Newsticker

Söder will erlaubte Besucherzahlen für Kunst und Kultur verdoppeln
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Corona-Lockdown in NRW: Es war keine Lockerungsorgie

Corona-Lockdown in NRW: Es war keine Lockerungsorgie

Corona-Lockdown in NRW: Es war keine Lockerungsorgie
Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
24.06.2020

NRW-Ministerpräsident Laschet muss sich nach dem Fall Tönnies Häme anhören. Dabei kam es nicht wegen der Lockerungen zum Lockdown rund um Gütersloh.

Allmählich müsste jeder Witz durch sein, den man über Gütersloh im Allgemeinen und Armin Laschet im Speziellen reißen kann. Der große Öffner müsse nun abriegeln, heißt es höhnisch, auch aus seiner eigenen Partei. Da sehe man, was Laschet habe, von seinen steten Rufen nach Corona-Lockerungen.

Lockdown: Nicht Lockerungen in NRW sind das Problem, sondern Tönnies

Die Pointe ist aber flau: Teile von NRW müssen ja nicht abgesperrt werden, weil dessen Bewohner in Lockerungsorgien verfallen sind. Die Infektionszahlen waren auch dort klar rückläufig. Sie sind nötig, weil ein Fleischkonzern, vor dessen Praktiken wir alle seit Jahren die Augen verschließen, das Virus aus Profitgier einzupreisen versuchte.

 

Es liegt gerade nahe, jeden Schritt parteipolitisch zu wägen, vor allem beim erklärten Kanzlerkandidaten Laschet. Doch die Debatte, wann wie gelockert werden kann, bleibt richtig, schon aus wirtschaftlicher Sicht. Corona-Lockerungen sind aber viel komplexer als Corona-Abriegelungen. Ein Wettstreit, in dem Bundesländer sich argwöhnisch gegenseitig bewerten, bringt niemandem etwas: Corona schaffen wir nur gemeinsam. Oder wollen wir zuerst Häme hören, wenn bei uns ein Rückschlag kommt?

 

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

25.06.2020

Ich frage mich, was der vermeintliche Corona-Zickzackkurs damit zu tun hat, dass erst ein Virus kommen musste, um einen Missstand ans Licht zu bringen, derschon lange schwelt, aber immer weggedrückt wurde? Moderne Sklavenarbeit nenne ich es, wenn Leute ins Land geholt werden und dank dubioser Werkswerträge unter Bedingungen wohnen und arbeiten, die schlicht nicht menschlich sind. Da gibt es nämlich keinen Zickzackkurs, da wird streng Kurs gehalten, damit jeder sein günstiges Schnitzel auf dem Teller hat. Corona sei dank, muss man fast sagen, weil das Virus entlarvt, wovor man so lange die Augen verschlossen hat. Nicht nur in den Schlachthöfen.

Permalink
24.06.2020

Der Zick-Zack-Kurs der seit Monaten in ganz Deutschland von hochbezahlten Politikern gefahren wird, zeigt doch, daß sie kein Konzept haben. Alle 5 Minuten was anderes anstatt kurz aber konsequent ohne nicht lebensnotwendige Ausnahmen. Was nützten Mini-Lockerungen wenn sie beim kleinsten Gegenwind zurückgefahren werden. Die Politiker haben anscheinend ein großes Vergnügen daran.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren