also das Auto. Bisher galt vielfach noch die umgekehrte Devise. Doch Blume hat die Logik auf seiner Seite. Die neue Volkswagen- und damit auch Audi-Philosophie hat einschneidende Konsequenzen: So wird sich die Einführung einer künftigen Software-Plattform wohl um einige Jahre verzögern. Bisherige IT-Lösungen müssen für all die neuen Elektroautos als Übergangslösung weiter entwickelt werden. Dies kommt natürlich dem Eingeständnis gleich, dass sich einige VW-Software-Versprechungen nicht halten lassen. 

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Daher wird sich auch die Einführung des neuen VW–Elektroautos Trinity dem Vernehmen nach zeitlich nach hinten verschieben. Der ursprünglich für 2026 geplante Start ist demnach kaum zu halten. Und es wackelt wohl auch der Bau einer neuen Fabrik für den Trinity in der Nähe des Wolfsburger Stammwerks. Die dafür eingeplanten rund zwei Milliarden Euro könnten in den Umbau des alten Standortes für den Bau von Elektroautos fließen, heißt es aus Konzernkreisen. Doch noch sei nichts entschieden. Lenkt Blume die Gelder um, nachdem er zuvor natürlich alle eingebunden hat, dürfte sich in Arbeitnehmerkreisen kein Widerstand regen. Schließlich würde der Schritt Beschäftigung in Wolfsburg sichern. Das zählt für den Betriebsrat.

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