Augsburger Geschichte erleben

In unserer Serie „Augsburg-Album“ beleuchtet Historiker Franz Häußler unterschiedliche Aspekte der Augsburger Stadtgeschichte aus vielen Jahrhunderten. Zudem bieten wir Einblicke in seine umfangreiche Sammlung historischer Bilder und Dokumente. Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Erforschen!

Der Entwurf von August Eisenmenger für den Theatervorhang in Augsburg wird in den Städtischen Kunstsammlungen verwahrt.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Verlorene Theaterkostbarkeiten: Bühnenvorhang sorgte für Aufsehen

Der Bühnenvorhang des Wiener Historienmalers August Eisenmenger verbrannte 1944. Zinnskulpturen schmolzen, Goethe und Schiller sind nach Lechhausen umgezogen.

Aquarell von Joseph Eschenlohr aus den 1930er-Jahren: Der Augustusbrunnen ist noch von historischer Häuserkulisse umgeben.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Brunnenfigur Herkules steht seit 20 Jahren unter Dach

1993 begann in Augsburg der Austausch „Original“ gegen „Kopie“. Augustus, Herkules, Merkur, Neptun und St. Georg bekamen Stellvertreter.

Das Schloss von Pfersee, gemalt im Jahr 1856. Es ist schon lange kein Adelssitz mehr.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Waren die Augsburger Monarchisten?

Straßennamen und der Prinzregent stammen aus königlichen Zeiten. Das Maximilianmuseum ist nach Bayern-König Max II. benannt.

Um 1890 erstand anstelle des abgebrochenen Klosterflügels auf alten Fundamenten ein Neubau (links). Er wurde 1938 zum Theater-Betriebsgebäude umfunktioniert.
Augsburger Geschichte

Einzigartige Spielstätte: Der Hoffmann-Keller in Augsburg ist Geschichte

Plus Das Theater-Betriebsgebäude wird abgebrochen und macht einem Neubau Platz. Historische Gewölbekeller können nicht erhalten werden.

Auf der Postkarte zur Großstadtfeier huldigen antik gekleidete Augsburger der Stadtgöttin Augusta. Die Festzeitung informierte über das Festprogramm im Mai.
Augsburger Geschichte

Was für eine Feier: Als Augsburg zur Großstadt aufstieg

Plus Schon 1910 überschritt Augsburg die Grenze von 100.000 Einwohnern. Für die Geschäftswelt und die Touristiker war dies Anlass, eine Großstadtfeier auszurichten.

In der Silvesternacht wird der Himmel über Augsburg wieder von Raketen erleuchtet. Früher gab es das Feuerwerk nicht zum Jahreswechsel.
2 Bilder
Augsburg

Als das "Feüerwerck" ein Fall für den Meister war

Während heute jeder Böller und Raketen zünden darf, waren die Regeln früher streng. Alte Unterlagen aus dem Stadtarchiv erzählen von "Fontainen" und "Cometen".

Dieser Brief, den der ehemalige Aichacher Postmeister Johann Pollinger vor über 120 Jahren an sich selbst verschickte, ist heute 50.000 Euro wert. Dies liegt an den Briefmarken, die links unten im Eck zu sehen sind.
Auktion

Ein Aichacher Brief, der nie hätte verschickt werden dürfen

Plus Ein Aichacher Postmeister ignoriert eine Anordnung und schreibt damit Geschichte. Seine Postsendung bringt über 100 Jahre später bei einer Versteigerung 50.000 Euro.

Marija Skrobo-Jakobovic backt über 90 Sorten für die Tafel.
3 Bilder
Essen und Trinken

Wie schmeckten eigentlich die Plätzchen vor 250 Jahren?

Eine Lechhauserin hielt um 1770 alle ihre Lieblingsrezepte in einer handschriftlichen Sammlung fest. Im Stadtarchiv ist das Büchlein nun aufgetaucht. Sind die Rezepte noch heute umsetzbar?

Frauenarbeit beim Flugzeugbau während des Zweiten Weltkriegs.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Messerschmitt-Serie: Nach dem Krieg pausierte der Flugzeugbau

Plus Spezialkommandos der Amerikaner spürten versteckte Produktionsstätten auf. Heute gibt es im Großraum Augsburg 20.000 Beschäftigte in der Luft- und Raumfahrt.

Im XL-Computertomografen sichtbar gemacht: das Innenleben der Ende 1944 gebauten Me163 aus dem Deutschen Museum.
Augsburger Geschichte

Der Raketenjäger Me163 im Computertomografen

Plus Das Messerschmitt-Flugzeug flog mit über 1000 Stundenkilometern. Es wurde im Deutschen Museum durchleuchtet, um das Innenleben zu dokumentieren.

Dieses Modell der viermotorigen „Me 264“ imitiert den echten sogenannten „Amerika-Bomber“ perfekt.
Augsburger Geschichte

Prototyp aus Augsburg: Die Geschichte hinter der "Me 264"

Plus Messerschmitt entwickelte in der NS-Zeit einen sogenannten „Amerika-Bomber“ mit 15.000 Kilometern Reichweite. Doch die einzige flugfähige „Me 264“ wurde 1944 zerstört.

