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Die Intel-Absage an Penzing ist bedauernswert für Bayern

Kommentar Von Michael Kerler
16.03.2022

Intel entscheidet sich für Magdeburg, nicht für Penzing. Dabei hätte die Ansiedlung einer Chip-Fabrik technologische Zukunft über Jahre gesichert.

Intel-Chef Pat Gelsinger liebt den großen Coup. Eben investiert er 20 Milliarden Dollar in eine Chip-Fabrik in Ohio, schon steckt er 17 Milliarden Euro in eine ebensolche Anlage in Europa. Dass den Zuschlag die Landeshauptstadt Magdeburg bekommen hat, dazu kann man Sachsen-Anhalt ohne Neid beglückwünschen. Umgekehrt ist es aus einem bayerischen Blickwinkel bedauernswert, dass Penzing bei Landsberg nicht zum Zuge kam.

Sicher, eine Investition in der Größenordnung, um dies es geht, birgt Herausforderungen, betrachtet man das Projekt aus lokaler Sicht. Der Fachkräftemangel in Oberbayern und Schwaben ist bereits heute groß, Wohnen ist teuer, der Immobilienmarkt angespannt. Die Verkehrsdichte könnte abermals zunehmen, Flächenfraß greift um sich. (Hoffentlich findet Magdeburg eine andere Lösung für das Parken statt des Mega-Parkplatzes, der auf den Intel-Illustrationen zu sehen ist.) Ein kleiner Ort wie Penzing, eine Stadt wie Landsberg am Lech gerät hier an Grenzen.

Zoomt man allerdings etwas weiter weg und wählt eine süddeutsche Perspektive, hätte die Ansiedlung zahlreiche Vorteile gebracht.

Im Umfeld der Werke bietet der Zulieferer zahlreiche Jobs

Dies liegt nicht nur an der großen Zahl von rund 3000 Arbeitsplätzen, die ab 2027 dauerhaft in der Intel-Fabrik entstehen sollen. Käme es zu einem weiteren Ausbau, könnten es noch mehr werden. Stärker noch wiegt, dass es sich bei der Halbleiter-Produktion um ein Gut handelt, das lange Zeit benötigt und nachgefragt werden wird. Während in Städten wie Augsburg mit Osram oder dem Rechner-Hersteller Fujitsu zahlreiche Stellen verloren gingen, hätte in räumlicher Nähe Neues, Zukunft sicherndes entstehen können.

Dazu kommt, dass es bei den Stellen im Werk nicht bleibt. Von den großen Betriebe profitierten zahlreiche Zulieferer und Dienstleister im Umfeld, die meist nochmals ein Vielfaches an Arbeit bieten. Dies ist häufig auch die Basis für findige Start-Ups und Mittelständler, die als das Rückgrat der bundesdeutschen Wirtschaft gelten.

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Zu BMW, Siemens und anderen High-Tech-Unternehmen hätte Intel gut gepasst

Letztlich steht die Fabrik nicht alleine im Raum, sondern ist in ein Netzwerk an anderen Organisationen eingebunden, die sich gegenseitig befruchten, voneinander lernen und profitieren. Es geht hier um andere Unternehmen, aber auch um Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen. In München haben nicht nur Tech-Konzerne wie Microsoft Niederlassungen, hier finden sich im Maschinenbau oder der Fahrzeugindustrie zahlreiche Chip-Anwender. BMW hat bereits mit Intel kooperiert, Siemens ist führend darin, die Industrie in ein neues, intelligentes Zeitalter zu überführen. Industrie 4.0 lautet hier das Schlagwort.

Die geplante Intel-Fabrik in Magdeburg.
Foto: Intel Corporation

Netzwerke wie diese sichern Zukunft. Es geht hier nicht nur um Produktion, sondern auch um Entwicklung und Anwendung. In letzter Zeit hat sich der Begriff "Ökosystem" dafür etabliert. In Kalifornien ist das "Silicon Valley" solch ein Ort. Intel-Chef Gelsinger stellt Magdeburg schon als "Silicon Junction" dar, als Knotenpunkt der Technik.

Region zwischen Augsburg und Landsberg muss zweites Großprojekt begraben

Penzing steht zwar nicht mit leeren Händen da: Auf dem ehemaligen Fliegerhorst siedelt sich ein ambitioniertes Filmstudio an, das ebenfalls expandieren will. Der große technische Schub hingegen geht an Magdeburg.

Vor rund 20 Jahren hatte die Region zwischen Augsburg und Landsberg schon einmal auf ein großes Werk gehofft – von BMW. Nun ist zum zweiten Mal ein Großprojekt bedauernswerterweise in eine andere Himmelsrichtung abgebogen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

16.03.2022

Ich halte das für einen absoluten Glücksfall für die Region! Wie weit soll die Akkumulation hochwertiger Arbeitsplätze noch getrieben werden? Anderswo in Deutschland stehen die Leute auf der Straße und die Wohnungen leer, hier fehlen Fachkräfte und bezahlbarer Wohnraum. Der Autor des Artikels schreibt das ja selbst, völlig unverständlich, warum er dann nicht die naheliegenden Schlüsse zieht.

16.03.2022

Bedauernswert, aber erwartbar. Anstatt rote Teppiche auszurollen, hat man in Penzing Bedenken und Vorbehalte in den Vordergrund gerückt. Wie will man das jungen Menschen erklären, die gut bezahlte Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung wollen?

16.03.2022

Ist halt Alles eine Frage der Subventionen. Abbau West hat halt Vorrang.

16.03.2022

NA dann haben die Bürgerinitiativen und diverse Dörfer rings rum ja ihre Ruhe!.
Ob Legoland oder Intel, Glückwunsch zur gelungenen Nichtansiedelung

16.03.2022

Die 10H-Regierung in Bayern braucht sich nicht wundern!

Nur, dass diesmal nicht die Parteispenden-Amigos damit gewinnen, indem sie die alten, evtl. schon abgeschriebenen Kraftwerke viele Jahre weiterbetreiben können und den Strompreis oben halten können.
Jetzt haben nur ein paar Großgrundbesitzer-Nörgler, mit den schönen Bayernschnulzen-Villen ihre "grubige Ruhe". Die haben ja kein Problem damit, dass sie einen guten Arbeitsplatz brauchen?
Da ist der Beruf der Kindern und das Einfamilienhaus schon weitgehend durch eigenen Grund und eine gute Beziehungen vorprogrammiert.

16.03.2022

Folgerichtige Entscheidung von Intel. In Penzing fühlte sich sich der Antragsteller wohl nicht so recht wohl nachdem Gemeinden ihre ablehnende Haltung kund getan haben. Wer nicht will der hat schon. Oder kann ein Filmstudio eine Großunternehmen mit Zukunft ersetzen- es bleibt schön ruhig in Penzing ebenso wie in Lager Lechfeld ohne AM 400 Base. Diese herrliche Ruhe.

16.03.2022

So ist das eben, wenn der Bundeskanzler nicht den bayerischen Standort empfiehlt. BMW und die Standortwahl Leipzig bringe ich allerdings mit Stoiber ("auch gut") in Verbindung, muss dann allerdings mehr als 10 Jahre zurückliegen.

16.03.2022

Stimmt, Danke für den Hinweis. Das bessere ich aus.