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Dramatische Inflation
11.05.2022

Steigende Lebensmittelpreise: Bahnt sich einschneidende Maßnahme an?

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Höhere Kosten für Lebensmittel in Deutschland stellt für viele Menschen ein Problem dar. Aus Reihen der SPD kommt der Vorschlag zu einem weiteren Entlastungspaket.

Die Folgen des Ukraine-Konflikts trifft deutsche Bürger massiv. Durch die gestiegenen Preise auf dem Energiesektor sind auch viele Lebensmittelkosten markant angestiegen. Ein Ende der Inflation ist momentan nicht in Sicht. Werden die Beträge für Produkte des täglichen Gebrauchs irgendwann wieder sinken? Das scheint utopisch.

Lebensmittelpreise: Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel bald weg?

Aus dem Lager der SPD kommt nun jedoch ein Vorschlag, den viele Menschen hierzulande befürworten dürften: "Zur Entlastung brauchen wir eine dauerhafte Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel und einen Energiekostenzuschuss, der tatsächlich auch bei allen Menschen ankommt", erklärt Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal gegenüber der dpa.

Von dem weiteren Entlastungspaket könnten vor allem junge Menschen sowie Rentner profitieren, führt die Vorsitzende des Jugendverbandes der Sozialdemokraten aus. Bereits vor der Eskalation des Ukraine-Konflikts erlebte Deutschland massive Teuerungen, nach dem russischen Einmarsch im Nachbarland hat sich die Lage weiter verschlimmert. Besonders die von der Bundesregierung mitgetragenen Sanktionen gegen das Land von Wladimir Putin wirken sich spürbar auf die Finanzen der Bevölkerung aus.

Rosenthal fordert angesichts der gestiegenen Preise im Lebensmittelsektor ein weiteres Entlastungspaket, das speziell auf Grundnahrungsmittel abzielt. "Viele Menschen mussten in den letzten Monaten schauen, ob sie sich das Heizen leisten können. Die gleichen Menschen fragen sich jetzt, ob das Geld noch fürs Essen reicht", so die 29-Jährige. Von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gab es vergangene Woche einen entgegengesetzten Vorschlag, auch er betrifft die Mehrwertsteuer:

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Inflation in Deutschland: "Viele müssen jeden Euro zweimal umdrehen

Bis jetzt hat die Bundesregierung Maßnahmen als Ausgleich für die drastisch gestiegenen Energiekosten beschlossen. Dazu zählen die vorübergehende Senkung der Energiesteuern auf Kraftstoffe sowie das 9-Euro-Ticket für den Nah- und Regionalverkehr. Nichtsdestotrotz sind die Spritpreise in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau.

Längst habe der Krieg in der Ukraine nun auch die Supermärkte erreicht, betont Rosenthal. "Die Preise vieler Grundnahrungsmittel wie Brot, Butter, Obst und Gemüse steigen massiv und sorgen dafür, dass viele junge und alte Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen." Die SPD-Politikerin schickte zudem Grüße an den Koalitionspartner, die Freien Liberalen: "Die FDP verweigert sich ihrer Verantwortung, wenn sie diese Notwendigkeit nicht sieht." Die Jungsozialisten stellen rund ein Viertel der SPD-Abgeordneten im deutschen Bundestag. (WAH mit dpa)

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