Ein verwundeter Soldat fotografierte im März 1943 die riesige Me 323 „Gigant“ auf dem Flugplatz Smolensk in Russland, mit der er nach Warschau geflogen wurde.
Augsburger Geschichte

Das waren Messerschmitts Flugzeug-Giganten

Plus Der Großsegler Me 321 „Gigant“ wurde für die Invasion in England entwickelt. Die sechsmotorige Me 323 „Gigant“ war das größte Landflugzeug der Welt.

Die Me 262 begründete das Jet-Zeitalter.
Augsburger Geschichte

Die Me262: Hitlers "Wunderwaffe" aus dem Scheppacher Forst

Plus Die Nationalsozialisten sahen das Jagdflugzeug mit zwei Strahltriebwerken als „Wunderwaffe“. Gebaut wurde sie von KZ-Häftlingen unter unmenschlichen Bedingungen.

Großserienfertigung der „Me 109“. Nur dank der rationellen Produktion konnte der immens hohe Bedarf im Zweiten Weltkrieg gedeckt werden.
Augsburger Geschichte

Luftfahrtstadt Augsburg: Der Messerschmitt-Jäger "Me 109"

Plus Einsatz auf allen Kriegsschauplätzen: Der Messerschmitt-Jäger "Me 109" ist mit 32.461 Maschinen das meistgebaute Jagdflugzeug der Geschichte.

Das kleinste und das größte Messerschmitt-Passagierflugzeug um 1935 auf dem Augsburger Flugplatz. Unter dem Flügel der 12-sitzigen „M 20“ steht die zweisitzige „M 17“.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Messerschmitt machte Augsburg weltweit bekannt

Vor 92 Jahren übersiedelte der Flugzeugkonstrukteur nach Augsburg. Bis 1945 wurden 45.000 Messerschmitt-Maschinen gebaut. Das Einstiegsmodell wog nur 186 Kilo.

Der riesige Ringleuchter für das neue Reichstagsgebäude in Berlin im Jahr 1894 bei der Montage in einer Halle bei Riedinger in Augsburg.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Leuchter aus Augsburg für den Reichstag

Die „Broncewaren-Fabrik Riedinger“ lieferte 1895 einen riesigen Ringleuchter nach Berlin. Heute befinden sich die Skulpturen in der Kunstsammlung des Bundestags.

Von 1932 bis 1982 wurden Abermillionen Blitz-Birnchen in Augsburg produziert. „II. Wahl“ wurde an Werksangehörige verkauft.
Augsburger Geschichte

100 Jahre: Die Geschichte von Osram in Augsburg

Plus Die erste Glühfaden-Fabrik entstand 1902 in Lechhausen. 1919 wurde Osram gegründet und Augsburg war einer der Standorte.

Ein berührender Augenblick: Hermann Warth lässt sich im Jahr 1981 mit drei Sherpas auf dem erstmals bestiegenen Ganesh II (7102 m) in Nepal abbilden (linkes Bild). Auf dem Foto rechts ist Warth (r.) mit Engelbert Neumair bei der Erstbesteigung des Ampato zu sehen.
3 Bilder
Augsburg

Augsburgs mutigste Bergsteiger: Von Gipfelsiegen und Tragödien

Alpinisten der Sektion zog es hoch hinaus, auch auf den Mount Everest. Ein Mann erstieg vier Achttausender, doch ein niedrigerer Berg packte ihn. Und dann war da eine vogelwilde Klettertruppe.

Im Sommer 1950 gab es schon wieder ein umfangreiches Tourenprogramm.
3 Bilder
Augsburg

Alpenverein: Wie ein Verbot zum Neuanfang führte

Ende des Krieges löst die US-Militärregierung die nationalsozialistisch orientierte Sektion auf – ein notwendiger Schritt für die komplett neue Ausrichtung des Vereins. Im Sommer 1950 gibt es wieder ein umfangreiches Programm.

Bildmosaik am 1958 erbauten Wohnhaus Beim Pfaffenkeller 12. In dezenten Farben gestaltete der Maler und Restaurator Karl Manninger die biblische Szene mit Jesus im Boot auf dem See Genezareth.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Kunst am Bau aus den 1950er-Jahren

Moderne Malereien an den Gebäuden sind eher selten. Die frühen Bilder verblassen und werden wenig beachtet.

Der erste Renaissance-Bau nördlich der Alpen – die Fuggerkapelle in der Anna-Kirche in Augsburg markiert den Beginn einer neuen künstlerischen Epoche.
Kunst in Augsburg

Die unglaubliche Geschichte der Fuggerkapelle

Plus Vor 500 Jahren schufen sich die Fugger eine Familiengrablege, die ihresgleichen sucht. Dann kam Martin Luther mit der Reformation nach Augsburg.

Über dem Portal (links) der fürstbischöflichen Residenz prangt das Wappen des einstigen Hausherrn, des Fürstbischofs Joseph I. Hier „residiert“ jetzt die Regierung von Schwaben.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Die Spuren eines Fürstbischofs in Augsburg

Vor 250 Jahren starb der letzte hochadelige Bischof. Joseph I. baute den Rokokosaal, sein Wappen zieren Fayencen

Die Jahreshauptversammlung des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins fand 1921 im Goldenen Saal des Rathauses statt. Geklärt werden musste eine wichtige Frage: Sollte eine Sektion mit vornehmlich jüdischen Mitgliedern in den Verbund aufgenommen werden?
150 Jahre Alpenverein Augsburg

Von Manneszucht, Heimatliebe und völkischen Tendenzen

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg nimmt großdeutscher Nationalismus die Sektion stärker ein. Es kommt zu Konflikten, aber auch zu einer neuen Öffnung.

Eine bunte Postkartenserie von 1908 zeigt die fünf Hauptbilder am Fuggerhaus im Zentrum Augsburgs. Unter anderem ist der Empfang von Kaiser Ludwig dem Bayern anno 1315 in Augsburg darauf zu sehen. Mit einem Bild ist er in der ihm gewidmeten Galerie im Museum der Stadt Schwabmünchen gewürdigt.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Die Fuggerhaus-Fresken machten Ferdinand Wagner berühmt

Vor 200 Jahren wurde der Maler Ferdinand Wagner geboren, der stilistisch mit seiner akkuraten Malerei zu den Nazarenern zählt. 1881 starb er.

Radfahrerriege des Turnvereins Augsburg 1847 nach einem Radler-Blumenkorso im Jahre 1899.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Offiziell ab 2020 - doch Augsburg war schon früher Fahrradstadt

Radrennen belegen um 1900 eine wahre Euphorie. Das führte zur Gründung von Vereinen. 2020 will sich die Stadt offiziell mit dem Titel Fahrradstadt schmücken.

Die Augsburger Hütte mit Parseier im Hintergrund auf einem Lichtdruck aus dem Jahr 1894.
4 Bilder
Augsburg

Eine Lawine begrub die erste Augsburger Hütte

Heute gehört die Augsburger Hütte zu den selbstverständlichen Zielen in den Alpen. Doch der Bau zu der alpinen Unterkunft war mühsam und gefährlich.

Hermann von Barth gilt als Begründer des eigenverantwortlichen, führerlosen Bergsteigens.
2 Bilder
150 Jahre Alpenverein Augsburg

Ein elitärer Herrenclub mit Abenteuerlust

Es waren Fabrikanten, Bankiers und Kommerzienräte, die 1869 die Sektion Augsburg aus der Taufe hoben. Sie hatten ein großes gemeinsames Ziel. - Serie (1)

Hof des Wittelsbacher Schlosses Friedberg. In einigen Räumen dieses gewaltigen Baus wurden von 1754 bis 1768 Fayencen gefertigt. Etliche davon sind hier im Museum zu sehen.
4 Bilder
Augsburg

Augsburg im Friedberger Schloss

Das Museum im Wittelsbacher Schloss beleuchtet auch Augsburg-Geschichte. Die ausgestellten Fayencen belegen künstlerische Verbindungen zwischen den Nachbarstädten.

Baden bei der Holzbachschleuse an der Wertach anno 1808, überliefert durch eine kolorierte Umrissradierung von Jacob Hübner.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Der Schmetterlingsforscher Jacob Hübner

Der Naturexperte zeichnete 3598 Schmetterlingsarten. Förderer ermöglichten ihm seine Passion. Wo sich sein kostbarer Nachlass befindet.

Eine mächtige Kuppel überspannte den großen Saal des Ludwigsbaus. Zahlreiche Postkarten überliefern den 1914 eingeweihten Veranstaltungsbaukomplex im Stadtgarten.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Unvergessener Kulturtempel Ludwigsbau

Der Bau diente als Konzerthalle, Faschingshochburg und Ersatz-Opernhaus. Er wurde 1914 eingeweiht und 1967 gesprengt. Was mit der Orgel geschah.

Der moderne Glaszylinder auf der einstigen Sternwarte überragt die hohen Bäume, welche die Sicht auf den Turmunterbau vom Unteren Graben aus verwehren.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Vielseitiger Turm: Von der Sternwarte zur Mietwohnung

Plus Im Untergrund des Astronomischen Turms in Augsburg finden sich Spuren der Römerstadt. Das Bauwerk in der Stadtmauer hat viele Wandlungen erlebt.

Dieser ersten bunten Postkarte von der 1914 eingeweihten Gaststätte am neuen Hochablasswehr sollten noch viele Grußkarten folgen.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Dachreiter erinnert noch heute ans Hochablass-Gasthaus

Vor 40 Jahren wurde die Gastwirtschaft beim Hochablass-Wehr abgebrochen. An der Kanu-Slalom-Strecke und am Kuhsee gibt es heute eine Nachfolge-Gastronomie.

Das 1932 angefertigte Modell der Freilichtbühne mit einem Bühnenbild aus Mozarts „Zauberflöte“ wird im Mozarthaus an der Frauentorstraße verwahrt.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Seit 90 Jahren wird die Freilichtbühne bespielt

Der Stadtgraben wurde 1929 zum Amphitheater am Roten Tor umgebaut. In den 1950er-Jahren gab es Festspiele mit bis zu fünf Opern pro Saison.

Seit mehr als einem halben Jahrtausend steht die trutzig wirkende hohe Stadtmauer am Stadtgraben mit der Kahnfahrt beim Oblatterwall (links).
3 Bilder
Augsburger Geschichten

10.482 Schritte um Augsburgs Befestigung

Ab 1417 war die gesamte Stadt von Mauern und Gräben umschlossen. Der damalige Stadtumfang umfasste 7650 Meter.

