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Wasser oder Fett? Daher kommen die zusätzlichen Kilos in der Periode

Menstruation

Wasser oder Fett? Daher kommen die zusätzlichen Kilos in der Periode

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    Egal, ob Wasser oder Fett: Viele Frauen fühlen sich kurz vor und während ihrer Periode aufgebläht und dicker.
    Egal, ob Wasser oder Fett: Viele Frauen fühlen sich kurz vor und während ihrer Periode aufgebläht und dicker. Foto: dragonstock, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Menstruationsphase, Follikelphase, Ovulationsphase und Lutealphase: Sie bestimmen den weiblichen Zyklus und können den Alltag und das Körpergefühl von Frauen stark beeinflussen. So ist es zum Beispiel nicht ungewöhnlich, dass Frauen kurz vor und während ihrer Periode mehr wiegen als in den anderen Phasen ihres Zyklus.

    Laut einer 2023 im American Journal of Human Biology veröffentlichten Studie zu Gewichtsveränderungen im Zyklus belaufen sich die zusätzlichen Kilos im Schnitt auf rund 0,5 Kilogramm. Von deutlich größeren Gewichtsschwankungen berichtet die London Obesity Clinic aus der Praxis. Demnach könnten Frauen vor und während der Periode zwischen 0,5 und 2,2 Kilogramm zunehmen. Doch woher kommen die zusätzlichen Kilos eigentlich und handelt es sich um Wasser oder Fett?

    Woher kommen die zusätzlichen Kilos in der Periode?

    Gewichtsveränderungen während des weiblichen Zyklus sind ganz normal. Laut der US-amerikanischen Cleveland Clinic kann es dafür unterschiedliche Gründe geben:

    • hormonelle Schwankungen von Östrogen, Progesteron und Serotonin
    • Ernährung und Sport
    • normale tägliche Gewichtsschwankungen

    Hormonelle Schwankungen: So beeinflusst auch das Glückshormon das Gewicht

    Während des weiblichen Zyklus sinken und steigen die Östrogen- und Progesteronspiegel im Körper der Frau ganz natürlich. Laut dem Medizin-Lexikon MSD Manual steigt etwa das Östrogen in der Follikelphase, die mit der Menstruationsblutung beginnt, langsam an. Das Hormon signalisiert der Gebärmutter, sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Außerdem scheint Östrogen laut der Studie im American Journal of Human Biology in der späten Follikelphase – also nach der Periode – für einen signifikanten Rückgang von extrazellulärem Wasser im Körper zu sorgen. Dieser Rückgang könnte sich nach der Blutung auch auf der Waage bemerkbar machen und so ein höheres Gewicht während der Periode suggerieren.

    Progesteron hingegen erreicht den Studienautoren zufolge in der Mitte der Lutealphase – also kurz vor der Periode – seinen Höchstwert und begünstigt Wassereinlagerungen. Das Gewicht kann dadurch nach oben gehen.

    Zusammen mit einem erhöhten Progesteronspiegel, der den Appetit anregt, kann auch Serotonin, das als Glückshormon bezeichnet wird, bei der Gewichtszunahme während der Periode eine Rolle spielen. Laut der London Obesity Clinic fällt der Serotoninspiegel nämlich kurz vor der Periode stark ab, während das Progesteron steigt. Im Ergebnis kann es zu Heißhunger auf Kohlenhydrate und zuckerhaltige Lebensmittel kommen. Denn Süßigkeiten oder Junkfood können den Serotoninspiegel kurzfristig erhöhen, verursachen der London Obesity Clinic zufolge aber aufgrund eines erhöhten Insulinspiegels auch Wassereinlagerungen und ein unangenehmes Völlegefühl, das auch als ‚Bloating‘ bezeichnet wird.

    Ernährung und Sport während der Periode: Treiben sie das Gewicht nach oben?

    Ganz allgemein gelten eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport als gesundheitsförderlich – das gilt auch für die Zeit der Periode. Wenn Frauen in dieser Zyklusphase aber mit Krämpfen, Müdigkeit und anderen Menstruationsbeschwerden zu kämpfen haben, kann das laut der Cleveland Clinic auch gesunde Gewohnheiten durcheinanderbringen.

    Zusammen mit der Lust auf süße oder salzige Speisen vor und während der Periode kann es durch die verminderte Aktivität zu einer kurzfristigen Gewichtszunahme kommen, erklärt die Klinik auf ihrer Seite.

    Gewichtsschwankungen sind ganz normal – nicht nur während der Periode

    Gewichtsschwankungen betreffen nicht nur Frauen während ihrer Periode, sondern machen sich tagtäglich bei jedem Menschen bemerkbar. Das ist laut der Cleveland Clinic ganz normal und unter anderem auf Mahlzeiten, Flüssigkeitszufuhr und sogar den Toilettengang zurückzuführen.

    Das Gewicht ist keine statische Größe. Deshalb ist es ganz normal, dass sich die Zahl auf der Waage von Tag zu Tag und auch im Laufe eines Tages leicht verändert. So können salzige Mahlzeiten zum Beispiel Wassereinlagerungen begünstigen und das Gewicht vorübergehend um bis zu 1,5 Kilogramm nach oben treiben. Heißt im Umkehrschluss: Eine Gewichtsveränderung in der Periode muss nicht zwangsläufig auch mit dieser zusammenhängen.

    Wasser oder Fett? Daher kommen die zusätzlichen Kilos in der Periode

    Zurück zur Ausgangsfrage: Handelt es sich bei dem Plus auf der Waage um Wasser oder Fett? In der Studie im American Journal of Human Biology erklären die Autoren, dass zusätzliches Gewicht während der Menstruation ausschließlich auf zu erwartende Wassereinlagerungen zurückzuführen sei und nicht auf eine Zunahme der Fettmasse.

    Das dürfte auch mit Blick auf mögliche Heißhungerattacken und eine verminderte Aktivität vor und während der Periode gelten. Wird ein solcher Lebensstil aber zum neuen Dauerzustand, sieht es anders aus. Laut der Barmer Krankenkasse entsteht Fett nämlich, wenn Menschen häufig Lebensmittel mit zu vielen Kohlenhydraten und zu wenig Aminosäuren zu sich nehmen. Bei einem Lebensstil mit wenig Bewegung und Sport setzt sich diese überschüssige Energie als Fett an verschiedenen Körperstellen ab.

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