Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Ukrainische Behörden: Probleme mit der Stromversorgung den ganzen Winter lang
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Strompreisbremse: Mit "Doppel-Wumms" gegen die Energiekrise

Energiekosten
30.09.2022

Mit "Doppel-Wumms" bekämpft die Regierung die Energiekrise

Doppelpack: Finanzminister Christian Lindner und Bundeskanzler Olaf Scholz stellen den neuen Energie-Abwehrschirm vor. Nicht im Bild: Wirtschaftsminister Robert Habeck. Wegen einer Corona-Erkrankung war Scholz zugeschaltet.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Die Bundesregierung mobilisiert 200 Milliarden Euro auf Pump, um Gas- und Strompreise zu senken. Die Gasumlage wird unmittelbar vor Inkrafttreten gestrichen.

In der Energiekrise schaltet die Bundesregierung rhetorisch in den Kriegsmodus. „Wir befinden uns in einem Energiekrieg“, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Krisenplans der Ampel-Koalition.

Wer sich im Krieg wähnt, kann alle Mittel mobilisieren. Im Falle der Bundesregierung sind das 200 Milliarden Euro, die sie an neuen Schulden aufnimmt. Mit dem Geld sollen die enorm gestiegen Strom- und Gaspreise gesenkt werden, die Verbraucher und Unternehmen plagen. Die Mittel dienen auch dazu, die großen Gasimporteure zu stützen, die derzeit teuer Ersatz für ausbleibendes russisches Gas beschaffen. "Die Preise müssen runter", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Video: dpa

Strompreisbremse: Der Basisverbrauch wird subventioniert

Im Gegenzug verzichtet die Regierung in letzter Minute auf die Gasumlage, die eigentlich ab Samstag greifen sollte. Die beschlossene Mehrwertsteuersenkung auf Gas bleibt dennoch bestehen. „Man kann sagen, das ist hier Doppel-Wumms“, meinte der Kanzler und bezog sich damit auf die Hilfspakete aus der Corona-Pandemie.

Das Instrument der Strompreisbremse soll folgendermaßen funktionieren: Der Staat subventioniert einen Basisverbrauch der privaten Verbraucher und Unternehmen. Den Energieversorgern zahlt die Regierung die Differenz zu den höheren Marktpreisen. Der über dem Basisverbrauch liegende Bedarf wird nicht verbilligt, um Firmen und Haushalte zum Energiesparen anzureizen. Für die Gaspreisbremse hat die Regierung noch kein fertiges Konzept. Eine Expertenkommission soll dieses schnell erarbeiten. „Die Energiekrise droht sich zu einer Wirtschafts- und sozialen Krise auszuwachsen“, erklärte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der Präsentation des Abwehrschirms. Der sei die Antwort auf Putins Angriff gegen die deutsche Volkswirtschaft.

Lindners Beharren auf die Schuldenbremse hatte eine Einigung der Ampel lange schwierig gestaltet

In den vergangenen Tagen hatten Habeck, Scholz und Lindner hektisch nach einem Ausweg aus der Sackgasse der Gasumlage gesucht. Der Ausweg war lange verstellt, weil Lindner im nächsten Jahr die Schuldenbremse wieder einhalten will. Die Bundesregierung bediente sich dafür des Buchungstricks, den sie schon zweimal angewendet hat. Wie beim Sondervermögen für die Bundeswehr und dem Klimafonds nimmt sie dieses Jahr das dritte Mal vorsorglich enorme Summen auf, um die großen Aufgaben der nächsten Jahre zu finanzieren.

Lesen Sie dazu auch

Praktisch für Lindner ist, dass in diesem Jahr die Schuldenbremse wegen Corona ausgesetzt ist. „Das Verfahren ist nicht riskant“, kommentierte der FDP-Vorsitzende das Auftürmen neuer Verbindlichkeiten. Allerdings klagt die Unionsfraktion vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe gegen Lindners Finanzmanöver beim Klimafonds. Denkbar ist, dass CDU und CSU eine zweite Klage folgen lassen.