Das „Wirtshaus zum Wolfszahn“ im Jahre 1819. Im Hintergrund ist der unregulierte Lech erkennbar.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Als die Wolfzahnau in Augsburg ein Friedhof werden sollte

Die Wolfzahnau im Norden Augsburgs musste viele Angriffe hinnehmen. Heute sind Schottische Hochlandrinder als Naturpfleger in der Weidestadt im Einsatz.

Von der Hauptkuppe des rekultivierten, begehbaren Müllbergs aus ist zu sehen, dass ein dritter Hügel noch „aktiv“ und im Wachsen ist. Die Ablagerungen sollen hier 2023 enden.
Müllberg-Serie (4)

Halb Müllhalde, halb Ausflugsziel

Bis Mitte der 70er-Jahre durfte auf dem Augsburger Müllberg nahezu alles entsorgt werden, doch dann veränderte sich das Umweltbewusstsein. Heute wird aus der Deponie Stück für Stück ein Naherholungsgebiet /

Der Augsburger Müllberg, im Bild hinter der Autobahn gelegen) ist ein Lager für wertvolle Ressourcen. Ob und wie sie jemals geborgen werden, dürfte allerdings eine Frage sein, die erst künftige Generationen beantworten können.
Müllberg-Serie (9 und Ende)

Der Augsburger Müllberg: Ein Lager wertvoller Ressourcen

Der Altmüll in den Deponien Deutschlands soll 60 Milliarden Euro wert sein. Augsburgs Müllberg-Inhalt allerdings könnte problematisch werden – und ist deshalb ein Thema für künftige Generationen /

Ungewöhnliche Ausblicke bietet der Müllberg zuhauf. Mit dem Teleobjektiv herangeholt, wirkt die ferne Alpenkette stadtnah. Kamine der Papierfabrik UPM und der Turm St. Ulrich, der das MAN-Hochhaus überragt, bilden die Bildbegrenzungen.
2 Bilder
GeschichteSerie (8)

Das Geheimnis der Müllberg-Quelle

Vielen Besuchern gibt das sprudelnde Wasser Rätsel auf, doch es gibt eine einfache Erklärung. Für die Augsburger ist die Deponie zum Ausflugsziel geworden – auch wegen des guten Rundumblicks /

Breit in die Ebene gelagert erscheint der Müllberg aus Osten von der Brücke aus, auf der die Neuburger Straße über die Autobahn geführt wird.
Müllberg-Serie (7)

Die Vision vom Erholungsgebiet vor Augsburgs Toren

Für 26 Millionen Mark sollte die Mülldeponie zum Ausflugsziel umgewandelt werden. Die Idee dazu entstand 1980, doch bis zur Eröffnung gab es viele Hindernisse zu überwinden – auch finanziell /

Vom Flachdach des Hochhauses bei der Firnhaberauer St.-Franziskus-Kirche bot sich um 1985 über Siedlungshäuser hinweg dieser Ausblick auf den noch wachsenden Müllberg.
Müllberg-Serie (3)

Als man auf dem Müllberg noch Schätze finden konnte

In den 70er Jahren durfte jeder seinen Abfall selbst zur Deponie bringen. Dies führte zu skurrilen Szenen, denn oft konnte man kleine Kostbarkeiten retten.

Eine viel besuchte Idylle im Schatten des Müllbergs sind der „Europaweiher“ und die „Europawiese“. Das Bild stammt aus dem Jahr 1982. Damals ragte der Müllberg nicht so hoch auf.
Müllberg-Serie (2)

Wie der Müllberg von der Schutthalde zum Ausflugsziel wurde

Zwei Städte sind auf der Suche nach einer Mülldeponie. Im Augsburger Norden werden sie fündig. Heute ist der Müllberg ein Erholungsgebiet. Die ganze Geschichte.

Der Fernblick vom Augsburg-Gersthofer Müllberg ist bisweilen fantastisch. Mit dem Teleobjektiv oder dem Fernglas sind die Alpen ganz nah an die Stadtsilhouette heranholbar.
2 Bilder
Müllberg-Serie (1)

Der Augsburger Müllberg: Unter uns Abfall, vor uns die Alpen

Einst gab es im Augsburger Norden eine liebliche Auenlandschaft. Doch auch in den 20ern brauchte man Wohnraum. Wie ein Biotop zerstört und der Anfang des Müllbergs gelegt wurde.

An der Nordseite des Seerosenbeckens im Hofgarten aufgereiht stehen die fünf Barockzwerge aus dem Nachlass von Hofrat Sigmund Röhrer.
4 Bilder
Augsburg

Hofgarten: Was es mit den fünf Steinzwergen auf sich hat

Nicht nur die Augsburger genießen gerne die Idylle des Hofgartens. Dort halten sich auch fünf Steinzwerge auf. Zu diesen Figuren gibt es eine Geschichte.

