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Bayern-Monitor
16.10.2021

CSU steckt weiter im Umfragetief – Zufriedenheit mit Söder sinkt

Sowohl die CSU als auch Markus Söder müssen laut aktueller Umfrage einen Dämpfer hinnehmen.
Foto: Michael Kappeler, dpa

Exklusiv Wäre am Sonntag Landtagswahl in Bayern, käme die CSU auf gerade einmal 34 Prozent. Auch für Ministerpräsident Markus Söder gibt es schlechte Nachrichten.

Die CSU kommt in Bayern nicht vom Fleck: Knapp drei Wochen nachdem die CSU bei der Bundestagswahl in Bayern historisch schlecht abgeschnitten hat, verharren die Christsozialen in ihrem Heimatbundesland weiter im Umfragetief. Wäre am Sonntag Landtagswahl im Freistaat, würden lediglich 34 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz bei der Partei von Markus Söder machen. Im Vergleich zum Vormonat verliert die CSU damit einen weiteren Prozentpunkt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit dem unsere Redaktion kontinuierlich die politische Stimmung im Freistaat untersucht. Schlechtere Werte hatte die CSU zuletzt im Juni 2019.

 

Weiter im Aufwind befindet sich dagegen die SPD. Die Sozialdemokraten können offenbar den Schwung aus dem bundesweiten Wahlsieg auch nach Bayern mitnehmen und kämen laut Umfrage auf 15 Prozent - das sind nochmals zwei Prozentpunkte mehr als Mitte September und satte fünf Prozentpunkte mehr als noch im August. Damit rückt die SPD im Freistaat an die Grünen heran, die nach wie vor zweitstärkste Kraft sind. Sie könnten derzeit 17 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Das bedeutet ein leichtes Minus um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat.

 

Auf den weitere Plätzen folgen im Freistaat die AfD mit zehn Prozent, die Freien Wähler (neun Prozent) und die FDP mit acht Prozent. Die Linke würde den Sprung in den Landtag weiterhin deutlich verpassen. Sie steht in Bayern laut Umfrage derzeit bei drei Prozent.

Zufriedenheit mit CSU-Ministerpräsident Markus Söder sinkt

Bergab geht es nicht nur für die CSU, sondern auch für ihren Chef Markus Söder: 46 Prozent der Bayerinnen und Bayern sind laut Umfrage zufrieden mit der Arbeit des Ministerpräsidenten. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das ein Minus von fünf Prozentpunkten. Der Anteil derer, die ihm für seinen Job kein gutes Zeugnis ausstellen, steigt von 40 Prozent Mitte September auf jetzt 43 Prozent.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die erste Frage wurden im Zeitraum vom 1.10.2021 bis 15.10.2021 die Antworten von 2923 Teilnehmenden aus Bayern berücksichtigt, für die zweite Frage im Zeitraum vom 17.09.2021 bis 15.10.2021 die Antworten von 4255 Teilnehmenden aus Bayern. Der statistische Fehler liegt bei 3,1 Prozent für die erste und 2,5 Prozent für die zweite Frage.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

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Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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17.10.2021

Man mag Söder mögen oder nicht, man kann auch mit der ein oder anderen Entscheidung unzufrieden sein. Was mich allerdings immer wieder bei solchen Diskussionen verwundert, ist wie primitiv hier oft argumentiert wird. Warum sind diese Möchtegernpolitiker dann nicht soviel und gehen in die Politik nachdem sie eh alles besser wissen und können.

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17.10.2021

Corona und der Wahlkampf haben so manchen Politiker demaskiert u.a. auch Möchtegern-ZORRO Margus.

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16.10.2021

Die Menschen können ihre Unzufriedenheit auch zum Ausdruck bringen, in dem sie beim Volksbegehren zur Abwahl des Bayerischen Landtags mitmachen, das noch bis zum 27.10. läuft.

Ich bin zwar kein Querdenker, ihnen aber dankbar, dieses Volksbegehren ins Leben gerufen zu haben.

Ich habe aus 3 Gründen unterschrieben:

1. Hubert Aiwanger ist durch seine skandalöse Rolle im Bundestagswahlkampf politisch nicht mehr tragbar.

2. Wie Söder mit Laschet umgesprungen ist, tat sogar mir als Sozialdemokrat weh. Wer solche Familienmitglieder hat, braucht keine Feinde mehr.

3. Das ist das erste Volksbegehren dieser Art und ich wollte mich bis zur nächsten Wahl 2023 warten. :-)

Hoffentlich kommen die 1 Millionen Unterschriften zusammen.

In diesem Sinne

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16.10.2021

K. Brenner

Das Volksbegehren richtet sich streng genommen gegen die bayerische Legislative insgesamt, nicht nur gegen die wenig von mir geliebten Söder und Aiwanger. Auch als Rot-Grün Wähler bin ich absolut gegen dessen Auflösung. Wenn jemand mit der Arbeit der bayerischen Staatsregierung unzufrieden ist, kann man bei der nächsten Landtagswahl entsprechend seine Stimme abgeben. Soll von nun an, immer wenn Sie als Wähler unzufrieden sind, der Landtag "abgewählt" werden? Ich bin absolut dagegen und werde, falls es zum Bürgerentscheid kommt, sicher dagegen stimmen. Am besten wäre es meines Erachtens, wenn die 1 Million Unterschriften nicht zustande kommen.

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16.10.2021

Demokratie heißt übersetzt:

Das Volk regiert !

Und was soll an diesem Volksbegehren undemokratisch sein?

Nein, ich begrüße es ausdrücklich, wenn das Volk öfters mit entscheidet, als nur alle paar Jahre das Kreuz zu machen (oder auch nicht). Die Schweizer leben es uns wunderbar vor, wie Demokratie auch funktionieren kann.

Wie gesagt teile ich in keinster Weise die Ansichten der Querdenker und Verschwörungstheoretiker, aber ich bin ihnen in diesem Fall dankbar, dieses Volksbegehren initiiert zu haben.

Ich möchte mit der Unterschrift das Volksbegehren als Denkzettel für Markus Söder und Hubert Aiwanger verstanden wissen. Und seit heute weiß ich, dass ich richtig liege

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16.10.2021

Ich fand es ausgesprochen feige von Markus Söder, dass er den Deutschlandtag der Jungen Union abgesagt und sich der Kritik nicht gestellt hat, obwohl er eine große Mitschuld für das Wahldesaster der Union trägt. Armin Laschet hat immerhin Größe bewiesen und ist erschienen, die Verantwortung übernommen und sich der Kritik gestellt. So ein Verhalten respektiere ich sehr.

Um auf Markus Söder zurück zu kommen:

Wenn er schon Angst vor der Jungen Union hat, soll er weitere 2 Jahre so weiter in Bayern regieren?

Ich bin realistisch genug einzuschätzen, dass ein Volksentscheid nie erfolgreich sein wird, aber mir persönlich reicht es schon, dass das Volksbegehren ins Leben gerufen wurde.
Als Denkzettel taugt es allemal.

In diesem Sinne

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16.10.2021

Das wird so weiter gehen, wenn er abtaucht und den Laschet macht...

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16.10.2021

Dafür rückt nun seine Tochter aus einer früheren Beziehung ins Scheinwerferlicht . . .

https://www.tagesspiegel.de/politik/vielleicht-gruende-ich-spaeter-meine-eigene-partei-soeders-tochter-gloria-sophie-liebaeugelt-mit-einstieg-in-die-politik/27689596.html

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