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  3. Augsburg will offenbar als erste Großstadt Gasnetz zurückbauen

Gasheizung
11.04.2024

Sind viele Haushalte in Augsburg bald ohne Gasanschluss?

Die Bundesregierung stellt sich auf einen Rückbau von großen Teilen des Gasnetzes ein.
Foto: Sebastian Willnow, dpa

Die Regierung stellt Weichen für den Rückbau des Gasnetzes. Das kann Millionen Menschen betreffen. In Augsburg ist die Überlegung allerdings nicht ganz neu.

Nachdem die Bundesregierung im vergangenen Jahr mit dem Heizungsgesetz große Verunsicherung bei Menschen mit Gas- und Ölheizung ausgelöst hat, droht schon ein neuer Konflikt: Das Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck denkt bereits über den Rückbau des Gasnetzes nach. Dies kann dazu führen, dass Interessenten keinen neuen Gasanschluss mehr bekommen und bisherige Kunden auf Alternativen umschwenken müssen. In Augsburg gibt es - unabhängig von den Überlegungen aus dem Wirtschaftsministerium - bereits seit Jahren Planungen, das Gasnetz im Zuge des parallel laufenden Fernwärmeausbaus nach und nach außer Betrieb zu nehmen. Rund 200 potenziell betroffene Kunden, vorrangig Firmen und Hausverwaltungen, seien in den vergangenen vier Jahren darüber informiert worden. Konkrete Planungen mit Zeitplan zum flächendeckenden Abklemmen des Gasnetzes in Augsburg gebe es aber nicht, betont Stadtwerkesprecher Jürgen Fergg. Ein entsprechender Bericht der Bild sei "irreführend", so die Stadtwerke. 

Verbände wie auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger üben bereits scharfe Kritik an den Planungen des Bundes. Der Vorstandschef des Branchenverbandes DVGW, Gerald Linke, warnte am Montag vor einer "Rückbau-Orgie" und plädierte dafür, das Thema technologieoffen zu gestalten. Auch wasserstoffbetriebene Gasheizungen müssten eine Chance haben. 

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. "Bis dahin muss der Ausstieg aus fossilem Erdgas vollzogen worden sein", heißt es in einem kürzlich vorgelegten Papier des Wirtschaftsministeriums zum Gasnetz. Für den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen gibt es inzwischen Fördergelder. Die Folge ist, dass viele Kunden künftig nicht mehr mit Gas heizen werden, heißt es im Papier. "Gasverteilnetze für die bisherige Erdgasversorgung werden dann in der derzeitigen Form nicht mehr benötigt werden." Sind nur noch wenige Kunden angeschlossen, könnte der Betrieb nicht mehr rentabel sein. Die Stilllegung oder der Rückbau der Netze wäre die Folge. 

Gasnetz-Rückbau: Neuanschlüsse könnten verweigert werden, Kündigung für Bestandskunden

Für Verbraucher könnte dies in einigen Jahren bedeuten, "dass neue Gasanschlüsse verweigert und bestehende gekündigt werden können", dies sehe ein Gesetzentwurf der EU vor. Neue Kunden würden nicht mehr an das Gasnetz angeschlossen werden, bestehende Kunden mit einer Gastherme im Keller müssten sich nach einer Alternative umsehen. "Falls Erdgasnetze stillgelegt werden, müssen die angebundenen Kunden einen hinreichenden Vorlauf haben, um ihre Energieversorgung umzustellen", betonte aber das Bundeswirtschaftsministerium. 

Aiwanger kritisiert Pläne: "Keinem Gaskunden darf gegen seinen Willen der Hahn abgedreht werden"

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kritisiert die Pläne trotzdem scharf: "Diese Debatte löst weitere Verunsicherung bei den Gaskunden aus", warnte er. "Erst mussten sie fürchten, kein Gas mehr zu bekommen, dann mussten sie sehr teure Preise bezahlen und jetzt, da sich die Lage einigermaßen beruhigt hat, redet man vom Rückbau der Netze, ohne schon vernünftige Alternativen zu haben", sagte der Freie-Wähler-Chef. "Es muss auf alle Fälle gewährleistet sein, dass keinem Gaskunden gegen seinen Willen der Hahn abgedreht wird", fordert er.

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Es gibt allerdings eine Chance, die Gasnetze weiterzubetreiben – mit klimafreundlichem Wasserstoff: "Nicht das Rausreißen von Leitungen und die Stilllegung sind das Gebot der Stunde, sondern die Ertüchtigung und der Neubau", sagte DVGW-Vorstandschef Linke. "Nur das führt zu einem Erfolg beim Klimaschutz, Wasserstoff ist hier unverzichtbar." Der Verband legte am Montag Studien vor, dass der Bau eines Wasserstoff-Kernnetzes mit rund 20 Milliarden Euro und die Umrüstung des Gasnetzes für vier Milliarden Euro deutlich günstiger seien als der Ausbau der Stromnetze, der bis 2045 mit bis zu 730 Milliarden Euro zu Buche schlagen könnte. 

Claudia Kemfert, DIW: Wasserstoff als Wärmequelle extrem ineffizient

Auch Aiwanger fordert, neben dem Aufbau eines Fernleitungsnetzes auch die lokalen Verteilnetze zu behalten, um die Nachfrage nach Wasserstoff in der Fläche bedienen zu können. "Wir müssen also erst einmal von Aufbau, Ausbau und Erhalt reden anstatt von Rückbau", sagt er. Kritiker sehen im Wasserstoff dagegen kaum eine realistische Option, da dieser zu rar und zu teuer sei. "Wasserstoff als Wärmequelle ist extrem ineffizient und wird in Deutschland für Gebäudeenergie voraussichtlich kaum zur Verfügung stehen", teilte Claudia Kemfert mit, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. "Dafür braucht es das Gasverteilnetz im heutigen Umfang sicher nicht." 

