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Pöttmes: Pöttmes reist mit dem Historischen Marktfest in der Zeit zurück

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Pöttmes reist mit dem Historischen Marktfest in der Zeit zurück

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    Mit dem Historischen Marktfest reist Pöttmes ab Freitag wieder in die Vergangenheit. Höhepunkt wird wieder der Festumzug sein, so wie 2017 (Bild).
    Mit dem Historischen Marktfest reist Pöttmes ab Freitag wieder in die Vergangenheit. Höhepunkt wird wieder der Festumzug sein, so wie 2017 (Bild). Foto: Erich Echter

    Egal, ob groß oder klein – die meisten Menschen haben gegenwärtig ein enormes Bedürfnis nach Gesellschaft und Feiern, nachdem sie so lange Zeit fast gänzlich darauf verzichten mussten. Auch das Historische Marktfest in Pöttmes fiel der Corona-Pandemie zum Opfer und musste zweimal verschoben werden. Jetzt ist es endlich wieder so weit: Von Freitag, 1. Juli, bis Sonntag, 3. Juli, reist die Marktgemeinde ins Mittelalter zurück. Es darf gefeiert werden.

    Viele altbekannte Attraktionen werden zu finden sein. Ein Novum ist in diesem Jahr allerdings der Veranstalter: Anstelle des Partnerschaftskomitees ist nun die Marktgemeinde Pöttmes unter Federführung der neuen Marktmeisterin Carmen Koller getreten. Diese musste sich zuerst einmal orientieren und einarbeiten.

    Die ersten Arbeiten und Vorbereitungen sind schon voll im Gange.
    Die ersten Arbeiten und Vorbereitungen sind schon voll im Gange. Foto: Inge von Wenczowski

    Dabei konnte Koller aber jederzeit auf die Hilfe und Unterstützung verschiedenster Vereinsmitglieder zählen. Vor allem Angela Mayer, jahrelang Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, war der Marktmeisterin eine große Hilfe. "Sie war praktisch meine Mentorin und immer für mich da", erzählte Koller. Zunächst sei ihr gar nicht bewusst gewesen, wie viel Arbeit in der Organisation eines solchen Festes steckt und was dabei alles zu beachten ist. "Außerdem bin ich da ziemlich perfektionistisch und nehme alles sehr genau", meinte Koller. Im Großen und Ganzen habe aber alles sehr gut geklappt und die Zusammenarbeit mit den Vereinen sei äußerst produktiv gewesen, fügte sie an.

    Einige altbekannte Gruppen gibt es in Pöttmes nicht mehr

    Es gab allerdings durchaus einige Hindernisse zu überwinden. So werden manche altbekannte Gruppen fehlen. Sie haben die Corona- Zeit nicht überstanden und sich schlichtweg aufgelöst, erzählt Koller. Außerdem musste der Lageplan des Öfteren umorganisiert werden. Einer der Höfe kann aktuell aus Sicherheitsgründen nicht belegt werden und so musste die Marktmeisterin einen neuen Standplatz für ein Lager finden. Und auch die allseits beliebte Bar der Königlich Privilegierten Feuerschützen ist wegen eines Gebäudeneubaus umgezogen und steht jetzt direkt vor dem Rathaus.

    Viele Einzelheiten waren zu bedenken, von der Toilette bis hin zu den Sicherheitsfragen musste alles akribisch durchdacht werden. Jetzt steht das Konzept aber auf sicheren Beinen und Carmen Koller, die Marktgemeinde und die beteiligten Vereine freuen sich auf Freitag. Um 18 Uhr wird das Fest eröffnet. Bis dahin werden viele fleißige Helfer den Marktplatz noch mittelalterlich dekorieren.

    Marktstände und Lager am Pöttmeser Marktplatz

    Den Besuchern und Besucherinnen wird einiges geboten. Etwa 60 Stände und Lager beherbergt der Marktplatz zum Fest. Neben vielerlei kulinarischen Schmankerln wie Rahmfladen, Kässpatzen und Crêpes gibt es natürlich auch süffiges Bier, Kräuterschnäpse und Ähnliches. Musikgruppen wie Arrabiata, Ohrenfreut oder De Schepperer sorgen für Unterhaltung. Einer der Höhepunkte dürfte das grandiose Feuerspektakulum von der Gruppe Shakti am Freitag- und Samstagabend sein. Aber auch sonst gibt es viel zu entdecken für die Gäste, sei es eine Korbmacherin, die Hexe Beltana oder das Lagerleben verschiedener Vereine.

    Viele Angebote für Familien und Kinder hält der Samstag bereit. Im Kinderhof können sich die kleinen Gäste eine fantasievolle Bemalung beim Kinderschminken gestalten lassen, die Volksschule Pöttmes führt ein Puppentheater auf, es wird Trommelkurse und ein Kinderbogenturnier geben. Kleine Ritter und Ritterinnen können sich dem Ritterschlag unterziehen und lernen, wie im Mittelalter gekocht wurde. Zudem warten vielerlei historische Spiele auf die kleinen Besucher und Besucherinnen.

    Selbst für das im Gemeinderat diskutierte Ritteressen hat sich eine für alle akzeptable Lösung gefunden: Der Gemeinderat hat Tische reserviert und speist und feiert gemeinsam mit anderen Bürgern und Bürgerinnen.

    Auf Nachhaltigkeit legt die Gemeinde ebenfalls großen Wert. Daher wurden beispielsweise wiederverwertbare Essens- und Getränkemarken auf Holz angeschafft, die auch bei weiteren Feierlichkeiten zum Einsatz kommen können.

    Höhepunkt in Pöttmes wird der Festumzug am Sonntag

    Der Höhepunkt des Marktfestes wird auch diesmal der Historische Festumzug am Sonntag ab 14 Uhr sein. 39 Gruppen sind daran beteiligt. Sie werden vom Schlossgarten ausgehend über die Aichacher Straße, Schrobenhausener Straße, Von-Gumppenberg-Straße über den Kirchplatz und Erdweg zum Marktplatz ziehen. Am Freitag und Samstag gibt es jeweils um 23.45 Uhr einen Fackelzug der Trommler und Marktwachen.

    Eröffnung des Marktfestes ist am Freitag um 18 Uhr. Am Samstag startet der Kinder- und Familientag um 14 Uhr. An diesen beiden Tagen endet das Fest jeweils um 24 Uhr. Der Sonntag beginnt bereits um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst und endet um 20 Uhr.

    Der Pflasterzoll für drei Tage beträgt für Bürgersleut sieben Euro, Gewandete zahlen nur fünf Euro. Kinder bis 1,20 Meter sind frei, über 1,20 Meter kostet der Eintritt drei Euro. Am Sonntag beträgt der Eintrittspreis vier Euro.

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