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Jahresrückblick: Vier tragische Todesfälle bewegen die Menschen im Juli

Jahresrückblick

Vier tragische Todesfälle bewegen die Menschen im Juli

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    Ein 69-jähriger Mann ist im Juli bei einem Badeunfall am Eisweiher im Gebiet der Sander Seen bei Todtenweis ums Leben gekommen. Die miserablen Sichtverhältnisse unter Wasser erschweren den Rettungskräften die Arbeit.
    Ein 69-jähriger Mann ist im Juli bei einem Badeunfall am Eisweiher im Gebiet der Sander Seen bei Todtenweis ums Leben gekommen. Die miserablen Sichtverhältnisse unter Wasser erschweren den Rettungskräften die Arbeit. Foto: Sofia Brandmayr (Archivbild)

    Im Juli bewegen vier tragische Todesfälle die Menschen im Aichacher Land. Sie alle haben einen Bezug zum Lechraingebiet.

    Auf einem Weizenfeld im Todtenweiser Ortsteil Sand brennt es. Ein Feuerwehrkamerad erleidet dabei  einen internistischen Notfall. Er stirbt einige Tage später im Krankenhaus.
    Auf einem Weizenfeld im Todtenweiser Ortsteil Sand brennt es. Ein Feuerwehrkamerad erleidet dabei einen internistischen Notfall. Er stirbt einige Tage später im Krankenhaus. Foto: Sofia Brandmayr (Archivbild)

    Sand/Mühlhausen: Im Eisweiher im Gebiet der Sander Seen (Todtenweis) ertrinkt ein 69-jähriger Mann. Trotz eines Großaufgebotes von über 100 Einsatzkräften bleibt die Suche nach ihm zunächst erfolglos. Erst einen Tag später gelingt es, den Mann tot aus dem Wasser zu bergen. Es ist bereits der dritte schwere Badeunfall der Saison im Landkreis Aichach-Friedberg. Etwa zwei Wochen später gibt es erneut einen Todesfall am Wasser: Am Aulzhauser Weiher bei Mühlhausen (Affing) kommt ein 86-jähriger Mann ums Leben beim Versuch, seine Angel aus dem Wasser zu holen. Womöglich steckt ein gesundheitliches Problem dahinter.

    Todtenweis: Ein Brandeinsatz der Todtenweiser Feuerwehr ist harmlos. Doch er bleibt allen in sehr trauriger Erinnerung. Die Feuerwehr muss zu einem Feldbrand nach Sand ausrücken. Die Flammen lodern auf einem abgeernteten Weizenfeld und sind rasch gelöscht. Dabei erleidet allerdings ein Todtenweiser Feuerwehrkamerad einen internistischen Notfall, der laut Polizei nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Brandbekämpfung steht. Der 55-Jährige kommt ins Krankenhaus. Dort stirbt er einige Tage später. Der Tod des Kameraden löst große Trauer bei der Todtenweiser Feuerwehr aus.

    Aindling: Auch in Aindling herrscht Trauer: um eine Frau aus Aindling, die bei einem Bergunfall in der Schweiz ums Leben gekommen ist. Die 66-Jährige ist mit ihrem Ehemann im Alpstein-Gebirge im Schweizer Kanton Appenzell-Innerrhoden unterwegs. Dort verunglückt sie tödlich. Nach Angaben der Kantonspolizei stürzt sie bei einer Bergwanderung aus ungeklärten Gründen einen steilen Abhang hinunter und über die Felswand circa 80 Meter in die Tiefe. 

    Lederhosen-Protest: 50 Jahre nach der Gebietsreform wird das Geheimnis gelüftet

    Aichach-Friedberg: Seit 50 Jahren gibt es den Landkreis Aichach-Friedberg. Im Zuge der Gebietsreform werden die Landkreise Aichach und Friedberg zusammengelegt und das bis dahin oberbayerische Aichach wird über Nacht dem Regierungsbezirk Schwaben zugeschlagen. Das Jubiläum der Gebietsreform weckt bei vielen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Erinnerungen. Zum Beispiel daran, dass in der Nacht zum 1. Juli 1972 ein Unbekannter eine Lederhose samt Schmähgedicht an die Pforte des alten Landratsamtes in Aichach genagelt hat. Nach der Berichterstattung unserer Zeitung über 50 Jahre Gebietsreform wird das Geheimnis um den Lederhosen-Täter gelüftet. Karl Schedlbauer, heute 71 Jahre alt und wohnhaft im Bayerischen Wald, protestierte damals als junger Mann gegen die Einbürgerung ins Schwabenland.

    Karl Schedlbauer mit Lederhose – so eine nagelte er 1972 ans alte Landratsamt.
    Karl Schedlbauer mit Lederhose – so eine nagelte er 1972 ans alte Landratsamt. Foto: Sammlung Schedlbauer (Archivbild)

    Pöttmes: Bei bestem Wetter tritt der Markt Pöttmes eine Zeitreise an. Knapp 10.000 Besucherinnen und Besucher genießen im Herzen von Pöttmes ein dreitägiges Mittelalterfest. Die historischen Markttage hatte die Gemeinde wegen der Corona-Pandemie zweimal verschieben müssen. Nun fällt das Nachholfest um so schöner aus. Die Verantwortlichen ziehen im Anschluss daran eine positive Bilanz und loben die große Liebe zum Detail, die die beteiligten Vereine bewiesen hätten.

    Der Jubel ist groß in Pöttmes darüber, dass die historischen Markttage nach zweimaliger Verschiebung wieder stattfinden können.
    Der Jubel ist groß in Pöttmes darüber, dass die historischen Markttage nach zweimaliger Verschiebung wieder stattfinden können. Foto: Inge von Wenczowski (Archivbild)
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