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Hebammen
05.05.2017

Bundesgesundheitsminister Gröhe sichert Hebammen Unterstützung zu

Hebammen klagen über Probleme in ihrem Berufsstand.
Foto: Arno Burgi (dpa)

Freiberufliche Hebammen geraten sei Jahren unter Druck. Nun hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe Unterstützung zugesichert.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat den Hebammen weitere staatliche Hilfe zugesagt. "Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Versorgung von Schwangeren, Müttern und Familien", sagte Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben) anlässlich des Internationalen Hebammentages. Das müsse auch in Zukunft so bleiben.

Seit Jahren bereiten freiberuflichen Hebammen, die in der Geburtshilfe tätig sind, die steigenden Haftpflichtprämien massive Probleme. Viele haben deshalb nach Angaben des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) der Geburtshilfe bereits den Rücken gekehrt und betreuen Mütter nur noch vor und nach der Geburt.

Gröhe verwies darauf, das die Bundesregierung bereits wichtige Schritte getan habe, um die Arbeit der Hebammen dauerhaft zu unterstützen. Dazu gehörten Verbesserungen bei der Vergütung und Entlastungen bei der Haftpflichtversicherung.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte eine "angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen" für Hebammen. "Es kann nicht sein, dass Hebammen drei oder mehr Frauen während der Geburt gleichzeitig betreuen müssen", kritisierte Göring-Eckardt in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag. Die Zahl der Geburtshelferinnen in Kreißsälen müsse dringend gesteigert werden.

In vielen Städten fehlen Hebammen

Gerade in Großstädten und Ballungsräumen gebe es häufig nicht genug Geburtshelferinnen, sagte Göring-Eckardt. Für Hebammen, die in unterversorgten Regionen arbeiten, verlangte sie einen Sicherstellungszuschlag.

Zum Internationalen Hebammentag wollten Hebammen am Freitag in zahlreichen Städten Deutschlands, darunter in Chemnitz, Erfurt und Düsseldorf, mit Veranstaltungen auf ihren Berufsstand und die aktuellen Probleme aufmerksam machen.

Bereits am Freitag hatte der Deutsche Hebammenverband darauf verwiesen, dass die Teilzeitquote bei Hebammen in Krankenhäusern seit Jahren zunehme und viele Kliniken mittlerweile keine Geburtshelferinnen mehr fänden. Zudem warnte der Berufsverband die Kassen vor Einschnitten bei der Vergütung der Beleghebammen, die Schwangere individuell in die Kliniken begleiten. afp

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