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Allmannshofen/Nordendorf
09.06.2024

Fast hätte das Hochwasser die Allmannshofer Kläranlage zerstört

Die Allmannshofer Kläranlage von oben.
Foto: Marcus Merk

Die Kläranlage, die Allmannshofen, Ehingen, Westendorf und Nordendorf versorgt, stand nach dem schweren Hochwasser kurz vor der Havarie.

Am Samstagmittag gab Markus Stettberger, der Vorsitzende des Abwasserzweckverbands (AZV) Donnsberggruppe, vorsichtig Entwarnung: Es gebe aktuell keinen Heizöleintrag mehr bei der Kläranlage. Das entspanne die Lage für gleich mehrere Lechtalgemeinden. Ende vergangener Woche stand nämlich die Anlage, in die Gemeinden Allmannshofen, Ehingen, Westendorf und Nordendorf ihr Abwasser schicken, kurz vor der Havarie.

Das Hochwasser hatte Öl in die Kläranlage geschwemmt

Ende vergangener Woche wurde ein immens großer Öleintrag an der Kläranlage festgestellt. 1.500 Liter Heizöl mussten im Fettfang der Kläranlage abgeschöpft werden. Die Folge: Spezialeinheiten rückten an, das technische Hilfswerk (THW) und die Bundeswehr waren vor Ort. Die Anlage musste im Vollkontibetrieb mit einer speziellen Skimmeranlage betrieben werden. 

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Überschwemmungen und Starkregen: Bilder aus der Region
Foto: Bernhard Weizenegger

Der Inbetriebnahme dieser Spezialeinheit bedeutete für das Kläranlagenpersonal auch: Die Anlage musste rund um die Uhr bewacht werden – und zwar von Fachkräften. Das Umkippen der Biologie, was zur Funktionslosigkeit der Kläranlage geführt hätte, wurde als Worst-Case-Szenario skizziert, an dem der AZV nun haarscharf vorbeigeschrammt ist.

Worum der Bürgermeister von Allmannshofen die Menschen jetzt bittet

Stettberger, der nicht nur mit der Funktionsfähigkeit der Kläranlage zu kämpfen hatte, sondern der als Bürgermeister der Gemeinde Allmannshofen auch zusehen musste, wie ein selbsterrichteter Damm brach und Teile der Gemeinde förmlich geflutet wurden, gibt auf Rückfrage nur vorsichtig Entwarnung: Nur wenn sich die Bevölkerung weiterhin daran hält, kein Heizöl in die Kanalisation zu bringen – was im Übrigen unabhängig von der Katastrophenlage einen Straftatbestand darstelle – sieht es aktuell gut an der Kläranlage in Allmannshofen aus. 

Die Skimmeranlage, die errichtet wurde, um die Havarie zu verhindern, hat die Aufgabe, Öl von Wasser zu trennen. Das hat in Allmannshofen gut funktioniert.
Foto: Steffi Brand

„Ohne den raschen Einsatz interner und externer Kräfte hätte die Havarie vermutlich nicht verhindert werden können“, erklärt Stettberger auf Nachfrage und berichtet davon, dass aktuell alle vier bis sechs Stunden eine Sichtprüfung an der Anlage unternommen werde. Zudem ist eine Kamera auf die Anlage gerichtet, sodass schnell überprüft werden könne, ob wieder Heizöl in der Kläranlage landet. So viel zum Heizöl-Problem, mit dem die Kläranlage direkt nach den Abwasser-Massen zu kämpfen hatte. 

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Der Klärschlamm wird in Meitingen zwischengelagert

Bezüglich der Klärschlammentsorgung sei der AZV bereits im Gespräch mit den Kollegen aus Meitingen, berichtet der AZV-Vorsitzende und erklärt, dass der Schlamm aus dem Belebungsbecken vorsorglich in Meitingen zwischengelagert und eben dort beprobt werden soll. 

Dicke Ölschwaden kamen Ende vergangener Woche in der Kläranlage in Allmannshofen auf. Das hätte beinahe die Biologie der Anlage zerstört.
Foto: Steffi Brand

Erst wenn klar ist, welche Qualität der Schlamm hat, wird entschieden, wie der AZV diesen entsorgen kann, wobei gilt: Teuer wird’s, wenn der Klärschlamm verbrannt werden muss, günstiger wäre eine Ausbringung auf den Feldern. Auch für das Worst-Case-Szenario – wenn die Biologie der Allmannshofener Anlage umgekippt wäre – hatte man bereits eine Idee mit den Kollegen der Meitinger Kläranlage entwickelt. Diese hätten sogenannten „Impfschlamm“ zur Verfügung gestellt, um die Biologie wiederherzustellen. 

Seit der Hochwasserkatastrophe ist eine Pumpe des Klärwerks defekt

Die Entscheidung, Hilfe anzufordern und den Betrieb der Kläranlage aufrechtzuerhalten, war auch eine Entscheidung gegen die Abschaltung eines Pumpwerks, erklärt Stettberger. Das wiederum hätte nämlich bedeutet, dass sich die Abwassersituation für die Nordendorfer und die Westendorfer Bürgerinnen und Bürger erheblich verschlechtert hätte. 

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Nach wie vor hält Stettberger die Bitte an die Bevölkerung aufrecht, möglichst wenig Abwasser zu produzieren. Mittelfristig betrachtet müsse der AZV eine Pumpe tauschen, die seit der Hochwasserkatastrophe defekt ist. Auch die Elektronik müsse an einem Pumpwerk erneuert werden. Wenn möglich, werde diese Elektronik vorsorglich höher gesetzt, um für eine nächste Hochwasserlage gewappnet zu sein, berichtet Stettberger auf Rückfrage.

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Die Nordendorfer Bürgerinnen und Bürger finden im örtlichen WhatsApp-Kanal diese Information von Bürgermeister Tobias Kunz: Nur Wasser darf eigenständig abgepumpt werden. Heizöl müsse abgetragen bzw. von Spezialfirmen abgepumpt werden. Wasser aus dem Keller sollte nach Möglichkeit in den eigenen Garten oder in den Regenwassergulli auf der Straße gepumpt werden. Das abgepumpte Wasser aus den Kellern dürfe nicht in die Kanalisation – und zwar weder in den Freispiegelkanal noch ins Vakuumsystem. Eben dieses funktioniere nach wie vor nicht problemlos, da weiterhin nicht alle Pumpen wieder funktionsfähig sind und weil Schäden in Ventilen und Leitungen vermutet werden. 

Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, möglichst wenig Abwasser zu produzieren

„Das Vakuum kann nicht gehalten werden“, beschrieb Bürgermeister Kunz die Lage am Freitagnachmittag. Die speziellen Saugwagen, die Rückstauschächte auspumpten, seien zwar am Freitag abgerückt, sollen aber ab Montag wieder ihren Dienst im Ort aufnehmen. Über das Wochenende hinweg behalf sich die Gemeinde damit, täglich einmal jeden Vakuumstrang samt Leitungen und Rückstauschächten auszupumpen. Dafür baute Kunz auf den Abwasser-Spar-Willen der Bevölkerung und erinnerte an die Kapazität der eigenen Rückstauschächte, über deren Fassungsvermögen jede Bürgerin und jeder Bürger selbst Bescheid wissen müsse.

Video: augsburg.tv
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