Um sich von der Energiewirtschaft einen Teil des Geldes zurückzuholen, unterstützt die Bundesregierung den EU-Vorstoß für eine Sondergewinnsteuer, die die Konzerne zahlen sollen. Die 200 Milliarden Euro sollen Unternehmen und Haushalte bis Frühjahr 2024 vor den Verwerfungen des Energiemarktes schützen.

Oppositionsführer Friedrich Merz sagte, dass zentrale Begriffe aus dem Regierungsplan wie "Schutzschirm" oder "Preisbremse" ihn an frühere Forderungen aus der Union erinnerten. Generell begrüße er aber, "dass die Bundesregierung zu Entscheidungen kommt". Die Kalkulationsgrundlage für die angekündigten 200 Milliarden Euro erschließe sich ihm allerdings nicht. Bei der abgesagten Gasumlage sei schließlich von Einnahmen von 30 Milliarden Euro ausgegangen worden. Zusammen mit bisherigen Hilfs- und Entlastungsmaßnahmen habe die Bundesregierung 360 Milliarden neue Schulden in diesem Jahr beschlossen. "Das ist fast ein kompletter Bundeshaushalt, der jetzt in Form eines Schattenhaushalts aufgetürmt wird", kritisierte Merz. Er vermisse konkrete Details zur Ausgestaltung der Preisbremse und sehe die Bundesregierung erst am "Beginn eines Gesetzgebungsmarathons".

CSU-Chef Markus Söder lobte den "Abwehrschirm"gegen die steigenden Energiekosten im Grundsatz. Er habe stets einen großen Wurf gefordert, "dies scheint der Fall zu sein", so der bayerische Ministerpräsident. Abschließend könne er die Ankündigung der Ampel-Regierung allerdings noch nicht bewerten. Das Aus für die Gasumlage und der Gaspreisdeckel seien zwei "gute und grundsätzlich richtige Signale". Dass zur Finanzierung 200 Milliarden Euro weitere Schulden aufgenommen werden, müsse den Bürgern aber ehrlich gesagt werden, so Söder.

Aus der Wirtschaft kommt Zustimmung zur Gaspreisbremse. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie, einer besonders energieintensiven Branche, sagte: „Das ist ein wichtiger Befreiungsschlag. Geklotzt und nicht gekleckert." Doch nun sei "Tempo bei den Details" nötig, "denn immer mehr Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand".

Ramona Popp, Deutschlands oberste Verbraucherschützerin, sagte: „Es ist gut, dass die Bundesregierung die Gasumlage zurückgezogen hat. Zu begrüßen ist, dass sich die Bundesregierung endlich auf eine Finanzierung von Strom- und Gaspreisbremse geeinigt hat." Nun stehe "einer schnellen Umsetzung hoffentlich nichts mehr im Weg". Denn angesichts horrender Energiepreise brauchten die Menschen rasche Hilfe.

Nach Angaben des Vergleichsportals Check 24 ist der durchschnittliche Gaspreis für Privathaushalte im September auf einen neuen Rekord geklettert. Ein Musterhaushalt - angenommen wurde eine vierköpfige Familie, die in einem Reihenhaus lebt - mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahlte demnach 4731 Euro im Jahr für Gas. Im September 2021 kostete die gleiche Menge Gas noch 1316 Euro - eine Steigerung von 232 Prozent.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

30.09.2022

Von Thomas T. 12:32 Uhr

>> Und warum braucht Habeck Gaskraftwerke? Weil er hinter jedes Windrad ein Gaskraftwerk gleicher Leistung setzen MUSS.<<

Unfug! Genauso wenig wie hinter jedes AKW ein Gaskraftwerk gleicher Leistung gesetzt werden musste (Sie erinnern sich, dass es vorkam, dass beide Blöcke des AKW Gundremmingen abgeschaltet waren, dass nach Fukushima ganz schnell 8 alte und besonders gefährliche AKW in Deutschland abgeschaltet worden sind, in Japan sogar Dutzende), genauso wenig muss hinter jedes Windkraftwerk ein Gaskraftwerk gesetzt werden.

Denn die Stromversorgung auch der Zukunft wird über einen Strommix, Stromverbund, Lastmanagement und auch Speicher gewährleistet.

>>Und vor allem - Herr Habeck will doppelt so viele Windkraftanlagen bauen, wie jetzt schon stehen.<<
Auch Unfug. Um 450 Mrd. kWh/a (TWh/a) zukünftig herzustellen, braucht es rund 30.000 Windkraftwerke. Also im Schnitt je zwölf Quadratkilometer ein Windrad. Allerdings etwa 3000 hiervon auf See.
Zum 31.12.2002 hatten wir in Deutschland 28.242 Land-WKA (also je 12,7 qkm eine WKA) und 1.501 See-WKA. (FA Wind und Deutsche Windguard)

Raimund Kamm

30.09.2022

Sehr geehrter Herr Kamm

Im „Osterpacket“ Habecks ist beinhaltet:
„ der Zubau von Windkraftanlagen an Land pro Jahr verdreifacht werden. 2030 sollen demnach Land-Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 115 Gigawatt in Deutschland am Netz sein.“
Quelle:
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/Energie/0406_ueberblickspapier_osterpaket.pdf?__blob=publicationFile&v=14

Derzeit sind in Deutschland 28.230 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 56,130 GW installiert.
Quelle: https://www.wind-energie.de/themen/zahlen-und-fakten/deutschland/

115/56=

30.09.2022

115/56=2,05 * 28230 Anlage= 57.972 Anlagen im Jahr 2030.
357.588 km² (Fläche D) / 57.972 Anlagen = 6,16 km2/Anlage.
Die Wurzel aus 6,16 km2= 2,48 km

Alle 2,5 km soll in Deutschland ein Windrad Onshore stehen. Höhen Sie endlich auf, mit mir um die Wette zu rechnen. Sie verlieren schon wieder.

Und spätestens seit diesem Jahr weiß jeder - wenn der Wind nicht weht, muss Gas verbrannt werden

Es ist absurd, wie Sie zu behaupten:
“ der Zukunft wird über einen Strommix, Stromverbund, Lastmanagement und auch Speicher gewährleistet.” Es wird die notwendige Speicher weder in 2030 noch in 2050 geben. Die einzige verfügbare Technologie wären Wasserspeicher. Nur ist die notwendige Größe in Deutschland nicht realisierbar.

Und machen Sie sich endlich ehrlich und erklären was “Lastmanagement” heißt- das heißt, dass der Kühlschrank nur kühlt, wenn der Wind weht, oder eben warm bleibt, oder Gaswerke laufen. Die installierte Leistung von Windkraftanlagen ist nämlich egal, wenn kein Wind weht. Die abgegeben Leistung ist dann NULL. Da läuft dann kein Krankenhausgerät oder kein Hochofen.

Wer Windkraft baut, muss andere Kraftwerke gleicher Leistung als Backup vorhalten.

30.09.2022

Bitte beachten Sie:

In Norddeutschland kann und will man tausende Windräder, die vielleicht 20 Jahre alt sind und pro Jahr 5 Mio. kWh liefern, durch neue WKA, die dort pro Jahr 20 und mehr Millionen kWh liefern, ersetzen. So wird in vielen Regionen die Windstromproduktion vervielfacht und die Zahl der Windräder verringert.

In Süddeutschland, wo der Ausbau der Windenergienutzung insbesondere technisch bedingt später anfing und heute auf die Fläche bezogen manchmal nur ein Zehntel so viele Windräder wie im Norden stehen, wird man neue WKA bauen.

Raimund Kamm

30.09.2022

Keine Ahnung, warum der zweite Teil nicht durchgekommen ist.

Also noch mal:

115/56= 2,05
Derzeit stehen 28.230 Anlagen (Stand 2021)
2,05*28.230 Anlagen = 57.871 Anlagen

357.588 km2 (Fläche Deutschland)/57.871 Anlagen= 6,17km2/Anlage
Die Wurzel aus 6,17 = 2,48 km2

Herr Habeck will, dass in Deutschland 2030 im Schnitt alle 2,5 km ein Windkraftanlagen steht.

Hören Sie auf, mit mir um die Wette zu rechnen.