In Augsburg sehen die Überlegungen vor, die Fernwärme massiv auszubauen. Aus Klimaschutzgründen soll bis 2040 rund 40 Prozent des Augsburger Wärmebedarfs aus Fernwärme kommen (aktuell 20 Prozent). Bis dahin soll die Fernwärme klimaneutral erzeugt werden. Ein Baustein soll ein zweites Biomasseheizkraftwerk sein. Stadtwerkesprecher Fergg verweist darauf, dass man sich klar machen müsse, dass Bayern laut Gesetzeslage 2040 klimaneutral sein wolle. "Und Erdgas ist nun einmal nicht klimaneutral." Darum habe man sich für Augsburg entschlossen, verstärkt auf Fernwärme zu setzen. Sollte entgegen den jetzigen Erwartungen klimaneutraler Wasserstoff künftig zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen, könne man das Erdgasnetz dafür nutzen. Eine Stilllegung in ersten Quartieren, die jetzt Fernwärme bekommen, komme frühestens 2035 infrage. Bis dahin werde man klarer sehen. "Aber es ist auch klar: Der Betrieb zweier Netze nebeneinander kostet Geld", so Fergg. Das werde sich gegebenenfalls in den Netzentgelten niederschlagen. Nach derzeitigem Stand sehe man die Erdgasversorgung langfristig aber als Auslaufmodell. "Und da halten wir es für besser, frühzeitig auf die Leute zuzugehen."

Verband kommunaler Unternehmen: Kommunale Wärmeplanung entscheidend

Wie in den Stadtteilen und Gemeinden geheizt werden soll, müssen die Kommunen bis Ende Juni 2028 festlegen. "Die Zukunft der Gasnetze hängt entscheidend von der kommunalen Wärmeplanung vor Ort ab. Dieser Prozess findet im Moment statt", sagte ein Sprecher des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Einzelne Kommunen kündigen bereits ihren Bürgern an, dass sie künftig zum Beispiel auf Fernwärme statt auf Gas setzen wollen. 

"Wir gehen aktuell davon aus, dass Teile der Gasinfrastruktur auch künftig benötigt und verwendet werden, zum Beispiel um einen Teil der bisherigen Industrie- und Gewerbekunden mit dekarbonisiertem Gas zu versorgen", sagte der Sprecher. "Dabei ist Wasserstoff ein zentraler Baustein der Energiewende", erklärte er. Auch die geplanten dezentralen Blockheizkraftwerke benötigten nämlich einen Teil der bestehenden Infrastruktur. Zudem gebe es dem VKU zufolge Pläne, Gasleitungen für Strom- und Glasfaserkabel zu nutzen. 

VKU-Sprecher: Stilllegung eines Teils der Gasnetze wahrscheinlich

"Sicherlich wird ein gewisser Teil nicht mehr benötigt werden, und es wird voraussichtlich zu einer Transformation oder Stilllegung der Netze kommen", fügte der VKU-Sprecher aber in Hinblick auf das Gasnetz an. "Das ist auch deutlich kostengünstiger als ein Rückbau, weil dieser wertvolle Ressourcen bindet: Dieselben Fachkräfte und Maschinen, die dafür eingesetzt werden müssten, werden für den Ausbau der erneuerbaren Energien dringend benötigt."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

09.04.2024

@Wolfgang B.,
da haben die VHS-Kurse, die Sie ja auch immer wieder mal so empfehlen, wohl doch nicht ganz gereicht für Ihre psychologische Vollausbildung.
Wie kann es nur sein? Es blieb da wohl nur eine Teil-/Grundausbildung.

10.04.2024

Erkannt. Aber mit zweit- oder drittklkassigen Wissenschaften befasse ich mich nicht mal am Rande.

10.04.2024

Interessant, wer darüber entscheidet, was eine zweit- oder dritttklassige Wissenschaft ist. Das sehen die jeweiligen Fakultäten wohl ein wenig anders. Aber die haben sich ja auch nicht von Ihnen beraten lassen – ob Fehler oder Vorteil, lasse ich dahingestellt.

10.04.2024

Ich entscheide nicht - ich stelle nach meiner Ansicht fest. Man/Frau beachte den feinen Unterschied.

09.04.2024

"H2-ready" ist kein rechter Hoax sondern ein § in Habecks Heizgesetz "GEG" !

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/jeder-zweite-haushalt-betroffen-habeck-hat-neuen-plan-mit-den-gasheizungen_H1581556771_259770927/

>> In diesem Heizgesetz heißt es eigentlich auch, dass sogenannte „H2 Ready“-Gasheizungen künftig benutzt werden dürften. Dafür braucht es Wasserstoff. Nur: Habecks Ministerium glaubt nicht, dass von diesem Rohstoff genügend zur Verfügung stehen wird, um damit großflächig zu versorgen. Und will die Netze deshalb zurückbauen. <<

Wenn die grünen Aktivisten nun wieder "Hetze" oder "Fake-News" vermuten - einfach Leistung bringen und §71k von Habecks GEG lesen.

https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__71k.html

>> (1) Bis zum Anschluss an ein Wasserstoffnetz kann eine Heizungsanlage, die Erdgas verbrennen kann und auf die Verbrennung von 100 Prozent Wasserstoff umrüstbar ist, zum Zweck der Inbetriebnahme eingebaut oder aufgestellt und ohne Einhaltung der Anforderungen nach § 71 Absatz 1 oder Absatz 9 zur Wärmeerzeugung betrieben werden, wenn... <<

