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Krieg in der Ukraine
17.05.2022

Das Update zum Ukraine-Krieg vom 17. Mai

Foto: AZ-Grafik

Mit unserem Update zum Krieg in der Ukraine behalten Sie den Überblick über die Nachrichtenlage. Wir senden Ihnen jeden Abend die wichtigsten Meldungen des Tages.

Kurz nachdem Wladimir Putin am 24. Februar den Krieg mit der Ukraine begonnen hatte, verbot er russischen Medien, von einem Krieg zu sprechen. Stattdessen spricht die offizielle Berichterstattung dort von einer "militärischen Spezialoperation". Dieses Beispiel zeigt schon: Propaganda gehört in Russland mit zur Kriegsführung. Nicht umsonst heißen die – vom Staat bezahlten – Journalisten in Russland auch Mediensoldaten.

Unsere Russland-Korrespondentin Inna Hartwig hat nachgezeichnet, wie Putin sein staatstreues Mediensystem aufgebaut hat und erklärt, warum so viele Russen die falschen Erzählungen der russischen Staatspropaganda glauben.

Der Tag: Die letzten ukrainischen Kämpfer haben seit Wochen trotz einer andauernden Blockade das Asow-Stahlwerk und die Stadt Mariupol verteidigt. Ihr Schicksal war oft in den internationalen Schlagzeilen. Nun konnten gut 260 ukrainische Soldaten nach Behördenangaben das umkämpfte Werksgelände verlassen. Busse haben die Soldaten vom Stahlwerk abtransportiert.

Nachdem Finnland über Jahrzehnte hinweg als neutrales Land galt, hat das finnische Parlament am Dienstag mit überwältigender Mehrheit einem Antrag auf Nato-Mitgliedschaft zugestimmt. Finnland teilt eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Präsident Sauli Niinistö und Regierungschefin Sanna Marin hatten bereits am Sonntag erklärt, eine Bewerbung einreichen zu wollen.

Im Zuge der Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine hat der Internationale Strafgerichtshof ein Team von 42 Experten in das Land entsandt. Es sei das bisher größte Ermittler-Team, das das Weltstrafgericht jemals entsendet habe, wie Chefankläger Karim Khan in Den Haag mitteilte.

Die Lage: Der Deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat heute mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Die beiden betonten, dass es eine Verhandlungslösung für den Krieg zwischen Russland und der Ukraine geben müsse. Russland müsse dafür aber sofort alle Kampfhandlungen einstellen, heißt es in einer Mitteilung von Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Deutschland will die Ukraine auch weiter unterstützen. Ob die beiden über einen Besuch des Bundeskanzlers in Kiew – den schon länger viele fordern – gesprochen haben, ist aber unklar.

Die Region: Seit vier Wochen werden an der Friedberger Mittelschule geflüchtete Kinder aus der Ukraine unterrichtet. Sie sind zwischen elf und 14 Jahre alt, einige können sogar schon etwas Deutsch. Ihr Lehrer Maxim Jemeljanov spricht selbst deutsch, ukrainisch und russisch. Ein Glücksfall, findet Schulleiterin Carmen Audilet. Mit ihm reden die Kinder über mehr als nur den Unterricht. Sie erzählen vom Krieg und sprechen über die Unterschiede zwischen Deutschland und der Ukraine.

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