Mit großer Freude dürften einige Surfer in München am Freitag in das lange Osterwochenende gestartet – oder besser: gesprungen – sein. Denn die seit Monaten verschwundene Welle ist am Karfreitag wieder aufgetaucht. Fraglich ist allerdings, ob diese vorösterliche Auferstehung eine dauerhafte Rückkehr bedeutet. Denn noch sind einige Umstände der Rückkehr unklar, und Grund zur Hoffnung hatte es bei den Surfern in der Landeshauptstadt in den vergangenen Monaten bereits einige Male gegeben.
Wiederbelebung der Eisbachwelle am Karfreitag: Was steckt dahinter?
So waren einige Versuche seitens der Stadt, die nach der Bachauskehr im Herbst verschwundene Welle wiederzubeleben, trotz aller Ankündigungen seitens der wahlkämpfenden Politik erfolglos geblieben. Dasselbe gilt für die Bemühungen der Sportler, an der Stadt vorbei für Tatsachen zu sorgen. Nicht nur einmal ließen die Behörden illegal eingebaute Materialien wieder entfernen. Sollten ähnliche Aktionen hinter der neuesten Belebung der Welle schicken, droht ihr dieses Schicksal wohl erneut.
Während das in der Vergangenheit mutmaßlich für Enttäuschung bei den Verantwortlichen gesorgt haben muss, zielt die öffentliche Kritik aus Teilen der Surf-Szene an der Stadt vor allem auf die aus Sicht der Surfer zu langsame Bearbeitungsgeschwindigkeit ab. So sorgte nicht nur das verhängte Surf-Verbot für großes Unverständnis, sondern beispielsweise auch, dass die Stadt einen im März geplanten Wiederbelebungsversuch wegen im Bach verfangener Äste absagte.
Surfer appellieren an Münchens künftigen Oberbürgermeister Dominik Krause
Die aktuellste offizielle Ankündigung aus der Politik sieht eine Reaktivierung bis zum Start der Sommerferien vor. Geäußert hatte diesen Plan Münchens designierter Oberbürgermeister Dominik Krause. Dass sie auf Tempo hoffen, haben die Surfer auch an Krause gerichtet schon klargemacht. Wie die SZ berichtete, wurde an der Brücke, von der die Surf-Show beobachtet werden kann, ein Wahlplakat Krauses neben einem Surfbrett platziert und beides per Schloss gesichert. Auf dem Plakat bedankt sich Krause bei den Wählern, hinzugefügt wurden die Worte „Gern“ und „jetzt sie“. Es dürfte auch den Schaulustigen am Karfreitag aufgefallen sein. (mit dpa)
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