Und hören Sie auf zu träumen:
“ die Stromversorgung auch der Zukunft wird über einen Strommix, Stromverbund, Lastmanagement und auch Speicher gewährleistet.”
Weder 2030 noch 2050 werden wir die Speicher besitzen, die Sie oder Habeck für die Überbrückung einer Dunkelflaute brauchen. Das ist die Realität.
Realität wäre auch, wenn Sie die Menschen darüber aufklären was “Lastmanagement” heißt. Es ist ganz schlicht - Strom gibt es, wenn gerade mal Wind weht - wenn das Programm der Waschmaschine länger dauert - Pech gehabt. Genau so wie bei der Transplantations-OP. Stahlwerken kann man so nicht betreiben.
Es sei den, man hält z.B. Gaswerke im Backup.

Es ist eine physikalische Geisterbahn, auf der die Grünen unterwegs sind. Darum macht uns das auch weltweit niemand nach.

30.09.2022

@ Thomas T. >>115/56=2,05 * 28230 Anlage= 57.972 Anlagen im Jahr 2030. <<

Sie gehen von der falschen Annahme aus, dass die zukünftigen Windkraftanlagen die gleiche Jahresstromproduktion hätten, wie die bisherigen. Das ist grundfalsch! Es gibt einen großartigen technischen Fortschritt.

Raimund Kamm

30.09.2022

Ach Herr Kamm

Bis 2035 will Herr Habeck noch mal 20% mehr Windstrom haben. Das Macht die die etwas höhere Leistung wert. Das Netz wird eher enger.

Und ein Mehr an Leistung bedarf pro Anlage noch mehr Höhe und noch längere Flügel.

Wenn wir dann die Athmosphäre so richtig durchgequirlt haben, den letzten Milan geschreddert und ein paar Hunderttausend Tonnen Insekten zu Brei verarbeiten haben, kommt bei Flaute noch immer kein Strom aus diesem absurd großen Anlagenwald.

30.09.2022

@ Thomas T.

Solche grundfalschen Aussagen höre ich sonst immer von der Atom- und Erdgaslobby und ihren Perteien.

Raimund Kamm

30.09.2022

@ THOMAS T.

Ihre Verlinkung sagt über die Herkunft des Uran nichts aus. Hier wird es schon klarer:

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/atomkraft/atomkraft_bund_uranatlas_2022.pdf

"Russland dominiert Deutschland und Europa auch im Bereich der atomaren Brennstoffversorgung . . . Auch die noch laufenden deutschen Atomkraftwerke werden nach Aussagen von PreussenElektra hauptsächlich mit Uran aus Russland und Kasachstan betrieben."
Nebenbei: PreussenElektra ist der Betreiber von Isar 2. Also einmal mehr liegen SIE wieder völlig daneben . . .

Auf den Rest einzugehen spare ich mir. Es sind die bekannt polemischen tendenziösen Verzerrungen, die Ihre Beiträge kennzeichnen, dazu statt Fakten viele Unterstellungen und wenn schon Verlinkungen dann wenig hilfreich oder am Thema vorbei.

Die Grünen als Verhinderer der Energiewende darzustellen, nur weil sie wie viele andere auch auf Gaskraftwerke als Brückentechnologie setzten ist albern.
Die EU-Parlamentarierin und CSU-Politikerin Angelika Niebler, die auch Präsidentin des Wirtschaftsbeirates Bayern ist: ". . . fordert deshalb den Bau von Gaskraftwerken, um Deutschlands Stromversorgung zu sichern." (AZ vom 8. 1. 2022)

Dazu passend Ihre lustige Bemerkung: "Noch im Januar wollte Habeck noch viel mehr Gaskraftwerke bauen."
Nur zur Info: Putin brach den Krieg am 24. 2. 2022 vom Zaun.

Die Ampel als die Ursache des Energie- und Rohstoffproblems zu bezeichnen ist dummdreist. Solche Märchen sollten Sie Ihrer Mikrowelle erzählen, wie es ein anderer Forist hier nett ausdrückte.

Zu Ihren Spintisierereien vom Uran im Erzgebirge wurde an anderer Stelle schon alles gesagt.

30.09.2022

Sehr geehrter Herr Georg Kr.

Wenn Sie, wie hier mal wieder, massiv persönlich werden, ist klar, dass Sie keine Argumente haben.

