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Augsburg
09.11.2023

Urteil wegen Mordversuchs auf B17 aufgehoben: Neuer Prozess startet

Es grenzte an ein Wunder, dass aus diesem Wrack jemand lebend herauskam, sagten damals Einsatzkräfte. Das Fahrzeug war auf der B17 bei Augsburg gegen einen Baum gekracht.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg (Archiv)

Ein 49-Jähriger hat nach Ansicht des Landgerichts bewusst versucht, seine Frau bei einem Unfall auf der B17 bei Augsburg zu töten. Nun wird der Prozess teils neu aufgerollt.

Ein schwerer Verkehrsunfall, der sich später als Mordversuch herausstellte, kommt in Augsburg erneut vor Gericht. Vor der 1. Strafkammer sitzt ab Mittwoch ein Mann auf der Anklagebank, der im März vor zwei Jahren auf der zweispurigen B17 unweit des Fußballstadions mit hoher Geschwindigkeit absichtlich gegen einen Baum neben der Fahrbahn gefahren sein soll. Beim Aufprall wurde seine Frau auf dem Beifahrersitz lebensgefährlich verletzt. Der 49-Jährige kam mit leichteren Verletzungen davon.

Ein Jahr nach dem Unfall wurde der Fahrer, der wie seine Ehefrau beim Versandriesen Amazon gearbeitet hat, zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, wegen versuchten Mordes. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil allerdings aufgrund einer eingelegten Revision der Staatsanwaltschaft teilweise aufgehoben. Die Karlsruher Richter bemängelten, dass die zunächst zuständige 8. Strafkammer den Angeklagten nur wegen gefährlicher, nicht aber wegen schwerer Körperverletzung verurteilt hat. Die Ehefrau hatte im Prozess im Rollstuhl ausgesagt. Sie ist heute zu 80 Prozent schwerbehindert

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