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  3. Pro und Contra: Soll es ein verpflichtendes Dienstjahr geben?

Pro und Contra
14.01.2024

Soll es ein verpflichtendes Dienstjahr geben?

Würde man die Aufhebung der Wehrpflicht aussetzen, lösten sich nicht alle Nachwuchssorgen der Bundeswehr in Luft auf.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Ein Jahr lang etwas für die Gemeinschaft tun. Das klingt sinnvoll. Doch sollte es ein verpflichtendes Dienstjahr geben? Unsere Autoren sind unterschiedlicher Meinung.

Pro: Ein verpflichtendes Jahr hilft diesem Land

Fragt nicht, hat John F. Kennedy in seiner berühmten Amtsantrittsrede gerufen, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt. Die Antwort lautet nicht erst seit der Zeitenwende: Eine ganze Menge, um nicht zu schreiben: Mehr denn je.

Richtig ist: Würde man die Aussetzung der Wehrpflicht aufheben, lösten sich nicht alle Nachwuchssorgen der Bundeswehr in Luft auf. Richtig ist auch: Wenn künftig jedes Jahr eine Alterskohorte Zivildienstleistender den Pflegeheimen und Kindergärten zur Verfügung stünde, wären Pflege- und Kitanotstand noch nicht behoben. Helfen würde es aber schon. Und zwar nicht nur, weil dringend benötigtes Personal für das Altenheim künftig seltener mühsam im Ausland abgeworben werden müsste. Oder weil – wenn alle gemustert würden – sich doch ein paar mehr für den Wehrdienst entscheiden als bisher.

Ein verpflichtendes Jahr hilft diesem Land darüber hinaus. Denn wenn seine jungen Bürgerinnen und seine jungen Bürger sich einmal für gewisse Zeit in den Dienst ihres Staates stellen, ihre eigenen Interessen für das Gemeinwesen beschränken, kann dies – im Idealfall – das eigene Verantwortungsbewusstsein für das große Ganze schärfen. 

Es bringt zudem Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Regionen zusammen. Es wird niemand bestreiten, dass es in einer Demokratie wie der unseren hilft, eine andere Perspektive einzunehmen. Denn der gesellschaftliche Zusammenhalt fasert zunehmend aus.

Klingt das zu staatstragend? Dann so: Ich habe meinen Zivildienst damals in einer Einrichtung für sprachlich benachteiligte Kinder geleistet. Gelernt habe ich in diesen dreizehn Monaten, dass eine soziale Laufbahn sehr früh beginnt. Dass Vieles, was mir an gesellschaftlichen Chancen bis dahin selbstverständlich erschien, genau das eben nicht ist. Ich bin aus meiner wohlbehüteten Blase herausgekommen. Freiwillig hätte ich das damals, so ehrlich muss man sein, nicht gemacht. (Stefan Küpper)

Lesen Sie dazu auch

Contra: Ein Pflichtjahr ist nichts anderes als erzwungene Arbeit

Zwang ist immer nur die zweitbeste Lösung. Weder hat die Wehrpflicht die Personalprobleme der Bundeswehr gelöst noch kann ein soziales Pflichtjahr die Lücken schließen, die jahrzehntelange Versäumnisse in Kliniken, Alten- oder Pflegeheimen gerissen haben. Die Idee, junge Menschen zum Dienst an der Gesellschaft zu verpflichten, sieht zwar auf den ersten Blick faszinierend sinnstiftend aus. Tatsächlich jedoch kaschieren ihre Anhänger, allen voran der Bundespräsident, damit nur den eigentlichen Zweck der Operation. Ein Pflichtjahr ist nichts anderes als erzwungene Arbeit – und eine schlecht bezahlte obendrein.

Viele junge Menschen sind bereit, sich zu engagieren, und für begrenzte Zeit in einer sozialen Einrichtung, im Naturschutz oder einem Kindergarten zu arbeiten. Dieses Reservoir zu erschließen, etwa durch eine vernünftige Aufwandsentschädigung oder die Anrechnung solcher Dienste als Beitragszeiten für die Rente, sollte die vornehmste Aufgabe der Politik sein. Was nutzt einem Pflegeheim ein missgelaunter 19-Jähriger, der dort seine Zeit absitzt und jeden Tag nur darauf wartet, dass es Feierabend wird? Wer sich dagegen aus freien Stücken für ein soziales Jahr oder die Bundeswehr entscheidet, kommt motiviert und bleibt im Idealfall sogar, weil er (oder sie) diese Arbeit als erfüllend und bereichernd empfindet.

Jeder habe das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, heißt es im Grundgesetz. Ein Pflichtjahr konterkariert dies nicht nur – es hat auch etwas Anmaßendes, wenn ein Staat glaubt, Gemeinsinn per Gesetz verordnen zu müssen. Bei der Wehrpflicht ließ sich das zu Zeiten des Kalten Krieges noch begründen. Mit dem Zivildienst aber hat die Politik viele Probleme, die sie heute beklagt, erst geschaffen. Indem sie soziale Einrichtungen mit billigen Arbeitskräften geflutet hat, hat sie buchstäblich die Preise verdorben. Fachkräfte aber gewinnt man nur mit einer besseren Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen. (Rudi Wais)

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.01.2024

Wenn - dann: Wenn Pflichtjahr, dann für ALLE, die noch kein Pflichtjahr geleistet haben, egal ob Zivi oder Bundeswehr. Gilt dann auch für Frauen und Geflüchtete. Berufstätige müssen dann am Wochenende ran.

14.01.2024

ok, und wer bezahlt das Alles?

14.01.2024

"ok, und wer bezahlt das Alles?"

Keine sorge, das muss keiner bezahlen, kommt aus der Staatskasse. Lol.

14.01.2024

Zu Andreas B. :

Da denke ich an den Artikel :

„Es werden oft die Falschen abgeschoben“ - 09.01.-

einschließlich Kommentaren

15.01.2024

Günter S.

Und ich musste gerade an Humpty Dumpty denken. :)

14.01.2024

Am besten schon in der Schule militärisch die Jungen und Mädchen militärisch ausbilden und vorbereiten, wie das bereits in anderen Ländern der Fall ist. Danach verpflichtende Dienstjahre oder Zivil- und Arbeitsdienst. Der Kreis schlisst sich, nur die Sichtweise ist eine andere. Ave, Olaf.

14.01.2024

Militärisch ausbilden? Ja, um Gotteswillen! Meinen Sie das ernst?
Wie in Diktaturen und diversen Bürgerkriegsländern wo auch Kindersoldaten eingesetzt werden?

Ich habe nichts gegen ein freiwilliges soziales Jahr, das es ja schon gibt. Und ein Fach für "soziale Kompetenz". Das würde eher Kriege verhindern.

14.01.2024

@ANNETTE S Militärische Ausbildung in der Schule machen die USA, England, Australien und Israel etc.

14.01.2024

Und die Lemminge springen von der Klippe. Muss man nicht alles nachmachen.

14.01.2024

Am besten für alle, egal welches Geschlecht, und welchen Alters, sofern man nicht schon gedient hat. Könnte man bei den Älteren auch am Wochenende ableisten. Lol