Die ursprüngliche Ausdehnung des Jesuitenkollegs verdeutlichen historische Abbildungen (links). Leopold Mozart stellte sich in seiner Violinschule mit einem Kupferstich vor. Derzeit empfängt er in Lebensgröße die Besucher im Foyer.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Wo Leopold Mozart in Augsburg zur Schule ging

Für den fünfjährigen Leopold begann 1724 eine zwölfjährige Schulzeit im Jesuitenkolleg. Von dem Gebäude im Domviertel ist heute nur noch der Kongregationssaal übrig.

Biber gestalten mit Dämmen die Lechauen im Augsburger Norden im Sinne der Naturschützer. Sie sorgen für die Vernässung weiter Bereiche.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Der wiederbelebte Branntweinbach

Den Bach nutzte eine Hammerschmiede, die einem Stadtteil ihren Namen gab. Seit 1996 fließt Lechwasser in das alte Bachbett. Biber besorgen die Verteilung.

Am Weg zur höchsten Kuppe des Müllbergs begleiten Gassammelschächte mit zentnerschweren Betondeckeln die Bergbesteiger.
Müllberg-Serie (6)

Der Müllberg liefert Strom für 312 Haushalte

Das Gas, das der Abfall auf der Altmülldeponie Augsburg-Nord produziert, wird in aufwendigen Prozessen in Energie umgewandelt. Die Produktion lohnt sich.

Personentransport anno 1897: Eine Pferde-Straßenbahn (links) auf der Hermanstraße beim Hotel Kaiserhof. Vor dem Eingang an der Halderstraße steht eine Reisekutsche.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Als Pferde die Straßenbahn zogen

Vor 140 Jahren fand die Vertragsunterzeichnung für eine Privatbahn statt. Daraus entwickelte sich ein städtisches Verkehrsunternehmen, das heute 111 Jahre alt ist

In der Südwestecke des Deponiegeländes unterhalb des Müllbergs verbirgt sich die Sickerwasser-Sammelstelle mit Vorreinigungstanks hinter hohen Bäumen.
Müllberg-Serie (5)

Warum der Müllberg den Augsburgern zu stinken begann

In den 80ern begann die Deponie den Bürgern zu stinken – und das im wahrsten Wortsinn. Augsburg und Gersthofen beschlossen, sie von oben trockenzulegen.

Das Bauten-Ensemble mit dem Jakoberwallturm ist seit 1992 das Vereinsheim der Historischen Bürgergilde Augsburg.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

An der Jakoberwallbastion standen früher die Kanonen

Die Jakoberwallbastion ist seit 1992 die Heimat der Historischen Bürgergilde. Sie hält die Anlage in Schuss und lädt an den Dult-Wochenenden zu einem Besuch ein.

Am 22. März 1950 war Herkules aus dem Exil zurückgekehrt. Den Hintergrund bildete die Ruine des Hotels „Drei Mohren“.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Was mit den Brunnenfiguren während des Krieges passierte

Augustus, Herkules, Merkur und Neptun wurden zwischen 1940 und 1943 verwahrt. Dafür gab es zwei ganz unterschiedliche Gründe.

Die Bärenkeller-Siedlung in den 1930er-Jahren. Richard Hohenner war an ihrer Gründung maßgeblich beteiligt.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Wie Richard Hohenner das Augsburger Siedlungswesen in Gang brachte

Hohenner verhalf sozial Schwachen zu einem Zuhause und zeigte kämpferisches Engagement für ein soziales Bodenrecht. Warum der Stadtrat der NSDAP beitrat.

„Unser zweites Auto 1930“: ein Opel. Oldtimer-Liebhaber bezeichnen dieses Modell „Laubfrosch“.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Historische Fotos: Als die ersten Autos in Augsburg fuhren

Auch das Auto hat man klein angefangen: Im Jahr 1895 erregte der erste Motorwagen in Augsburg viel Aufsehen. 1910 waren 50 Pkw in der Stadt zugelassen.

Werbeplakat für Zugspitz-Umkreisungen mit Maschinen von Rumpler-Luftverkehr in Augsburg.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Seit 100 Jahren Luftverkehr in Augsburg

Am 13. März 1919 landete die erste Linienmaschine in Augsburg. Rumpler-Luftverkehr flog mit Doppeldeckern nach Berlin.

Ostansicht der Dompropstei im Stadtplan von 1626. Über den Arkaden zum Garten befindet sich ein Festsaal mit zwölf Fenstern.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Kaiser Maximilians erstes Quartier

Die Dompropstei diente als Fürstenherberge. Am Dom-Hotel erinnert eine Gedenktafel an den vor 500 Jahren gestorbenen Gast.

Der Hallhof (jetzt Hallstraße) und die 1808 fertiggestellte große Zollhalle (links) vor fast 200 Jahren. Der einstige Hof soll zum Holbein-Campus umgewandelt werden.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Vom Klostergarten zum Holbein-Campus

Vor zehn Jahren wurde die Idee für eine verkehrsberuhigte Hallstraße geboren. 1200 Gymnasiasten warten auf ihre „Piazza“.

Auf dem Baufoto von 1955 stehen Schiller und Goethe noch in ihren Nischen. 1956 wurde die Fassade des Theaters vereinfacht.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Theater-Ruine erhielt modernes Innenleben

Stadtbaurat Schmidt setzte 1953 eine hochwertige Ausstattung des Theaters durch, er wollte keinen „Tinnef“. Warum der Wiederaufbau dennoch nicht ohne Fehler verlief.