09.04.2024

Gasanschluss in Frage stellen. Was vielleicht in städt. Ballungsgebieten über Fernwärmeversorgung mittelfristig möglich ist, wird in der Fläche nicht so einfach darstellbar sein. Und dann soll Fernwärme auch noch klimaneutral erzeugt werden. Zudem stellt sich die Frage was für Kosten auf die Endverbraucher zukommen. Verunsicherung auf breiter Front- wie will man denn Bürger dazu bewegen erst kürzlich in Betreib genommene Gasheizungen quasi zwangsweise zu ersetzten. Wärmepumpen sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss wenn Primärenergie nicht ausreichend über Solaranlagen bereit gestellt werden kann. Zudem kommt Hr Habeck noch mit seiner Drohung über den Rückbau des Gasnetzes. Da kann man nur hoffen, dass dieser Herr bei der nächsten BTW vom politischen Netz angekoppelt wird.

09.04.2024

Bayern hat beschlossen, bis 2040 klimaneutral zu werden.
Söder hat dies schon vor fünf Jahren gefordert:

https://www.bayern-innovativ.de/seite/bayern-klimaneutral-2040
Bayern will bis 2040 klimaneutral werden

Haben Sie das nicht mitbekommen?

Raimund Kamm

09.04.2024

>> (R. Kamm) Bayern hat beschlossen, bis 2040 klimaneutral zu werden.
Söder hat dies schon vor fünf Jahren gefordert: <<

Ich sehe da keinen Widerspruch zu §71k GEG..

https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__71k.html

>> (1) Bis zum Anschluss an ein Wasserstoffnetz kann eine Heizungsanlage, die Erdgas verbrennen kann und auf die Verbrennung von 100 Prozent Wasserstoff umrüstbar ist, zum Zweck der Inbetriebnahme eingebaut oder aufgestellt und ohne Einhaltung der Anforderungen nach § 71 Absatz 1 oder Absatz 9 zur Wärmeerzeugung betrieben werden, wenn... <<

Der von Habeck angekündigte Rückbau der Gasnetze ist Politik der verbrannten Erde; eine unglaubliche Verschwendung von Mensch und Material, die an anderer Stelle für eine kluge Energieautarkie fehlen wird.

Herr Söder war leider eine Weile zu gutgläubig ggü. den Grünen - zum Glück ist diese Zeit abgelaufen.

09.04.2024

>>Der von Habeck angekündigte Rückbau der Gasnetze ist Politik der verbrannten Erde; eine unglaubliche Verschwendung von Mensch und Material, die an anderer Stelle für eine kluge Energieautarkie fehlen wird.<<

Ihr Herr Söder hat 2011 auf den Atomausstieg gedrungen, sogar mit Rücktritt gedroht, sollte der nicht bis 2022 kommen. Aber der selbe Herr Söder hat es dann nicht für nötig gehalten, rechtzeitig für Ersatz der Energie zu sorgen, ihm ist dann nichts dümmeres eingefallen, als die Weiterführung der AKW zu fordern. Mit Worten ist der Mann immer stark, nur Taten sucht man bei ihm vergebens. Wenn was nicht funktioniert, dann sind immer andere schuld.

Herr Habeck hingegen sorgt mit seinen Überlegungen die Zukunft betreffend sofort für das schlecht schreiben diverser Medien und User. Wenn ich in andere Länder schaue, dann sind die teilweise schon seit Jahrzehnten Deutschland in Sachen Energie voraus. Hierzulande wird sich mit Händen und Füßen gegen jede Veränderung heftig gewehrt, statt mal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Bei solchen "Schlagzeilen" wie heute auf Seite 1 muss ich mich nicht wundern, dass viele Menschen inzwischen völlig verunsichert sind. Mit seriösem Journalismus hat das nichts mehr zu tun, hier wird nur noch Meinung gemacht.

09.04.2024

Was für ein unsäglicher Artikel! "Das Bundeswirtschaftsministerium ... denkt ... über den Rückbau des Gasnetzes nach." und die AZ macht daraus die reißerische Schlagzeile "viele Haushalte in Augsburg bald ohne Gasanschluss". Das Fragezeichen und die Formulierung als Frage habe ich bewusst nicht übernommen, weil beides nur Teil eines billigen Taschenspielertricks ist, um formal unanfechtbar eine empörungstaugliche Behauptung in die Welt zu setzen.

Die Kommentare auf dieser Seite zeigen, dass dieses Kalkül wunderbar aufgegangen ist. Aufregung über die ach so bösen Grünen allerorten; Pauschalisierung und grobe Vereinfachung gehören zum wohlfeilen Feindbild. Dass der oberste Verhinderer allen Fortschritts, Hubert Aiwanger, vorrangig zitiert wird, überrascht nicht. Aus seinen Äußerungen und den Kommentaren zu diesem Artikel spricht die CSU/FW-propagierte Grundhaltung all der bayerischen Altvorderen (denen dieser AZ-Beitrag nach dem Mund redet): Lieber als Besserwisser mit dem Status Quo untergehen als Veränderungen, mögen sie noch so notwendig sein, auch nur im Ansatz zuzulassen, geschweige denn sie anzugehen.

09.04.2024

>>Auch Aiwanger fordert, neben dem Aufbau eines Fernleitungsnetzes auch die lokalen Verteilnetze zu behalten, um die Nachfrage nach Wasserstoff in der Fläche bedienen zu können.<<

Der auch für die Energiepolitik in Bayern zuständige Minister Aiwanger sollte mal veröffentlichen, was eine Kilowattstunde Wasserstoff kosten würde. Dann können alle Heizungsbetreiber und Energieversorger sehen, dass Wasserstoff für das Heizen viel teurer als Heizen mit Fernwärme oder Wärmepumpen ist.

