Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
US-Geheimdienste vermuten Ukraine hinter Autobomben-Anschlag auf Darja Dugina
  1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Coronavirus: Warum die Impfungen vorerst wenig am Infektionsgeschehen ändern

Coronavirus
28.01.2021

Warum die Impfungen vorerst wenig am Infektionsgeschehen ändern

Bis die Impfungen Auswirkungen auf die Corona-Neuinfektionen haben, vergeht vermutlich noch ein wenig Zeit.
Foto: Guido Kirchner, dpa

Der Impfstoff ist da, am eingeschränkten Corona-Leben ändert sich erstmal nichts. Denn der Weg zur Herdenimmunität ist vielleicht länger, als anfangs angenommen.

Die Impfstoffe machen Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. Dabei fällt häufig das Wort „Herdenimmunität“. Die Überlegung: Wenn etwas mehr als 60 Prozent der Menschen immun sind - sei es durch Impfung oder Infektion - ist das Virus besiegt. Doch diese Überlegung hat Tücken.

„Im Frühjahr habe ich gesagt, 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung müssten immun sein, erst dann hätten wir Herdenimmunität und die Pandemie wäre vorbei“, sagt die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim in einem neuen Video auf ihrem YouTube-Kanal „maiLab“.

Der Wert für die Herdenimmunität wird heute höher angesetzt als zu Beginn der Pandemie

Allerdings sei der Wert nur eine grobe Näherung. Denn die Prozentzahl für die Herdenimmunität ist abhängig von der Basisreproduktionszahl R0. Jener Wert also, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt - vorausgesetzt es wurden keine Maßnahmen ergriffen und niemand ist immun.

Zu Beginn der Pandemie gingen Experten davon aus, dass sich diese Zahl bei Corona auf etwa drei beläuft. Sie nahmen also an, dass jede infizierte Person drei weitere ansteckt. Damit müssten etwas mehr als 66 Prozent der Bevölkerung immun sein, damit die Infektionszahlen zurückgehen. Denn wenn zwei Drittel der Bevölkerung nicht mehr angesteckt werden können, dann gibt jeder Infizierte das Virus im Schnitt nicht mehr an drei Personen weiter, sondern nur noch an eine.

Niedrige Impfbereitschaft könnte den Weg zur Herdenimmunität verlängern

Inzwischen schätzt das RKI die Basisreproduktionszahl R0 aber nicht mehr auf 3, sondern auf 3,3 bis 3,8. Das erhöht auch den erforderlichen Wert für die Herdenimmunität. Geht man wie das RKI von einer Basisreproduktionszahl von 3,8 aus, kommt man schon auf eine erforderliche Immunität von etwa 73,4 Prozent.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Datawrapper-Grafik anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Datawrapper GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Doch Mai Thi Nguyen-Kim führt weitere Argumente auf, die gegen ein schnelles Ende der Pandemie sprechen. Erstens: Aktuell sind die Infektionszahlen verhältnismäßig niedrig. Oder besser gesagt: Niedriger als ohne Kontaktbeschränkungen. Würden diese vorschnell gelockert, könnte eine nächste Welle kommen. Vorausgesetzt es wurden noch nicht ausreichend Menschen geimpft.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Datawrapper-Grafik anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Datawrapper GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Das zweite Problem: Impffaulheit. Sind erstmal einige Menschen gegen das Virus geimpft, werden die Krankenhäuser entlastet. Unser Leben wird wieder ein Stück weit normaler. Einige Menschen könnten dann jedoch keinen Grund mehr sehen, sich überhaupt impfen zu lassen. Das würde den Weg zur Herdenimmunität erschweren und verlangsamen.

Impfungen könnten an den Infektionszahlen vorerst wenig ändern

An den Infektionszahlen könnte eine Impfung ohnehin vorerst weniger ändern als gedacht. Es werden zwar Risikogruppen geschützt und Krankenhäuser entlastet. Allerdings waren diese Menschen bisher nicht gerade die Treiber der Pandemie. Sie haben eher verstärkt auf Kontaktbeschränkungen geachtet und wurden seltener infiziert. Wahrscheinlich ist, dass damit in Krankenhäusern und Altenheimen sichere Aufenthaltsorte entstehen. Die Infektionszahlen würden damit aber nur langsam sinken.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Datawrapper-Grafik anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Datawrapper GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Und die Hoffnung auf den Impfstoff hat ein weiteres Problem. Bisher kann nur sicher gesagt werden, dass die Vakzine vor einem Ausbruch der Krankheit schützen. Es könnte aber sein, dass Menschen sich trotzdem infizieren, einen Verlauf ohne Symptome durchmachen und in dieser Zeit das Virus weiter geben.

Langfristig rechnet Mai Thi Nguyen-Kim, dass uns das Virus auch nach den Impfungen begleiten wird. „Das heißt aber nicht, dass man es nicht kontrollieren kann“, sagt sie. Ist erstmal der größte Teil der Bevölkerung immun, werden sich nur noch Menschen anstecken, die zum ersten Mal mit dem Virus in Berührung kommen. Das dürften vor allem Kinder sein. Der Verlauf ist in der Regel ungefährlich. (AZ)

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.