Die Stadtmauer entlang der Thommstraße im Sommer 2018. Die Lebensverhältnisse für Tier und Pflanzen auf diesem 300 Meter langen Mauerabschnitt wurden wissenschaftlich untersucht.
Augsburg

Wer in der alten Stadtmauer alles zu Hause ist

Plus Die Stadtbefestigung bröckelt und muss saniert werden. Dabei geht es nicht nur um Steine. Im Biotop Stadtmauer leben seltene Käfer, Schnecken und Pflanzen.

Das Innere des Theaters nach der Bombennacht vom 25. auf den 26. Februar 1944. Von den Logen blieben nur eiserne Gerippe, die Drehbühne überstand jedoch das Brand-Inferno.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Die Bombennacht 1944 machte das Theater zur Ruine

Brandbomben und Feuer hinterließen am Theater 1944 ein Chaos. Drehbühne und Heizung im Kellergeschoss blieben trotzdem erhalten. Bald eröffnet eine Ausstellung.

Die neue Fassade mit fünf Bogen im Jahr 1939. Sie wurde mit hohem Aufwand in der ursprünglichen Architektur gestaltet.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Wie sich das Theater vor 80 Jahren runderneuerte

Der "Führer" verordnete eine Generalüberholung und versprach Geld. Der Musentempel wurde im Inneren technisch aufgerüstet und erhielt eine breitere Fassade.

Das Gögginger Tor, gezeichnet am 5. Juli 1858 von Oberst Franz Gallus Weber im Alter 64 Jahren kurz vor seiner Pensionierung.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Wie ein Geschützgießer seine Heimat sieht

Der Artillerie-Offizier Oberst Gallus Weber dokumentierte Augsburg. Von ihm stammen 250 Aquarelle und Bleistiftzeichnungen. . Privat war ihm das Glück nicht gewogen.

Alexander Schrüffer, Direktor der bayerischen Flugzeugwerke in Augsburg, übergab der Kunstfliegerin Thea Rasche am 26. April 1927 ihre neue Maschine.
Augsburger Geschichte

Thea Rasche war als "The Flying Fräulein" bekannt

Die erste deutsche Kunstfliegerin flog nach dem Ersten Weltkrieg das Flugzeug "Flamingo" aus Augsburg. Sie war eine Frau, die wusste, was sie will.

Foto von 1954: Ein Rest vom Kreuzgang des Ulrichsklosters überlebte den Bombenkrieg. Hier steht jetzt das 1975 eingeweihte Haus St. Ulrich.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Wie „Alt-Augsburg“ erneuert wurde

Augsburg ist ein Paradebeispiel für den behutsamen Umgang mit historischen Bauwerken nach dem Zweiten Weltkrieg: Vorzeigeobjekte sind heute der Goldene Saal und das Gögginger Kurhaus.

1892 wurde der Gasthof zum Kaiserhof beim Königsplatz gebaut. 79 Jahre lang prägte er den Beginn der Straße nach Göggingen.
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Königsplatz: Der prächtige Kaiserhof verschwand 1971

79 Jahre schaute das stilvolle Gebäude "Kaiserhof" auf den Königsplatz. Im Jahr 1971 musste das Hotel einem Geschäftsbau weichen.

Malerischer Blick auf Augsburg um 1800. Bei genauem Hinsehen sind vier Färbertürme außerhalb der Stadtmauern erkennbar, darunter der jetzt noch stehende Turm an der Schäfflerbachstraße (links).
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Der Färberturm ist ein vorindustrielles Relikt

Manufakturen trockneten an Holztürmen lange Stoffbahnen. Die Stadt bewahrt das historische Erbe

Eine Serie von Werbevignetten als Brief-Verschlussmarken ließ 1905 der „Verein zur Hebung des Fremden-Verkehrs“ drucken.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Wie Touristen nach Augsburg gelockt wurden

Seit 1891 werden Gäste gezielt umworben. Der Fremdenverkehrsverein diente als Werbe-Institution und Reisebüro. Es gab sogar Briefhüllen des Stadtrats mit Werbeaufdruck.

Eine Werbetafel der 1973 stillgelegten „Prügelbrauerei“ ist heute eine Rarität.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Als noch jeder Wirt sein Bier selbst braute

Vor 200 Jahren gab es noch 98 Brauereien in Augsburg. Dann schluckten „Bierfabriken“ die großen und kleinen Brauereien. Heute gibt es nur noch wenige Standorte in der Stadt.

Der Brunnenmeisterhof bei den Wassertürmen am Roten Tor ist heute eine gepflegte Idylle. Die Brunnentürme beherbergen ein Wassermuseum.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Adam und Eva pumpten Trinkwasser

Das Wasserwerk beim Roten Tor wurde 1848 aufgerüstet. Bis 1879 arbeiteten dort Reichenbach’sche Brunnenmaschinen.

Oben: Die erste bunte Postkarte mit dem Steinernen Mann erschien 1898. Er stand damals noch an einer Hausecke am Pulvergässchen. Mitte: Der Gruß vom Ausflug zum Hochablass kam in Augsburg oftmals noch am selben Tag mit der Abendpost beim Empfänger an. Unten: 1907 wurde diese Karte mit den winzigen Abbildungen Augsburger Kasernen und des Garnisonslazaretts versandt.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Grüße aus Augsburg, die noch per Post kamen

Vor 140 Jahren erschien die erste Augsburg-Karte. Einige gelten heute als wichtige historische Bilddokumente der Geschichte Augsburgs.

