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Resistente Keime
07.06.2017

Warum Experten eine Antibiotika-Leitlinie für Ärzte fordern

Der unbedachte, zu häufige Einsatz von Antibiotika trägt zur Entstehung multi-resistenter Keime bei. Deshalb fordert ein Experte Leitlinien für Ärzte.
Foto: Daniel Karmann (dpa Archivbild)

Antibiotika helfen bei vielen Krankheiten, doch sie werden zu häufig verschrieben. Dagegen könnte unter anderem eine Leitlinie helfen, an der sich Ärzte orientieren.

Bei Erkältungen verschreiben viele Ärzte

Antibiotika

- und das, obwohl die Mittel meist nicht helfen und obwohl der häufige Einsatz der Wirkstoffe die Entwicklung von Resistenzen begünstigt. Das geht nach Angaben der

Deutschen Presse-Agentur

aus Vorabdaten aus dem aktuellen Gesundheitsreport der

Techniker Krankenkasse

hervor. Deswegen werden Wege gesucht, die den übermäßigen Einsatz von

Antibiotika

einschränken können.

Antibiotika: Glaeske und Gröhe rufen zu Handeln auf

Die Daten beweisen: Im vergangenen Jahr haben die Mediziner 27 Prozent der erkältungsbedingt Krankgeschriebenen Antibiotika verordnet. 2008 war noch in 38 Prozent der Fälle das Medikament verschrieben worden. Es ist positiv, dass die Zahl zurückgegangen ist. Dennoch wird der Wirkstoff zu häufig eingesetzt. Das ist gefährlich, da sich durch den falschen Einsatz von Antibiotika multiresistente Erreger bilden können, gegen die das Medikament nicht mehr wirkt.

Der Gesundheitsökonom Gerd Glaeske hat aus diesem Grund eine Handreichung für Ärzte zum Umgang mit dem Medikament gefordert. Es gebe keine einzige Leitlinie, die den Ärzten genau darstelle, wie Antibiotika eingenommen werden sollten. Für einzelne Krankheitsbilder hingegen gebe es diese Leitlinien. Eine solche Leitlinie könnte laut Glaeske helfen, die Entstehung multiresistenter Keime durch den übermäßigen Einsatz von Antibiotika einzudämmen.

Auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe warnt vor sorglosem Einsatz des Medikaments. "Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, bricht eine tragende Säule unserer Gesundheitsversorgung weg", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Gröhe spricht Ärzten im Kampf gegen den unbedachtem Einsatz eine Schlüsselrolle zu. Allerdings bräuchte es auch in der Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein dafür, "dass Antibiotika nicht bei jedem Husten oder einer tropfenden Nase helfen". Er rief zu globalem Handeln gegen multiresistente Keime auf.

Entstanden durch Antibiotika: Was sind multiresistente Keime?

Multiresistente Keime sind mutierte Bakterien, die Widerstände gegen die Stoffe entwickelt haben, die sie eigentlich töten sollen. So kann eine Vielzahl von Antibiotika nichts mehr gegen sie ausrichten. "Die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen gegen Antibiotika hat sich weltweit zu einem gravierenden Problem der öffentlichen Gesundheit entwickelt", heißt es beim Robert-Koch-Institut (RKI). Dadurch werde die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten erschwert. Wenn Antibiotika zu oft, über einen langen Zeitraum oder unsachgemäß angewendet werden, begünstigt das die Bildung multiresistenter Erreger. 

Multiresistente Keime kommen häufig in Krankenhäusern vor. Bei der Infektion spielen oft Hygienemängel, vor allem die Händehygiene, eine Rolle. Laut Robert-Koch-Institut kommt es jährlich zu 30.000 bis 35.000 Infektionen mit multiresistenten Keimen in deutschen Krankenhäusern. Davon gehen rund 1500 Fälle (0,3 Prozent) auf Erreger zurück, die gegen fast alle Antibiotika resistent sind. Laut europäischem Präventionszentrum ECDC werden jährlich bis zu 25.000 Todesfälle in Europa mit Resistenzen in Verbindung gebracht. dpa/sh

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