Raimund Kamm

09.04.2024

Ja klar, Heizen mit Heizöl ist Gas war ja damals auch billiger als mit Wärmepumpe. Das gleiche wird halt jetzt mit der Wärmepumpe im Vergleich zu Wasserstoff behauptet.

Es ist nicht richtig, andere Technologien, die noch am Anfang stehen von vornherein abzulehnen.

10.04.2024

>> (ANDREAS B.) Es ist nicht richtig, andere Technologien, die noch am Anfang stehen von vornherein abzulehnen. <<

Es dürfte eine kleine radikale Minderheit sein, die Kühlschränke und Klimaanlagen im Auto ablehnt ;-)

Die Zurückhaltung kommt aus dem Strompreis (Erwartung), Förder-Bürokratie (aktuell nur eigengenutzte Objekte) und baurechtlichem Regierungs-Chaos.

Wenn ich bei einem 18 Jahre alten Haus einen neuen Zählerschrank brauche, weil der obere Anschlussraum für Habecks Wärmepumpen-Kontrollkästchen für die damals üblichen 15 cm zu klein ist, explodieren halt die Investitionskosten und der Handwerkermangel verschärft sich zusätzlich. Könnte man auch in einen neuen Kasten nebenan ziehen, entspricht so aber nicht der deutschen Regelungswut - quasi Wieland Steckdose im Quadrat. Im hochgelobten Dänemark findet man im Urlaub dann Leitungsschutzschalter auf Holzplatte...

09.04.2024

Bayerns Ministerpräsident hat schon vor fünf (!) Jahren verkündet, dass Bayern bis 2040 klimaneutral sein wird.

https://www.bayern-innovativ.de/seite/bayern-klimaneutral-2040
Bayern will bis 2040 klimaneutral werden

Das hat später auch das Kabinett einschließlich Aiwanger beschlossen.

Doch der stellvertretende Ministerpräsident Aiwanger hat das nicht verstanden und kann nicht 1 und 1 zusammenzählen, wenn er tönt:
>>"Diese Debatte löst weitere Verunsicherung bei den Gaskunden aus", warnte er. "Erst mussten sie fürchten, kein Gas mehr zu bekommen, dann mussten sie sehr teure Preise bezahlen und jetzt, da sich die Lage einigermaßen beruhigt hat, redet man vom Rückbau der Netze, ohne schon vernünftige Alternativen zu haben<<

Wir haben längst vernünftige und Alternativen: Klimaschutzhäuser ohne besondere Heizung, energetische Sanierung der Bestandshäuser, klimaneutral erzeugte Fernwärme, mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen.

Raimund Kamm

10.04.2024

Lieber Herr Kamm, wenn nun die ganzen Alternativen nicht greifen, was dann?

Beispiel: Reihenmittelhaus aus den 60igern, künftig vormutlich kein Fernwärmeanschluss (Verlegung ins Siedlungsgebiet wäre zu teuer lt. SWA), energetische Sanierung nicht finanzierbar (da Rentner ohne große Rücklagen + aufgrund des Alters kein Darlehen von der Bank erhältlich), Wärmepumpe aufgrund baulicher Gegebenheiten nicht umsetzbar.

Das ist bei vielen Mitbürgern leider der "Klassiker" . Nochmal: was dann?

10.04.2024

VonHelmut S. >Lieber Herr Kamm, wenn nun die ganzen Alternativen nicht greifen, was dann? ... Das ist bei vielen Mitbürgern leider der "Klassiker" . Nochmal: was dann?<<

Ich empfehle eine fachmännische Energieberatung.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich auf eine anonyme Anfrage, wo ich die Fakten nicht kenne, nicht mit Spekulationen antworten werde.

Raimund Kamm

09.04.2024

Aussage der Stadtwerke Augsburg -SWA im Umweltausschuss der Stadt Friedberg (Sitzung am 24.10.2023) zur geplanten Fernwärmeversorgung von Derching:

Wenn dort auch Privathaushalte die Möglichkeit bekommen werden, sich an die SWA-Fernwärme anzuschließen, werden dort über kurz oder lang die von den SWA unterhaltenen Gasleitungen aus Kostengründen stillgelegt.

09.04.2024

28.03.2024
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/waermewende-darum-wird-jetzt-die-stilllegung-der-gasnetze-vorbereitet-01/100025292.html

Die Nachricht ist bereits seit über einer Woche in Qualitätsmedien verfügbar.

09.04.2024

Eine Frage unter vielen anderen ist, wie hoch die Umrüstungskosten für den einzelnen Anschlussnehmer pro Gebäude werden, und in welchem Zeitfenster Kapazitäten der Handwerksfirmen überhaupt zur Verfügung stehen können. Allein daran wird es, auch bundesweit, scheitern. Der Bürger wird hier gewissermaßen in die Enge getrieben, ohne das es taugliche kurzfristige bezahlbare Surrogate gibt. Und die Fiktion eines Wasserstoffkernnetzes wird ebenfalls eine solche bleiben. Für ein paar spezielle Anschlussnehmer ein solches Netz zu betreiben, wird unbezahlbar sein. Wasserstoff wird es aufgrund regionaler Wasserknappheiten in ausreichenden und bezahlbaren Mengen nicht geben. Industriestandorte werden sich auf diesen Glücksspiel nicht einlassen. Deren Produkte werden preislich kaum marktfähig werden. Im Übrigen werden bundesweit Fernwärmenetze aus Erdgasheizkraftwerken bespeist. Wie soll hier eine Surrogation in den kurzen Fristen stattfinden? Und hat Berlin nicht verkündet, bundesweit ca. 50 Reservekraftwerke auf Erdgasbasis zur Stromerzeugung zu errichten, da die volatilen Erneuerbaren dies erforderlich machen? Wer hier noch Verstand und Kenntnisse physikalischer Grundlagen erwartet, ist an der falschen Adresse.