Der große Bau des ehemaligen Stadtarchivs begrenzt den Stadtmarkt zur Fuggerstraße. Von der Marktgaststätte aus hat man über den Bauernmarkt hinweg die architektonisch schmucklose Hausrückseite im Blick.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Stadtarchiv: Ein markantes Gebäude und seine Geschichte

1885 übersiedelte das Stadtarchiv in das Tabakfabrikanten-Wohnhaus an der Fuggerstraße. Nach dessen Umzug ins Textilviertel wird das Anwesen neu genutzt.

Den Alten Einlass mit der langen Holzbrücke über den Stadtgraben, die Stadtmauer und die Dachlandschaft des Heilig-Kreuz-Viertels hielt am 5. Juli 1858 der Oberst Gallus Weber auf einem Aquarell fest.
Voting
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Warum der Stadtmauerfund am Theater so bedeutend ist

Archäologen haben beim Stadttheater Reste der einstigen Stadtbefestigung freigelegt. Was an dieser Stelle am Theater einst alles passiert ist.

Im Stadtplan von 1626 wird die Kresslesmühle (gelb) durch zwei Wasserräder gekennzeichnet. Links ist die Kirche des Klosters Maria Stern erfasst, ganz rechts die Stadtmetzg.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Das Kulturhaus Kresslesmühle

Die „Klessingsmul“ wurde 1276 erstmals erwähnt. Vier Wasserräder trieben drei Mahlgänge und einen Gerbgang an. 1977 wurde der Altbau als Bürgerhaus eröffnet.

Das schönste Bild von der Grabenseite des „Fünfgradturms“ schuf am 2. August
2 Bilder
Augsburger Geschichte

Seit 150 Jahren ist der Fünffingerlesturm Solist

 1868 wurde die anschließende Stadtmauer abgebrochen. Der Turm überlebte als „historisches, malerisches Objekt“

Fotografische Rarität von 1899: Die Augsburger huldigen Kaiser Maximilian I. 1899 wurde ein Freskobild an den Fuggerhäusern im Stadttheater in Szene gesetzt.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Kaiser Maximilian verabschiedet sich 1518

Der letzte Besuch von Kaiser Maximilian in Augsburg endete vor 500 Jahren. Er verließ die Stadt gesundheitlich schwer angeschlagen.

Eine Kutsche kommt aus der Einfahrt des 1770 fertiggestellten Palais (rechts). Vor 60 Jahren schenkte es Freiherr Wolfgang von Schaezler der Stadt.<b></b>
3 Bilder
Augsburg

Schaezler-Palais seit 60 Jahren in Stadtbesitz

1958 verschenkte Mäzen Wolfgang von Schaezler sein „Stadthaus“. Die Kunst bekam damit ein unkündbares Domizil.

Foto von 1916: Schwere Pferde sind vor das Fuhrwerk gespannt, das Kies aus dem Lech unterhalb des Hochablasses wird abtransportiert.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

99 Rösser zogen die Straßenbahnen

Im Jahr 1842 fuhren die Nachtzüge nach München mit Pferdekraft. Das dauerte acht Stunden. 1878 gab es noch 1159 Pferde in Augsburg.

Augsburg am 22. Oktober 1953. Die Dom-Türme im Hintergrund und ein paar Altbauten müssen zur Standortbestimmung genügen. Das Foto zeigt die Kreuzung Mittlerer Graben/Pilgerhausstraße und die Fortsetzung zum Leonhardsberg. Nur für Trambahnen – rechts eine „Fünfer“, links eine „Einser“ – ist die Kreuzung befahrbar.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Die Wirtschaftswunderzeit in Augsburg

 Ereignisse, die 1953 Geschichte machten: Von der   „Puppenkiste“ im Fernsehen bis zu Konrad Adenauer im Rosenaustadion.

Die Besucher des Barfüßer-Cafés liebten die Idylle am Stadtgraben. Über die Barfüßerbrücke im Hintergrund rollt hier unten kaum wahrnehmbar der Verkehr.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Die Stadtgraben-Idylle Barfüßer-Café

 Hier war fast 400 Jahre lang der Frischfischmarkt. 1930 wurde er stillgelegt. 1991 entstand eine „Besinnungsinsel“.  Jetzt soll sich die Tür wieder öffnen.

Im Februar 1944 waren das Rathaus und der Perlachturm ausgebrannt. Der Turm sollte sogar gesprengt werden, da er Risse aufwies.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Der Perlachturm - eine Baustelle seit 1000 Jahren

Einst war das Augsburger Wahrzeichen Ausguck für Feuerwächter. Oftmals wurde er erhöht und saniert. 1944 brannte die Sehenswürdigkeit total aus.

Karl Gollwitzers Vision: Ein Passagierschiff im Lechkanal. Es hat bei der Ausleitung des Kraftwerkkanals aus dem Lech unterhalb der Autobahnbrücke (im Hintergrund) angelegt. Die „Hafengebäude“ sind in Wirklichkeit LEW-Werkstätten.
3 Bilder
Augsburger Geschichten

Augsburg als Hafenstadt

In der Antike legten Donau-Frachtschiffe in Augusta Vindelicum an. In der Neuzeit blieb ein Augsburger Lechhafen eine Vision.