Vielleicht wissen weder Sie noch der BUND das Kasachstan, der größte Uranproduzent der Welt ist, NICHT zu Russland gehört. Die Mitarbeiter von Herrn Habeck und Frau Baerbock umgarnen die Regierung in Astana gerade massiv.

Russland erzeugt weniger Rohuran als Kanada oder Nigeria oder Australien. Niemand ist von Russischem Uran abhängig.
Selbst die DDR soll 213.380t Uran abgebaut haben. Das war mehr als in Kasachstan und die Vorkommen im Erzgebirge sind nicht ausgebeutet.

Im übrigen besteht die Wismut noch und Herr Habeck ist der Dienstherr.

Und wer sich mit der Geschichte der Wismut beschäftigt, wird feststellen, dass im Gebiet des Uranbergbaus die Häufigkeit von Krebserkrankungen in den 80er Jahren nicht mehr signifikant über dem der DDR lag. Mann nennt so etwas angewandter Arbeitsschutz, der der Sowjetunion in den 50er Jahren völlig egal war.

Wenn Sie absolut keine Ahnung von den Dingen haben, über die Sie ausführen, dann ist es ein Kinderspiel, Sie mit Fakten matt zu setzen. Das ist dann der Punkt, an dem Sie ausfällig werden wie “ Spintisierereien”, “ Solche Märchen sollten Sie Ihrer Mikrowelle erzählen”, “ polemischen tendenziösen Verzerrungen”

Der Einzige der mangels Fakten Derartiges betreiben muss, sind Mangel Fakten - Sie.

Am Ende behaupten Sie dann noch etwas, das keiner behauptet hat: “Grünen als Verhinderer der Energiewende darzustellen” - Das hat keiner gemacht - Die Weg der Grünen führt zu keiner Wende. Die wollen ganz viel - sie können es nicht - was gerade einfach noch dem Letzten aufleuchten sollte - es sei den, er ist ideologisch völlig vernagelt.

30.09.2022

@Thomas T.
Wenn man mal bei Wikipedia nachliest, dann hat sich die Wismut ja so richtig rentiert:
"Zum Stand vom 31. Januar 1997 wurden im Zeitraum 1952 bis 1990 5.275 Fälle von Bronchialkrebs durch ionisierende Strahlung als Berufskrankheit bei der Wismut anerkannt.[7] Eine auffällig hohe Zahl an Silikose verstorbener Bergleute wies ebenso ein Lungenkarzinom auf, was bei Silikosefällen außerhalb des Uranbergbaus untypisch ist. Dies weist auf die unheilvolle Wechselwirkung beider Krankheiten hin. Eine hohe Anzahl der Erkrankten arbeitete in der Frühzeit und dann auch nur relativ kurz bei der Wismut. Die späteren Beschäftigten waren durch Kontroll- und Bewetterungsmaßnahmen besser vor Radon und RFP geschützt.
Von 1991 bis 2011 bestätigte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung insgesamt 3.700 Lungenkrebsfälle als Berufskrankheit. Dazu kamen 100 Menschen mit Kehlkopfkrebs und 2.800 mit Quarzstaublungenerkrankung. Für Entschädigungen flossen bis 2011 fast eine Milliarde Euro von der DGUV an ehemalige Wismutmitarbeiter.[54] "

Dazu kommen dann die Sanierungskosten, die bis 2045 in die Milliarden gehen werden – so etwas nennen Sie harmlos??? Das nennen Sie "angewandter Arbeitsschutz"? Die zu Schaden gekommenen Bergleute, die sich wahrscheinlich des Risikos gar nicht bewusst waren oder dies nicht äußern durften, würden das wahrscheinlich anders sehen.

Also mit den "Fakten", die Sie da auffahren, können Sie niemand mattsetzen, Sie provozieren höchstens Unverständnis und Kopfschütteln. Außerdem können Sie sicher sein, dass die BUND-Mitarbeiter sich in der Welt auskennen und um die Rolle Kasachstans wissen, auch dass dieses Land unter enormem Druck steht, wenn es den Spagat zwischen Russland und Europa versucht. Sie sollten nicht alle für unbedarft halten, die nicht Ihrer Meinung sind.