09.04.2024

>> In Augsburg sehen die Überlegungen vor, die Fernwärme massiv auszubauen. <<

In Augsburg sahen die Überlegungen vor, den ÖPNV massiv auszubauen ;-)

09.04.2024

Und was hat das mit den Gasanschlüssen zu tun? Geht´s noch?

10.04.2024

>> Und was hat das mit den Gasanschlüssen zu tun? Geht´s noch? <<

Es geht um Vertrauen der Bürger in die Aussagen der swa - also bitte nicht künstlich aufregen.

09.04.2024

Länger war es wohl in der Lokalzeitung nicht unter der Decke zu halten; der Artikel in der Bild heute war wohl zu viel, nachdem es vor über einer Woche schon ua im Handelsblatt zu lesen war.

09.04.2024

Ich sehe keine dramatische Überschrift. Machmal ist es erforderlich die geneigte Leserschaft anzuleiten, einen Artikel auch zu lesen. Es wird schon niemand einen Schlaganafll bekommen haben. :) M.e. - in Ordnung, AZ.

09.04.2024

Die Reaktionen hier zeigen, dass nach einem Ideenpapier, das noch sehr viele Fragezeichen enthält, schon fast der gaslose Weltuntergang droht. Genau das ist beabsichtigt: mit Sensationen Leser fangen, genauso wie die BILD es macht. Nur der Platz für die großen Buchstaben fehlt, denn dann würde es auch Herr Wolfgang B. sehen. Noch fühlt er sich ja nur "angeleitet". Und weil man mit der Sensationsgier das Geschäft machen will und nicht mit dem Inhalt, ärgert es mich, dass eine Tageszeitung auf dieses Mittel zurückgreifen will.
Wo ich die Zeitung in Schutz nehmen muss: es wurde nichts unter Verschluss gehalten, das Papier gibt es seit einigen Wochen. ntv hat schon am 18. März darüber berichtet. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wirtschaftsministerium-bereitet-Gasnetz-Rueckbau-vor-article24812617.html

09.04.2024

Ich bin leider ohne psychologische Vollausbildung und kann nicht beurteilen, was beabsichtigt ist.

09.04.2024

@Wolfgang B.
Dann sollten Sie dringend an so einer Vollausbildung arbeiten, wenn Ihnen die in Ihrem allumfassenden Wissen noch fehlt.

09.04.2024

Immer wieder herrlich, wie hier alles durcheinandergebracht wird… wir reden hier von 200 Haushalten, in einer Stadt wie Augsburg. Selbst wenn das 200 Gasanschlüsse sind und nicht Haushalte, ist das immer noch lächerlich wenig sich dermaßen drüber aufzuregen, zumal ja eine Alternative zur Verfügung gestellt wird. Und was die allgemeinen Gas verteile Netze betrifft: wenn in einer Straße plötzlich die Hälfte der Leute kein Gasanschluss mehr wollen (ja, auch das ist ihr gutes Recht) dann heißt das halt für die andere Hälfte, dass die Bereitstellung Kosten des Gasanschlusses sich relativ verdoppeln. Und dann kann sich einfach jeder selber ausrechnen, ob ihm das der Gasanschluss noch wert ist . Der Markt regelt das schon. Genauso wenig wie ich anderen Leuten ihre Gasheizung zwanghaft wegnehmen möchte, möchte ich, dass jemand anderes eingeschränkt wird wenn er eben keine Gasheizung möchte, warum auch immer.

09.04.2024

NEIN nicht 200 Haushalte - bitte sorgfältig lesen.

>> Rund 200 potenziell betroffene Kunden, vorrangig Firmen und Hausverwaltungen… <<

09.04.2024

Diese selbstgegebene Vorgabe der "Klimaneutralität" ist der größte Unsinn aller Zeiten

Andere Länder und Kontinente werden (China ,USA, Russland, Indien) und können (Afrika, Südamerika) gar nicht klimaneutral sein!


Was Deutschland hier "einspart", wird anderenorts vielfach emitiert.

Hauptsache, Deutschland kann wieder einmal den Oberlehrer spielen !

Dabei gibt es aktuell viel viel wichtigere viel entscheidendere Themen - insbesondere die Außenpolitik und das Zurückdrängen und Bekämpfen der russischen Diktatur aus Europa und damit auch aus der gesamten Ukraine !


Dieser Kleinen ma-Neutralitätsunsinn ist lediglich der kleinen aber lauten "Klima-Weltuntergangs-Fanatiker"-Randgruppe geschuldet - man tut alles, was diese Leute so wollen.

Unterstützung finden diese Leutchen dann natürlich bei Lobbyistengruppen und cleveren Geschäftsleuten, die lediglich ihr eigenes Geschäft favorisieren wollen (Hersteller und Verkazufer der "grandiosen" Wärmepumpentechnik, Windmühlen-Hersteller undundund...)

Genauso ist damals die häufig und allzu übermäßig Kardinalfehler machende "Merkel-Steinmeier-Regierung" bei der Kernkraft vorgegangen.

Statt bei der hochnotwendigen und sauberen Kernkraft zu bleiben, wurde sie mit fadenscheinigen Behauptungen stillgelegt (obwohl man vorher "wieder eingestiegen war") - um der Anti-Kernkraft - Lobby zu gefallen und weil Merkel ja die Koalition mit den Grünen wollte.

