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Augsburg

19.12.2017

Sexueller Missbrauch: Linus Förster akzeptiert Urteil

Einst führte er die SPD in Schwaben an. Am 29. September wurde er wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt: Linus Förster.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

Er hat zwei schlafende Frauen missbraucht, heimlich Sex-Filme gedreht und Kinderpornos besessen: Jetzt hat der Ex-Chef der schwäbischen SPD, Linus Förster, seine Strafe akzeptiert.

Der wegen schweren sexuellen Missbrauchs von zwei wehrlosen Frauen verurteilte ehemalige Landtagsabgeordnete Linus Förster hat seine Strafe akzeptiert. Wie das Landgericht Augsburg am Dienstagnachmittag mitteilte, hat der 52-Jährige die eingelegte Revision gegen das Urteil zurückgenommen, was die Staatsanwaltschaft zu demselben Schritt bewogen habe. Damit ist das Urteil gegen Förster rechtskräftig.

Der frühere Chef der schwäbischen SPD war am 29. September zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Die Jugendschutzkammer hatte Förster wegen sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen, heimlicher Sex-Aufnahmen und wegen Kinderporno-Besitzes schuldig gesprochen. Der frühere Politiker hatte zugegeben, sich an zwei Frauen vergangen zu haben. Von zwei Freundinnen und einer Prostituierten hatte er zudem heimlich Sex-Videoaufnahmen gemacht. Auf seinen Computerspeichern wurden von den Kripo-Ermittlern neben zahlreichen anderen pornografischen Bildern und Videos auch Kinderpornos entdeckt.

Förster war wegen der Vorwürfe seit Ende 2016 in Untersuchungshaft. Als die Affäre um illegale Sex-Aufnahmen bekannt wurde und sich ausweitete, legte Förster sein Landtagsmandat nieder und trat aus der SPD aus. Er saß seit 2003 als Augsburger Abgeordneter im Maximilianeum. (bmi/dpa)

GEORG SCHMID (CSU) wurde im Zuge der Verwandtenaffäre 2015 zu einer Bewährungsstrafe plus Geldauflage verurteilt. Der Ex-Spitzenpolitiker aus Donauwörth hatte seine Frau als Scheinselbständige beschäftigt. Er ist kein Mitglied des Landtages mehr.
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