30.09.2022

Ich kann es nicht mehr hören. Alle (auch in den Medien) regen sich nur über den rel. harmlos gestiegenen Gaspreis auf! Als ob ganz Deutschland nur mit Gas heizen würde! Pelletheizungen, die als besonders umweltfreundlich und nachhaltig gefördert wurden, erwähnt niemand. Bei vielen ist der Feinstaubausstoß so gering, daß er mit herkömmlichen Geräten nicht mehr gemessen werden kann. Und jetzt sind die Pelletpreise um 400 % (!!!) gestiegen. Aber davon redet ja keiner. Bei einem Jahresverbrauch von ca. 8 Tonnen Pellets sind das z.B. statt 1500 Euro jetzt 6000 Euro! Wo bleiben da die entsprechenden staatlichen Maßnahmen? Das ist wieder mal typisch Deutsch!

30.09.2022

Öl hat sich ebenso vedreifacht und Gas liegt sehr wohl im Bereich wie die Pellets oder sogar darüber. Das ist alles eine Frage von Angebot und Nachfrage: Sinkt der Gaspreis, wird der Preis für Pellets auch sinken, genauso wie er im Gefolge des Gas- und Ölpreises gestiegen ist. Sie sollten diesen Mechanismus ja bereits aus der Vergangenheit kennen.

30.09.2022

>>Wo bleiben da die entsprechenden staatlichen Maßnahmen? Das ist wieder mal typisch Deutsch!<<

Ja, und wenn ich jetzt zum essen gehe, dann muss ich auch viel mehr zahlen. Wo bleiben denn hier die Maßnahmen? (Diese Sätze können Spuren von Ironie enthalten)

Ich weiß ja nicht, wie Sie auf relativ harmlos gestiegene Gaspreise kommen, aber die Bundesregierung hat das völlig richtige mit ihren gestern beschlossenen Maßnahmen gemacht. Denn die Gaspreise treffen vor allem energieintensive Betriebe, welche mit diesen Gaspreisen schlicht und ergreifend nicht mehr produzieren können, weil die Produkte dann nicht mehr konkurrenzfähig sind. Ebenso wird ein großer Teil der Wohnräume in Deutschland mit Gas beheizt, die monatliche Belastung ist von vielen Menschen schlicht nicht mehr zu stemmen.

Aber es ist nicht Aufgabe des Staates, für alle und jeden alles möglichst billig zu machen. Pellets sind schon geraume Zeit teurer geworden, was mit ihrer Produktion verbunden ist. Derzeit werden in Deutschland ca. 648.000 Anlagen mit Pellets betrieben (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171886/umfrage/anzahl-der-pelletheizungen-in-deutschland/), aber dafür sind in Deutschland rund 6,8 Millionen Gasheizungen in Betrieb, also die zehnfache Menge. Pellets stammen zudem oft aus heimischer Produktion, Gas muss teuer zugekauft werden. Daher ist es verständlich, wenn die Bundesregierung keine Unterstützung für diese Heizart gibt.

30.09.2022

Warum gibt eigentlich niemand ehrlich zu, dass unser "Wohlstand" (davon gibt es leider auch viele Ausnahmen) der letzten Jahrzehnte zum großen Teil und vor allem günstiger russischer Energie zu verdanken war. Sogar das Uran für Isar 2, dessen Weiterbetrieb ja das größte Anliegen unseres Margus ist, kommt komplett immer noch aus Russland.

Es könnte nicht schaden, auch einmal darüber nachzudenken, ob wir unter diesen Umständen den richtigen Umgang mit unserem wichtigsten Energielieferanten pflegten.

Wenn es eigentlich aus vielen Gründen längst unser wichtigstes Ziel hätte sein müssen, dass wir uns von dieser zu großen Abhängigkeit befreien, welch Riesen-Dummheit und Verantwortungslosigkeit der rechtskonservativ ausgerichteten Kreise es war, den Wechsel hin zu erneuerbaren Energien mit allen möglichen Schikanen zu ver- und behindern.

Und nicht einmal angesichts der sich spürbar abzeichnenden größten unumkehrbaren Katastrophe immer noch auf diesem Irrweg weiterzugehen.