Dabei haben die Vernünftigen unter den Grünen mittlerweile schon längst und Gott sei Dank ihre jahrzehntelange völlig abwegige Fantasieideologie der Weltrealität anpassen müssen und auch angepasst.

09.04.2024

Was für die einen die "Klima-Weltuntergangs-Fanatiker" sind bedeutet den anderen das Geunke von der drohenden "russischen Diktatur". Persönlich löst bei mir die Klima-Krise weitaus größere Sorgen aus.

Profitierende Lobbygruppen sehen sie kurioserweise nur auf der einen Seite. Dass gerade die Lobby der Rüstungsindustrie um so mehr Kohle scheffelt je länger der Krieg noch andauert verschweigen Sie natürlich.

09.04.2024

Was für die einen die "Klima-Weltuntergangs-Fanatiker" sind bedeutet den anderen das Geunke von der drohenden "russischen Diktatur". Persönlich löst bei mir die Klima-Krise weitaus größere Sorgen aus.

Profitierende Lobbygruppen sehen sie kurioserweise nur auf der einen Seite. Dass gerade die Lobby der Rüstungsindustrie um so mehr Kohle scheffelt je länger der Krieg noch andauert verschweigen Sie natürlich.

09.04.2024

Ach ja, noch eine Bitte und eine Aufforderung an die Leute, die für diese Zeitung die Headlines machen: Vielleicht geht es ein wenig weniger dramatisch? Möchten Sie die Leser informieren oder gleich in Schockstarre versetzen? Ist das ein Geschäftsmodell? Was treibt Sie an? Das Niveau der Bildzeitung zu erreichen? Dafür sind die Buchstaben zu klein, aber sie können ja noch wachsen.

09.04.2024

Leider volle Zustimmung Frau Reichenauer!
Wobei festzuhalten bleibt, dass diese Regierung in den verschiedensten Aufgabenstellungen vor sich hin dilettiert statt Lösungen auf den Weg zu bringen. Das Heizungsdesaster (handwerklich und kommunikativ) oder jetzt auch die (bitter notwendige) Kindergrundsicherung geben beredtes Zeugnis.

09.04.2024

>> Was treibt Sie an? Das Niveau der Bildzeitung zu erreichen? <<

Warum fürchten Sie die Wahrheit?

09.04.2024

@Peter P.
Vor der Wahrheit fürchte ich mich nicht, um die Sensationsgier der BILD mache ich einen Bogen, das ist nicht mein Niveau und nicht mein Stil.

09.04.2024

Leute die mit der Bild von heute etwas diskreditieren, was bereits am 28.03.2024 im Handelsblatt berichtet wurde, verdienen jedes mögliche Misstrauen.

09.04.2024

Vielleicht sollte man sich das Ideenpapier (!!!) erst einmal genauer ansehen, bevor man sich auf Informationen der Bildzeitung stürzt. Genauso wie man das Heizungsgesetz von Anfang an in Misskredit gebracht hat, sollte man sich erst einmal informieren, was in dem Ideenpapier des Wirtschaftsministeriums eigentlich drinsteht und was angedacht ist. Hier ein weiterführender Artikel, der die Schockstarre ein wenig mildern sollte: https://www.zfk.de/politik/deutschland/gasnetz-rueckbau-habeck-ministerium-plant
Wer natürlich noch schnell und ohne Not eine neue Gasheizung eingebaut hat, um der Regierung ein Schnippchen zu schlagen – tja, da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Vielleicht wäre etwas weniger Aktionismus in diesem Bereich besser. Aber es scheint ein Zeichen unserer Zeit zu sein, dass zuerst die Schnappatmung kommt und dann blinder Aktionismus folgt, geschürt durch mangelnde Information oder auch Fehlinformation. Im übrigen: es gab noch nie ein RECHT auf einen Gasanschluss – viele Verbraucher mussten bis jetzt auch darauf verzichten. Und siehe da, die haben auch keine kalte Bude im Winter.

09.04.2024

"..Und siehe da, die haben auch keine kalte Bude im Winter...."

Und mit was heizen diese Bürger und Bürgerinnen ( Bürg:erinnen) dann, Frau Reichenauer ?

09.04.2024

Voll kommen Richtig Frau REICHENAUER! Sie glauben gar nicht, wie viele Neubauten auch schon in Wärmepumpenheizungen Investiert haben. Ist mir in Bayern, sowohl auch in Ostdeutschland aufgefallen bei vielen Radltouren. Auch Strom, ich habe noch nie so viele Solardächer vor allem bei Bauernhöfe und Solarfelder gesehen und ich denke es gibt schon in der tat ein Umdenken in der Bevölkerung und das finde ich echt gut für eine weitere Zukunft. Und ja die Zeitungsschlagzeilen tragen auch zu viel Unsicherheiten bei, da haben Sie vollkommen recht Frau Reichenauer! Immer wieder schön Ihre Kommentare zu Lesen, denn es ist ein Umdenken dringend Notwendig!!

09.04.2024

@Maria T.
Fragen Sie die, nicht mich. Ich hatte in dem Haus, in dem ich bis Ende 1990 gewohnt habe, auch keinen Gasanschluss. Und auch keine Chance, einen zu bekommen, obwohl ich gerne mit Gas gekocht hätte.

09.04.2024

Fernwärme in Augsburg wird aktuell mit 60% Gas hergestellt. Wenn ich die Verluste beim Wärmetransport vom Hersteller zum Endkunden mal nur mit 20% veranschlage , heize ich besser weiter mit Gas.

