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Coronavirus

04.06.2020

Das Corona-Update vom 4. Juni

Jeden Abend um 20 Uhr erhalten Sie von uns kuratierte Artikel zum Coronavirus.
Bild: AZ-Grafik

Jeden Tag laufen unzählige Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig war – mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

130.000.000.000 Euro - oder leichter zu lesen: 130 Milliarden Euro - umfasst das Konjunkturpaket, das die große Koalition nach langem Ringen in der vergangenen Nacht auf den Weg gebracht hat. Profitieren sollen Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen. Um die Wirtschaft anzukurbeln, wird zeitweise die Mehrwertsteuer gesenkt, Kommunen bekommen eine Entschädigung für wegfallende Gewerbesteuereinnahmen und Familien erhalten pro Kind einen einmaligen Bonus von 300 Euro. Was das Paket sonst noch zu bieten hat, lesen Sie hier.

Die Ausmaße des Konjunkturpakets sind beispiellos - kein Wunder, dass bei diesen Summen Kritik nicht ausbleibt. Dass die Wirtschaft aktuell staatliche Hilfen braucht, darüber herrscht weitestgehend Einigkeit. Darüber, ob die Milliarden zielgerichtet eingesetzt wurden und ob auch wirklich diejenigen vom Konjunkturpaket profitieren, die das Geld dringend brauchen, darüber hat sich unser Berlin-Korrespondent Bernhard Junginger in seinem Kommentar Gedanken gemacht.

Bisher oft vergessen und ungerecht behandelt fühlen sich die vielen Kulturschaffenden in Bayern. Obwohl die Branche seit Beginn der Corona-Krise von den Schließungen betroffen ist, konnten viele Künstler erst Ende Mai staatliche Hilfen beantragen. Und auch jetzt ist noch vieles unklar. Ab 15. Juni dürfen zwar wieder Theateraufführungen und Konzerte stattfinden, allerdings dürfen pro Saal nur maximal 50 Gäste anwesend sein. So kann es mitunter passieren, dass - wie etwa bei den Augsburger Philharmonikern - mehr Musiker auf der Bühne als Zuhörer im Kongress am Park sitzen - dazu kommen die Unklarheiten für den Probenbetrieb. Das Forum Musik Festivals hat sich nun mit einem Brandbrief an das Bayerische Kabinett gewandt. Ob die Kultur nun auch bald mit einem schlüssigen Konzept rechnen kann, wie es sie für Sport, Gastronomie und Handel bereits gibt?

 

Die Gastronomie in Bayern darf mittlerweile wieder öffnen, Bars und Discos ausgenommen. Doch die Krise überwunden haben auch die Restaurants und Biergärten noch lange nicht. Was halten Café- und Restaurantbesucher von den Hygienemaßnahmen? Und wie geht es Servicekräften, Köchen und Wirten mit den Beschränkungen und zusätzlichen Aufgaben? In unserem Podcast "Augsburg, meine Stadt" gibt der Augsburger Torsten Petersen, Geschäftsführer von Enchilada-Franchise, Einblicke in den Gastro-Alltag in Zeiten von Corona.

Weitere wichtige Corona-Nachrichten des Tages

  • Die Kinder sind rund um die Uhr zu Hause, dürfen keine Freunde treffen und brauchen Hilfe beim Home-Schooling? Das war und ist für die meisten Familien in Bayern seit Beginn der Corona-Krise Alltag. Eine forsa-Umfrage hat ergeben: Vor allem Väter fühlen sich jetzt gestresster von der Kindererziehung als vorher. Wie es den Müttern geht und was das traditionelle Familienbild mit den Ergebnissen der Umfrage zu tun hat, erfahren Sie hier.

  • Hat die Corona-Krise auch gute Seiten? Aufhorchen lässt zumindest diese Vermutung: Es könnte sein, dass sich durch die Corona-Hygienemaßnahmen auch andere meldepflichtige Krankheiten wie Influenza oder Norovirus weniger stark verbreiten als sonst. Die Meinungen dazu gehen unter Medizinern allerdings auseinander. Hier können Sie nachlesen, was die Experten darüber denken.
     
  • Mit dem Badewetter ist es bis Mitte nächster Woche erst einmal vorbei, doch dann kann er endlich kommen: der erste Freibad-Besuch des Jahres. Ab Montag dürfen die Freibäder in Bayern öffnen, doch auch hier gibt es strenge Auflagen. Die meisten Bäder setzen in diesem Jahr auf eine Online-Reservierung, nur wer seinen Platz gebucht hat, kann dann an der Kasse auch eine Karte kaufen. Und im Wasser und auf der Liegewiese gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. Unbeschwerter Freizeitspaß? Ansichtssache. Aber immerhin: Vielleicht bleiben einem überfüllte Becken und ratschende Gruppen im Schwimmerbecken ja in diesem Jahr erspart. Welche Regeln für die Freibäder gelten, erfahren Sie hier.
     
  • Wem es zum Schwimmen noch zu kalt ist, dem sei ein Besuch im Augsburger Zoo ans Herz gelegt. Doch das ist aktuell gar nicht so einfach, denn die Karten für den Tierpark sind heiß begehrt und mitunter schnell ausverkauft. Wir haben bei Zoo-Direktorin Barbara Jantschke nachgefragt, wie man am besten an Tickets kommt.
     

Die Zahlen: Derzeit gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 182.764 Fälle, das sind 394 mehr als am Vortag. In Bayern haben sich aktuell 47.209 Menschen mit dem Virus infiziert, das sind 71 mehr als am Vortag. Insgesamt sind in Bayern in den vergangenen sieben Tagen 386 Fälle registriert worden. Alle bestätigten Fälle in der Region finden Sie in diesem Artikel.

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