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Zu viele Medikamente fehlen: Spahn musste handeln

Zu viele Medikamente fehlen: Spahn musste handeln
Kommentar Von Christina Heller
15.11.2019

180 Medikamente listen Apotheker auf. Sie sind schwer zu bekommen. Ein Problem, das viele Patienten belastet und das die Politik lange ignoriert hat.

Machen wir doch mal ein kleines Gedankenexperiment. Stellen Sie sich vor, Sie sind 80, gehen jedes halbe Jahr zum Doktor, um sich ein neues Rezept für Blutdruckmedikamente abzuholen. Die nehmen Sie dann. Jeden Morgen eine Tablette. Doch auf einmal gibt es die Tabletten nicht mehr. Statt einer müssen sie jetzt morgens immer zwei nehmen, die sehen aber anders aus. Und auch die Packung reicht nicht mehr ein halbes Jahr. Ziemlich verwirrend, oder? Aber leider ist genau das seit einer Weile Alltag für viele Patienten.

Seit Jahren fehlen immer mehr Medikamente - und die Politik hat nichts gemacht

Denn viele Medikamente – Blutdruckmittel, Magensäurehemmer, Schmerzmittel, Schilddrüsen- und Krebsmedikamente – sind in Deutschland nicht mehr oder nur schwer zu bekommen. Das Problem hat sich über Jahre abgezeichnet. Es wurde immer dramatischer. Die Politik aber hat nur zugeschaut. Auch weil Patienten bisher noch nicht wirklich unter den Engpässen gelitten haben. Den Apothekern ist es immer irgendwie gelungen, die Engpässe zu umgehen. Auf absehbare Zeit hätte das nicht mehr geklappt, weil die Situation sich immer weiter zugespitzt hat.

Gut also, dass Spahn das Thema auf der Agenda hat. Gut, dass er versucht, es an vielen Stellen zu bekämpfen. Jetzt muss er nur noch konsequent in der Umsetzung sein.

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Lesen Sie dazu auch: Fünf-Punkte-Plan: Das will Jens Spahn gegen fehlende Medikamente tun

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18.11.2019

Manipulation, nichts als Manipulation zu Lasten der "Verbraucher" - und alles mit Wissen und Deckung durch die Politik, die auch noch scheinheilig mitjammert! Die Gier nach Profit kennt weder Grenzen noch Ethik, mit kranken Menschen ist am meisten und besten verdient. Man darf in diesem Land beliebig schalten und walten.

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16.11.2019

"Seit Jahren fehlen immer mehr Medikamente - und die Politik hat nichts gemacht"

Man lernt ja nie aus - dass die deutsche Pharmaindustrie verstaatlicht ist, wird für die allermeisten Mitbürger neu sein . . .

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