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Handball WM

12.01.2019

Deutsche Handballer schlagen Brasilien deutlich

Uwe Gensheimer hatte entscheidenden Anteil am Sieg über Brasilien.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Die deutschen Handballer liegen bei der Heim-WM voll auf Kurs.

Die euphorischen Fans stimmten schon vor dem Abpfiff "Oh, wie ist das schön" an und feierten die deutschen Handballer für ihre Gala-Vorstellung gegen Brasilien. Angetrieben von einem überragenden Torwart Andreas Wolff und einem treffsicheren Kapitän Uwe Gensheimer hat die DHB-Auswahl beim souveränen 34:21 (15:8) am Samstag vor 13 500 begeisterten Zuschauern in der erneut ausverkauften Arena in Berlin für den ersten emotionalen Höhepunkt der Heim-WM gesorgt. "Das war das schönste Spiel, seit ich Bundestrainer bin", sagte Bundestrainer Christian Prokop. "Man hat gemerkt, dass alle Lust darauf hatten."

Dank des zweiten Turniersieges setzte sich die deutsche Mannschaft mit 4:0 Punkten an die Spitze der Gruppe A und hält Kurs auf die Hauptrunde. "So einen Start bei der Heim-WM stellt man sich natürlich vor", sagte Prokop. "Die Stimmung war noch mal auf einem höheren Level. Das ist mega gewesen. Der Auftaktspieltag wurde noch einmal getoppt", schwärmte Prokop. 

Begeistert waren auch seine Spieler. "Wir wollen die Zuschauer mitnehmen. Das müssen wir aufsaugen", sagte Spielmacher Martin Strobel: "Gegen Korea waren wir etwas fahrlässig in der Chancenverwertung. Das haben wir in diesem Spiel besser gemacht."

Torwart Wolff riss Fans und Mitspieler sofort mit

Bester Werfer für die DHB-Auswahl, die ihr Auftaktspiel am vergangenen Donnerstag gegen das vereinte Korea mit 30:19 gewonnen hatte, war Gensheimer mit zehn Toren. "Da ist aber noch mehr drin", sagte der Linksaußen zu seiner Leistung. 

Am Montag geht es im dritten Vorrundenspiel gegen Russland, das nach einem 34:27 gegen Korea 3:1 Zähler aufweist. "Die Russen spielen sehr clever in der Deckung. Da müssen wir uns sehr gut vorbereiten und dürfen nicht viele Fehler im Angriff machen", warnte der Kapitän.

Die deutsche Mannschaft, die auf den erkrankten WM-Neuling Franz Semper verzichten musste, war nach dem starken Auftritt der Brasilianer bei der knappen 22:24-Auftaktniederlage gegen Titelverteidiger Frankreich gewarnt. Entsprechend konzentriert begann der Gastgeber. Torwart Wolff riss Fans und Mitspieler sofort mit, als er in der Anfangsphase gleich mehrere Würfe der Südamerikaner entschärfte. Nach neun Minuten lag die DHB-Auswahl mit 5:1 vorn - ein Start nach Maß.

25.01.2019, Hamburg: Handball: WM, Deutschland - Norwegen, Finalrunde, Halbfinale. Deutschlands Steffen Weinhold l und Fabian Wiede reagieren nach dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Der Vorsprung wurde auf 9:2 (15.) ausgebaut und trotz des komfortablen Polsters ließ die DHB-Auswahl nicht nach. In der Abwehr wurde konsequent zugepackt und vorne weiter gut kombiniert. Die Zuschauer kamen dabei voll auf ihre Kosten und trieben die Prokop-Mannschaft, in der nun auch der Ex-Berliner Steffen Fäth mit vier Toren in Serie zu großer Form auflief, lautstark nach vorne. Fäth blickte hinterher bereits auf die ganz großen Aufgaben: "Wir werden noch schwerere Spiele haben, wo es eng wird."

Deutsche Handballer gerieten gegen Brasilien nicht in Gefahr

Schon fünf Minuten vor der Pause gab es Standing Ovations für das deutsche Team, das eine der besten Leistungen in der Prokop-Ära ablieferte. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit schlichen sich im Abschluss einige Unkonzentrierten ein, dennoch ging die DHB-Auswahl mit einem Sieben-Tore-Vorsprung unter dem donnernden Applaus der Fans in die Kabine.

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Auch wenn zu Beginn der zweiten Halbzeit einige Chancen vergeben wurden und Wolff nun einige Würfe der Brasilianer passieren lassen musste, geriet der Europameister von 2016 nicht in Gefahr. Der Gegner wurde konstant auf Abstand gehalten, weil die DHB-Auswahl trotz einiger personeller Wechsel ihren Fokus behielt und sich bis zum Ende als kompakte Einheit präsentierte. "Wir sind nicht in den absoluten Stressfaktor gekommen. Egal wie der Spielstand war, die Mannschaft hat immer fokussiert gearbeitet", lobte Prokop. (dpa)

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