09.04.2024

Die Leitunsgverluste sind deutlcih niedriger wie 20 %.
"Bei Fernwärme gibt es nach Auskunft von Cindy Haase von "Eins" durchschnittlich 10 bis 15 Prozent Verlust beim Wärmetransport, besonders viel im Winter. Das liege vor allem an teils jahrzentealter Leitungstechnik mit schlechter Dämmung und daran, dass noch überwiegend sehr heißer Wasserdampf mit mehr als 110 Grad Celsius übertragen werde. Mit der derzeit überall stattfindenden Absenkung der Netztemperaturen sinken demnach die Verluste deutlich. Neue Leitungen seien auch deutlich besser wärmegedämmt. "
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/fernwaerme-sachsen-anhalt-thueringen-kosten-vor-nachteile-leitungsverluste-100.html

Neben guter Dämmung, minimieren viele Abnehmer und kurze Wege die Leitungsverluste.

In Dänemark heizen 63 % der Haushalte mit Fernwärme.
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Kopenhagens-Klima-Trumpf-heisst-Fernwaerme-fuer-alle,kopenhagen394.html

Auch kann man in der Fernwärme sicherlich energieintensive Unternehmen als Quelle nutzen. Diese könnten damit auch sich etwas "dazuverdienen" und ihre Energiekosten damit senken. Bisher wird viel Wärme einfach ungenutzt in die Luft geblasen.

09.04.2024

Im Fernwärmenetz der Stadt Augsburg betrugen die Verluste im Jahr 2022 gerade einmal 14,04% und dieser Wert wird mit dem Ausbau und der Modernisierung des Netzes sukzessive noch besser werden.

09.04.2024

Selbst, wenn einige Überlegungen eine gewisse Logik haben - eine solche Meldung in - dieser Zeit der Bürger-Verunsicherung - in die Welt zu setzen zeigt welche totalitären Kräfte (oder Dummheit) hinter den "Umweltaktivisten" stecken!
Welche Verzweiflung treibt diese politische Gruppierung an?

Es ist typisch für unsere politische Kultur: Zuerst Zwang, notfalls mit Gesetzen - oder geade damit - und dann feststellen, dass weder die Voraussetzungen da sind, noch so einfach geschaffen werden können!
Denke an Wärmepumpen - Euphorie - natürlich sollten das die Bürger bezahlen - und die sollten dazu gezwungen werden.
Die Hersteller und Handwerkslobby hat schon fleißig mit Spenden an die entsprechenden Parteien nachgeschürt!
Es ist doch klar - wir sind eine Lobbkratie!

Wie wäre es - zuerst mal den billigen Strom nachhaltig zu erzeugen - dann entwickelt es sich ganz automatisch, friedlich und einvernehmlich!
Strom können wir selbst erzeugen - immerhin schon über 50% nachhaltig!

Wenn ich den Strom für 15 ct/Kwh bekomme (Milliarden-Unternehmen sollen den ja für 5 ct/Kwh bekommen) - heize ich nur nachhaltig elektrisch - wäre ja dumm das Fraking-Gas aus USA zu kaufen.

09.04.2024

Herr D. informieren Sie erst mal richtig.
Es sollen die Möglichkeit geschaffen werden, dass Betreiber kündigen können und unwirtschaftliche Leitungen rückbauen können.
"Vorweg: Das 23-seitige sogenannte Grünpapier ist als Impuls zum Um- und Rückbau des Gasnetzes zu verstehen und nicht als konkreter Gesetzentwurf. Nicht umsonst endet es mit 33 Fragen. "

"Doch was passiert mit Gasnetzkunden, die von Stilllegungsplänen betroffen wären? Konkret schlägt das Ministerium vor, es den Verteilnetzbetreibern zu ermöglichen, Kunden "aus Transformationsgründen" einen Anschluss zu verweigern und sogar zu kündigen. Diese Option soll als "Kündigungsrecht" des Netzbetreibers verankert werden, sofern das betroffene Gasversorgungsnetz nicht mehr benötigt wird oder wirtschaftlich betrieben werden kann."

https://www.zfk.de/politik/deutschland/gasnetz-rueckbau-habeck-ministerium-plant

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gasnetz-stilllegen-wasserstoff-100.html

Auch zum Thema Wärmepumpe. Es wäre keiner gezwungen worden, seine Heizung rauszureisen und durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Nur der Einbau von neuen Heizungen wären / sind die Vorgaben geändert worden. Wie auch schon in den letzten Jahrzehnten. Eine Ölheizung mit technischen Stand von 1960 und entsprechenden Abgaswerten durften Sie im Jahre 2000 auch nicht mehr einbauen. Auch haben die Hersteller von Ölheizungen die Entwicklung schon längst eingestellt gehabt. Weil am Ende. Zudem ist eigentlich Erdöl viel zu schaden zum Verbrennen. Man kann daraus viele andere Sachen herstellen.
Übrigens die Hersteller und Handwerker haben auch ohne Wärmepumpen sehr viele Möglichkeiten und Arbeit.

Es sind eher totalitäre Kräfte, die irgendwelche Behauptungen in die Welt setzen.

09.04.2024

@Harald V. : Es gäbe vieles in Deutschland, das weitaus unrentabler ist, als nicht ausgelastete Gasnetze. Im Gegensatz zu einem ordentlich gewarteten Brennwertkessel ist ein Fernwärmesystem eine weitaus üblere CO2- Schleuder, weil erhebliche Leitungsverluste entstehen. Fernwärme macht nur dann Sinn, wenn Geothermie zur Verfügung steht.
Städte können eine sogenannte Wärmeplanung machen und den Hausbesitzern das Gas abdrehen, um sie zum Anschluss an die Fernwärme zu nötigen. Der grün- ideologisch verordnete Umweltschutz, der in Wirklichkeit keiner ist, wird mit Druck und Zwang durchgesetzt.
Wenn wir schon dabei sind, wie nachhaltig angeblich Müllverbrennung ist: Eigentlich dürfte es im sorgfältig aussortierten Restmüll so gut wie nichts geben, was brennt.

