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FC Augsburg

17.05.2018

Luthe, Giefer oder Mr. X - wer wird die neue Nummer eins im FCA-Tor?

Andreas Luthe (links) oder Fabian Giefer - wer wird die neue Nummer eins?
Bild: Ulrich Wagner

Nach dem Weggang von Hitz machen sich in Augsburg Luthe und Giefer Hoffnungen auf einen Stammplatz im Tor. Wie Trainer Baum die Situation einschätzt.

Als der FC Augsburg im vergangenen Sommer Fabian Giefer verpflichtet hat, schien die Situation klar. Giefer, der Neuzugang von Schalke 04, würde sich mit dem bisherigen Ersatzmann Andreas Luthe einen Zweikampf um den Posten im Tor liefern. Letztlich standen weder Luthe noch Giefer während der Saison im Augsburger Tor. Entgegen der allgemeinen Erwartung blieb Marwin Hitz beim FCA und bestätigte durch überzeugende Leistungen seinen Status als Nummer eins in Augsburg.

Nie hatte sich der Schweizer Nationaltorwart konkret zu seiner Zukunft geäußert. Weil jedoch sein Vertrag im Sommer 2018 auslief und er keine Anstalten machte, ihn zu verlängern, hoffte der FCA, wenigstens noch eine Ablösesumme für Hitz zu bekommen. Jetzt, nachdem er seinen Abschied bekannt gegeben hat, machte der 30-Jährige deutlich, nie an einen vorzeitigen Wechsel gedacht zu haben.

Letztendlich leistete sich der FCA in der abgelaufenen Runde – womöglich auch gezwungenermaßen – vier Torhüter für eine Position. Vor der kommenden Saison hat sich die Situation gravierend verändert. Auch wenn Frau Patricia sich aus familiären Gründen einen Verbleib in Augsburg gewünscht hätte, wechselt Hitz den Standort und schließt sich Borussia Dortmund an.

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Giefer oder Luthe - ein Duell mit einem Jahr Verzögerung

Trainer Manuel Baum sprach stets davon, auf vier gute Torhüter zurückgreifen zu können. Somit rechnete er auch Ioannis Gelios dazu. Wobei der 26-jährige Grieche nie ernsthaft für einen Bundesligaeinsatz in Betracht kam. Sportlich ist sein jetziger Wechsel zu Hansa Rostock folglich kein Verlust. Mit einem Jahr Verzögerung kommt es nun zum Duell zwischen Luthe und Giefer. Zumindest sieht es aktuell danach aus. Nach dem abschließenden Saisonspiel in Freiburg äußerte sich Trainer Baum zur Besetzung der bedeutsamen Torwartposition. „Nächste Saison werden die Karten neu gemischt. Wir wollen das Rennen offen gestalten“, sagte der 38-Jährige.

FC Augsburg - FSV Mainz 05 2:0
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Bild: Stefan Puchner, dpa

Baum verwehrte sich gegen den Eindruck, Luthe hätte die bessere Ausgangsposition. Der Trainer hatte den bisherigen Ersatzmann sowohl in Berlin als auch in Freiburg eingesetzt – obwohl auch Fabian Giefer spielfähig und eine Option gewesen wäre. Baum knapp: „Ich habe mich für jemand anderen entschieden.“

Luthe wechselte im Sommer 2016 vom VfL Bochum zum FCA. Auf und abseits des Platzes hinterlässt er einen aufgeräumten Eindruck. Als er gebraucht wurde, zeigte er ansprechende Leistungen und half mit, 2017 die Klasse zu halten. Den Konkurrenzkampf sieht er pragmatisch. „Wir haben in der vergangenen Vorbereitung mit vier Torleuten um den Platz gestritten. Marwin hat sich durchgesetzt. Das gehen wir in der neuen Saison wieder an – egal in welcher Torwartkonstellation.“

Hat Andreas Luthe beim FCA jetzt schon die Nase vorn?

Luthe macht keine Kampfansage, lässt aber auch keinen Zweifel daran, künftig in der Bundesliga vom Anpfiff weg auf dem Platz zu stehen. „Ich habe immer gesagt, solange Marwin beim FC Augsburg ist, hat er es verdient zu spielen. Wenn er es nicht mehr ist, werde ich es neu bewerten.“ Und natürlich sei sein Ziel, die Nummer eins zu sein, fügt der 31-Jährige hinzu.

Dass er gegenüber Fabian Giefer in Berlin und Freiburg den Vorzug erhielt, will er nicht überbewerten. Eine Tendenz sieht er darin nicht. „Ich habe mich gefreut, dass ich gespielt habe. Mehr möchte ich nicht reininterpretieren.“

Als Giefer, 27, vor einem knappen Jahr zum FCA kam, meldete er sogleich Ansprüche. Er sagte, er sei geholt worden, um zu spielen. Und zwar in der Bundesliga. Die Realität sah hingegen anders aus. Luthe saß als Ersatz von Hitz während der Erstliga-Partien auf der Bank, Giefer spielte dreimal in der Regionalliga-Mannschaft.

Fest steht: Der FCA wird sich vor der kommenden Runde im Torhüterbereich neu aufstellen. Einerseits könnte der Klub einen eigenen Nachwuchskeeper befördern, andererseits auf dem Transfermarkt tätig werden. Augsburgs Sportgeschäftsführer Stefan Reuter merkt mit einem Schmunzeln an: „Da könnten wir uns noch Gedanken machen.“ Dieser Tage stehen erste Gespräche und Entscheidungen an. Reuters Ziel wirkt ambitioniert, bis zum Trainingsstart am 1. Juli will er den Kader komplett stehen haben.

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