30.09.2022

Na da geht ja einiges durcheinander. Aber Ihr Ziel scheint es ja sowieso nicht zu sein, Fakten zu benennen, sondern “rechtskonservativ ausgerichteten Kreisen” nach dem Motto “etwas wird schon hängen bleiben” Irgendetwas anzupappen.

Zuerst:
“ Sogar das Uran für Isar 2, dessen Weiterbetrieb ja das größte Anliegen unseres Margus ist, kommt komplett immer noch aus Russland.”
Falsch!
Richtig
“ Eine echte Abhängigkeit von Russland in dieser Frage, wie gelegentlich behauptet wird, besteht aber für deutsche Kernkraftwerksbetreiber nicht.”
Quelle https://amp.zdf.de/nachrichten/politik/atomkraftwerke-weiterbetrieb-laufzeiten-brennstaebe-brennelemente-100.html

“Es könnte nicht schaden, auch einmal darüber nachzudenken, ob wir unter diesen Umständen den richtigen Umgang mit unserem wichtigsten Energielieferanten pflegten.”
Es war die aktuellen Bundesregierung, die die Taxonomie von Strom aus Gas bei der EU durchgedrückt und dafür die Kröte „grüne Atomkraft“ geschluckt hat. Noch im Januar wollte Habeck noch viel mehr Gaskraftwerke bauen.
Quelle https://rp-online.de/politik/deutschland/klimaschutz-habeck-plant-erste-gesetzesreformen-bis-ostern_aid-65207547
Und warum braucht Habeck Gaskraftwerke? Weil er hinter jedes Windrad ein Gaskraftwerk gleicher Leistung setzen MUSS. Weil die „Energiewende“ in ihrer grünen Form der größte Bluff der deutschen Wirtschaftsgeschichte ist. Und dafür bezahlen jetzt wir und mit der Rückzahlung der Schulden noch unsere Kinder und Enkel.

Und dann kommt Frau Baerbock und erklärt:
„Deshalb reduzieren wir mit aller Konsequenz unsere Abhängigkeit von russischer Energie auf Null – und zwar für immer“ - gehört die jetzt zu den „rechtskonservativ ausgerichteten Kreisen“?

Oder ist das das von Ihnen eingeforderte andere Nachdenken zum „ richtigen Umgang mit unserem wichtigsten Energielieferanten“.

Und warum will Herr Habeck US-Amerikanisches Fraking-Gas kaufen, aber die Förderung hier weiter verboten lassen? Warum in Russland Uran einkaufen, wenn es das auch im Erzgebirge gibt?
Und vor allem - Herr Habeck will doppelt so viele Windkraftanlagen bauen, wie jetzt schon stehen. Wo sollen die den alle hin? Das sind etwa 1 Windmühle alle 2,5 km. (Rechnen Sie es sich selber aus) Überall - auch in Schwabing oder windstillen Tälern des Allgäu.

Die Grünen, Sie, sind auf dem Holzweg. Die Sturheit der Regierung, einfach auf diesem zu verharren ist der Hauptgrund für das derzeitigen Energie- und Rohstoff-Problem.

Und die, die immer „Klimakrise“ und „Wende“ rufen, verbrennen jetzt vorrangig Kohle und Öl.

Und da nun die Gas-Quelle Russland mit den gesprengten Ostsee-Pipelines endgültig versiegt ist, wie soll es den, nachdem wir mit Ach- und Krach über diesen Winter kommen und die Menschen ihrer letzten Rücklagen beraubt werden, im nächsten Jahr werden? Haben wir dann da den „Trippel-Wumms“?

30.09.2022

@Thomas T.
Eine echte Abhängigkeit von Russland in dieser Frage, wie gelegentlich behauptet wird, besteht aber für deutsche Kernkraftwerksbetreiber nicht.”
Wahrscheinlich ist es für Sie nur linke Propaganda, aber vielleicht lesen Sie sich mal den Uranatlas 2022 des BUND durch. Da (und das ist nicht die einzige Quelle) steht genau drin, wer wo sein Uran bezieht und wie sehr die Atomindustrie von Russland abhängig ist. https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/atomkraft/atomkraft_Uranatlas_Faktenblatt_Russland_2022.pdf

30.09.2022

@Georg Kr.: Antwort auf Ihre erste Frage: weil nicht bewusst war und z.T. immer noch ist, in welchen Produkten Strom, Gas, Öl enthalten ist bzw. für welche Produkte man diese Art von Energie benötigt. Energie wird praktisch über all benötigt.