09.04.2024

Die Leitungsverluste sind nicht so gravierend wie es einige hinstellen. Diese können sogar noch minimiert werden.
Auch kann man mit Fernwärme auch ohne Gas betreiben. Das haben Sie ja auch schon erwähnt. Paris heizt teilweise mit Abwärme der Abwasserkanäle.

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/fernwaerme-sachsen-anhalt-thueringen-kosten-vor-nachteile-leitungsverluste-100.html

Auch Gasheizungen müssen immer wieder erneuert werden. Und eine neue Gasheizung kostet auch mehrere tausend Euro. Bei Fernwärme spart man sich diese Wechsel.

Übrigens, wenn Betreiber unwirtschaftliche Leitungen weiterhin betreiben (müssen), wer zahlt das? Wohl kaum der Versorger, sondern die Verbraucher, wo es wirtschaftlich ist. Somit haben diese höhere Kosten.

09.04.2024

Es ist bemerkenswert wie Deutschland seit nahezu zwei Jahrzehnten hinterherhinkt bzw. an Boden verliert, wenn es um Technology und Strategie geht. Wer nicht agiert und nur auf Situationen reagiert, hat verloren, zahlt die höchsten Preise und erzielt den kleinsten Nutzen.
Deutschland ist vom Technology-Weltmeister zum Haus-, ja Bademeister geschrumpft. (Anmerkung: Haus- und Bademeister sind ehrenwerte Berufe, aber in der Politik und Industrie klassische Fehlbesetzungen)

09.04.2024

Kein Wunder, dass die Industrie aus diesem bekifften Hippiestaat abhaut. Wer hier noch investiert, weiß nicht, was er dafür bekommt.

09.04.2024

Keine Angst - die nächsten 10 Jahre wird niemand frieren müssen.... :)

09.04.2024

Von großer Intelligenz es zeugt, den Ast abzuschneiden auf dem du sitzt!

Jeder mit Hirn und Verstand wird erkennen, daß es eine super Idee ist, vor Bestehen einer funktionierenden guten und günstigen Alternative den Bestand zu beseitigen. Natürlich kostet der Umbau die Eigentümer der Immobilien nichts, allenfalls eine Kugel Eis!

09.04.2024

Wer wohl den Umbau der ganzen Mietshäuser bezahlt?

09.04.2024

Die Vermieter, die seit Jahren mit sehr hohen Mieten Einkommen erzielen. Und ohne Planungssicherheit, also frühzeitigem Ankündigen von Änderungen in der Infrastruktur, werden diese (übrigens stattlich geförderten) Umbauten wohl kaum angegangen werden.

09.04.2024

1.Der oder die Eigentümer gehen in Vorleistung.
2. Danach wird die Miete dementsprechend erhöht.

09.04.2024

Das ist so tolle Politik.

Wir haben funktionierende Anlagen, die in weiten Teilen existenziell sind.
Dann wird deren Betrieb von den Grünen als „Böse“ markiert, und schon stehen die Abriss. Der wird dann eisenhart durchgezogen, egal ob funktionale Alternativen verfügbar sind, oder nicht. Meistens ja eher nicht.

Deutschland „schafft“ sich nicht ab, Deutschland reißt sich ab, mit grünem Furor und rotem Absolutheitsanspruch.

09.04.2024

Sagen wir mal so, die Bundesregierung hat ein erkennbares Ziel. DEUTSCHLAND soll klimaneutral werden und nicht die EU. Wenn die deutsche Energieversorgung komplett auf elektrischen Strom umgestellt ist, werden uns die lieben Nachbarn schon mit Kohle- und Kernkraftwerken versorgen. Vielleicht stellen uns die Nachbarn dann auch die Facharbeiter, wenn der eigene Nachwuchs dank regelmäßigem legalem Cannabiskonsum keine anspruchsvollen Berufe mehr erlernen kann. SARKASMUS

10.04.2024

Der Cannabiskonsum bei Jugendlichen dürfte nicht das Problem des Fachkräftemangels sein. Abgesehen davon ist der Konsum des Nervengiftes Alkohol, insbesondere bei Jugendlichen, mit abertausenden direkten Toten jährlich schlimmer. Der übrigens überall und ohne Mindestabständen zu Schulen, Spielplätzen usw. konsumiert werden darf.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77522/Fachgesellschaft-warnt-vor-Hirnschaeden-durch-Alkoholkonsum-bei-Jugendlichen

Aber Alkohol wärmt doch bekanntlich bzw. heisst es doch so schön. Also, raus mit der Gasleitung. Die Brauereien klagen doch um Umsatzrückgang. Statt importierten Gas sollte man lieber die heimische Brauereien und Destillerien kaufen. SARKASMUS

Wärme lässt auch ohne Gas und ohne Strom erzeugen. Aber dazu müsste man mal über seinen Tellerrand schauen und man kann viel schlechter auf die grünen Teufel schimpfen.

09.04.2024

Ich weiß ja nicht wie sich das die Stadt Augsburg vorstellt. Aber so weit ich weiß hab ich keine Aussicht auf einen Fernwärmeanschluss und eine Wärmepumpe kommt nach Baurecht nicht in Frage. Frau Weber wissen Sie was sie da tun?

09.04.2024

Als Eigentümer frieren.

Ich hätte jedoch für die wirklich kalten Tage einen Ergometer, der bei Benutzung auch warm macht. :-)

09.04.2024

Heizen Sie mit Klimaanlagen, es sind zwar physikalisch gesehen auch Wärmepumpen, aber die verbietet das Baurecht nicht.