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Corona-Pandemie
22.01.2021

Werkstattbericht zur Leseraktion: Eine Flut an Fragen zur Corona-Impfung

Bei sehr speziellen Fragen zur Impfung sollte eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden.
Foto: picture alliance, dpa (Symbolbild)

Ein Werkstattbericht über das große Echo auf unsere Leseraktion. Die Fragen zur Corona-Impfung geben tiefe Einblicke in die Lebenssituation unserer Leserinnen und Leser.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, seit Monaten beschäftigen wir uns als Zeitungsredaktion intensiv mit dem Thema Covid – und aktuell natürlich vor allem mit der Impfung gegen das Virus. Weil uns klar war, dass derzeit laufend weiter Informationsbedarf besteht, haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, jüngst aufgefordert, uns Ihre wichtigsten Fragen zuzusenden. Die Flut an teils äußerst detaillierten Anfragen, die dann im Gefolge per E-Mail, Brief oder Postkarte aus unserem gesamten Verbreitungsgebiet zu uns kam, überraschte uns.

 

Da gab es Einsender, die quasi ihre komplette Krankengeschichte vorlegten: Alter, Gewicht, Geschlecht, Vorerkrankungen, Haupterkrankung, Medikamentenplan und/oder Pflegegrad. Gekoppelt mit der Fragestellung etwa, inwiefern diese Medikamente mit dem Corona-Impfstoff von Biontech nun interagieren.

Ärzte des Universitätsklinikums Augsburg und der Klinik Schwabing beantworteten Fragen

Hier ein Beispiel – den Namen des Einsenders können und wollen wir natürlich nicht nennen: Ich hatte im Januar 2020 „Anaphylaxie Grad 2 mit unklarem Auslöser“ (Notfall). Bis heute ist die Ursache unklar, ich ernähre mich so weit es geht „histaminarm“ und nehme bei Bedarf „Urtimed 10 mg“ – bis zu vier Tabletten täglich. Kann ich unbedenklich an der Corona-Impfung teilnehmen?

Wir verstehen natürlich das Informationsbedürfnis unserer Leserinnen und Leser. Doch uns wurde schnell klar, dass sich diese Frageflut nicht so detailliert und persönlich beantworten lassen würde wie von vielen erwartet. Journalisten sind keine Ärzte und dürfen derlei spezifische Auskünfte gar nicht geben. Und Mediziner zu finden, die so viele letztlich einzigartige Patientengeschichten aus der Ferne bewerten, ohne den Menschen zu kennen, ist nachvollziehbar nicht möglich und wäre nicht seriös.

Also destillierten wir öfter genannte Erkrankungen aus den Zuschriften heraus. Und wir fanden dankenswerterweise führende Ärzte, insbesondere am Universitätsklinikum Augsburg sowie auch den renommierten Professor Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing, der die ersten Corona-Patienten Deutschlands behandelte, die bereit waren, die meisten Fragen zu beantworten – freilich nur bei allgemein formulierten Fragestellungen.

Viele Fragen drehen sich um die Impftermine

Überdies gab es sehr viele Fragen rund um die Schwierigkeiten, überhaupt einen Impftermin zu bekommen. Die Fragen zu diesem Thema beantworten wir hier.

Das Vertrauen, das uns unsere Leserinnen und Leser entgegenbringen, hat uns nicht nur sehr gefreut, sondern auch tief berührt. Uns wurde ein Einblick in sehr persönliche Lebenssituationen erlaubt, der zeigt, wie schwierig es derzeit für viele ist, eine Entscheidung für sich zu treffen.

 

Doch die ganz spezifischen Fragen sollten im Austausch mit dem behandelnden Haus- oder Facharzt erörtert werden. Wir bitten Sie, dies zu verstehen und wünschen Ihnen von ganzem Herzen alles Gute, Ihr Redaktionsteam.

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