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Corona-Pandemie
11.03.2021

Ministerin Giffey warnt vor Aufweichung der Impf-Prioritätenliste

Seniorenministerin Franziska Giffey (SPD) befürchtet eine Aufweichung der Impfreihenfolge auf Kosten Älterer
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Exklusiv Seniorenministerin Franziska Giffey spricht sich gegen eine Änderung der Impfprioritätenliste aus. Diese drohe auf Kosten älterer Menschen und Risikogruppen zu gehen.

Bundesfamilien- und Seniorenministerin Franziska Giffey warnt vor einer Aufweichung der Prioritätenlisten für die Corona-Impfungen zu Lasten von älteren Menschen und anderen Risikogruppen. "Es ist richtig, sich zunächst auf die besonders gefährdeten Gruppen zu konzentrieren, dazu zählen ganz besonders auch ältere Menschen", sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. "Ältere Menschen müssen bei der Impfung ganz besonders im Blick bleiben, weil sie die am stärksten gefährdete Gruppe sind – so sieht es auch die Impfverordnung vor", betonte Giffey.

Giffey: Schnelle Impfungen in Pflegeheimen sind ein Erfolg

Die Priorisierung habe sich nach Ansicht der SPD-Ministerin bereits jetzt bewährt: "Die schnelle Impfung in den Pflegeeinrichtungen zeigt Wirkung. Stand heute haben über 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Einrichtungen die erste Impfung erhalten, was die Situation enorm verbessert hat." Die Impf-Fortschritte in den Einrichtungen öffneten sehr konkrete Perspektiven auf ein Stück Normalität durch mehr Kontakte und Besuche.

Familienministerin appelliert an Impfbereitschaft älterer Menschen

"Dass der Impfstoff von AstraZeneca nun auch für über 65-Jährige freigegeben werden soll, bringt noch mehr Dynamik in den Impfprozess", betont Giffey. "Ich kann alle älteren Menschen nur ermutigen: Machen Sie Gebrauch von dieser Möglichkeit, sich gegen die Infektion mit dem Coronavirus und vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen", appellierte die Seniorenministerin an die Bevölkerung.

Zuvor hatten mehrere Ärztevertreter gefordert, die Praxen sollten bei Beteiligung an den Massenimpfungen selbst über die Impfreihenfolge entscheiden dürfen, da sie am besten über ihre Patienten Bescheid wüssten.

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