30.09.2022

Der wirkliche Verlierer an den neuen Schulden von 200 Milliarden ist Finanzminister Lindner. Eigentlich wollte dieser seinen
"Erzfeind Habeck" einen Kopf kürzer machen, nun hat der Bundeskanzler mit seinen 200 Milliarden "Sondervermögen" Finanzminister Lindner einen Kopf kürzer gemacht, der dem Kanzler diesen Wumms nicht zugetraut hatte und nun als Verlierer dasteht, der die Schuldengrenze nicht einhalten konnte und deshalb rücktreten müsste. Dazu aber hat er nicht genug Charakter.

30.09.2022

Das sehe ich nicht so. Es ist im Gegenteil erfreulich, dass auch die FDP in solchen Ausnahmesituationen von ihren ideologischen Positionen abrücken kann und das Notwendige tut. Das unterscheidet unser funktionierendes Parteiensystem vom Ausland, wo vielfach die pure Ideologie über der Sachentscheidung steht.

30.09.2022

BAMM, WUMMS! Wieder als Tiger gesprungen, hoffentlich nicht wieder als Bettvorleger gelandet.

Die Situation ist fast aussichtslos. Durch Erhöhung der Staatsausgaben wird die Inflation angetrieben. Das Britische Pfund durfte das gerade erleben. Erste Pensionskassen wackeln schon. Die Anleihen Kurse fallen ins Bodenlose, die Zinsen steigen. Auch die Banken sind wieder gefährdet. Die Bank of England musste vorgestern intervenieren und doch wieder Anleihen kaufen. Folge ist eine weiter wachsende Inflation.

Alles ist mit allem verwoben:
Die Hauskredite werden demnächst zu 75 Prozent fällig. Die steigenden Zinsen sind nicht mehr tragbar von den Schuldnern. Der Wert der Immobilien wird sinken und die Absicherung der Kredite funktioniert nicht mehr. Es werden zusätzlichen Vermögenswerte zur Absicherung (margin call) benötigt. Die gibt es nicht, also Zwangsversteigerung und Banken kippen.

Unternehmen können sich nicht mehr refinanzieren, also folgt Insolvenz. Die Lehmann Pleite war ein Kinderspieldagegen, zu dem was uns jetzt bevorsteht. Massenhafte Verluste auf allen Ebenen. Deutschland ist der größte Verlierer. Es kommt zu Verarmung und Massenarbeitslosigkeit. Staatsausgaben wirken inflationstreibend, Sparguthaben werden vernichtet. Das wird richtig bitter.

https://www.welt.de/wirtschaft/article241315309/Finanzmarkt-Turbulenzen-Britische-Zentralbank-interveniert-am-Anleihemarkt.html

30.09.2022

In England mag das so sein. Die neue Premierministerin Liz Truss tut aus ideologischen Gründen genau das Falsche und senkt in dieser Situation massiv die Steuern. Dazu kommen die verheerenden Auswirkungen des Brexit.
Das Programm in Deutschland dagegen wird inflationsdämpfend wirken, weil es die Energiepreise senkt. Zusammen mit einer maßvollen Lohnpolitik können wir die Krise überstehen. Auch hier hat Scholz den Tarifpartnern mit der Steuer-und Abgabenfreiheit von Einmalzahlungen eine Brücke gebaut, über die sie nur noch gehen müssen und das voraussichtlich auch tun werden.

29.09.2022

Wum & Wendelin geben bekannt: Jetzt wird schon in Kindersprache dem Volk die Krisenbekämpfung mitgeteilt.

29.09.2022

Loriot würde sich im Grab umdrehen , wenn er wüsste ,
welche von "falsch verstandener Demokratie Verblödete "
(Ihr Zitat ) ihn für ihre kruden Zwecke missbrauchen.