1948: Die Trümmerbahn mit rauchender Lok in der Karlstraße, festgehalten auf einem kleinen Amateurfoto. Rechts: Am 5. April 1948 trug der neue Dachstuhl der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche ein Hebaufbäumchen. Im Vordergrund steht noch die Klosterruine.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Wie die D-Mark den Konsum beeinflusste

Trotz des kaufkräftigen Geldes blühte 1948 der Schwarzmarkt. Lebensmittelmarken waren weiterhin nötig. Die Markenzeit endete erst 1950.

Am 9. November 1918 verkündeten Abendausgaben und Extrablätter Berliner Zeitungen die Abdankung des Kaisers.
3 Bilder
Augsburger Geschichten

Das Ende des Königreichs Bayern

Im November 1918 wird der „Freie Volksstaat“ ausgerufen. König Ludwig III. verlässt München. In Augsburg übernimmt ein Arbeiter- und Soldatenrat die Macht

Das Gemälde im Maximilianmuseum zeigt einen Geschlechtertanz im Jahre 1560. Er fand im Obergeschoss des Tanzhauses statt.
Augsburger Geschichten

Das Tanzhaus stand bei der Moritzkirche

Bilder überliefern Geschlechtertänze. Vor 386 Jahren wurde das Gebäude von Elias Holl abgebrochen.

1926 lief in Augsburg die zivile Flugzeugproduktion an: In den Hallen an der Haunstetter Straße wurden Flamingo-Doppeldecker in Serie gebaut.
4 Bilder
Augsburger Geschichten

Seit 1917 Flugzeugbau in Augsburg

Am 1. Juli startete die erste Militärmaschine – 350 Rumpler-Doppeldecker wurden bis Kriegsende 1918 gebaut.

Aus über 50 Meter Höhe bietet der Müllberg einen umfassenden Überblick über den „Augsburg-Airport“.
3 Bilder
Augsburger Geschichten

50 Jahre Augsburg-Airport

Seit 22. Juni 1968 ist der Flugplatz in Betrieb. Linienflüge wurden 2005 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Heute sind Segelflugvereine auf dem Areal.

Die von den Alliierten bei der Besetzung mitgebrachte „Militärmark“.
6 Bilder
Augsburger Geschichten

Die D-Mark wird 70

Am 20. Juni 1948 gab es neues Geld. Seit 2002 zahlen wir mit Euro, doch immer noch liegenMünzen und Scheine im Wert von mehr als zwölf Milliarden D-Mark unbeachtet in Schubladen

Das Holzhaus Waldfriedenstraße 23 war das erste beziehbare Wohnhaus der „Gartenstadt Augsburg-Spickel“.
3 Bilder
Augsburger Zeiten

Gartenstadt Spickel entstand aus Wohnungsnot

Es gab Pläne für einen neuen Stadtteil mit 7000 Bewohnern. Am 15. Juni 1918 wurde die Gründung der Spickel-Baugenossenschaft beschlossen.

Der Fotograf Max Endres montierte aus Einzelaufnahmen die Reserve der 1. Batterie des Königlich-Bayerischen 4. Feld-Artillerie-Regiments „König“.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Ein Foto in Uniform als Erinnerung

Tausende Soldatenbilder entstanden in Augsburg. Fotografen in Kasernennähe waren viel beschäftigt.

Im „Augsburger Sonntagsblatt“ erschien 1890 in mehreren Folgen die fundierte Abhandlung „Ist das Radfahren gesund?“.
5 Bilder
Augsburger Geschichte

Ist Radfahren gesund?

Der bayerische Chirurg Johann von Nußbaum empfahl das Radeln für Frauen. Auch die Schulkinder hatte der Mediziner Ende des 19. Jahrhunderts im Blick.

Die Radfahrerriege des TV Augsburg im Jahre 1899 mit zehn Niederrädern und einem Hochrad nach der Teilnahme an einem Blumenkorso.
5 Bilder
Augsburger Geschichte

Vom Laufrad zum Fahrrad

Vor 150 Jahren bekam die „Michauline“ Pedale am Vorderrad. 1867 erstes Tretrad auf der Weltausstellung in Paris.

Wo das Wasser des Schwalllechs unterhalb des Wasserrad-Nachbaus über Stauschwellen rauscht, drehten sich schon anno 1276 die Wasserräder der Schwallmühle am rechten Kanalufer. Dort steht jetzt ein Wohngebäude.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Firmentafel der Schwallmühle lag im Lech

Anno 1276 wurde die Getreidemühle erstmals erwähnt. 1944 fiel sie den Bomben zum Opfer.

Feldpostkarte vom 6. März 1917. Solche Bildpostkarten wurden gerne als liebe Grüße von Frontsoldaten in die Heimat geschickt.
3 Bilder
100 Jahre zurückgeblickt

1914/18: Tausende Kriegstote zu beklagen

Der Erste Weltkrieg hinterließ Spuren, die bis heute nachwirken. Gedenkstätten bewahren Erinnerung an die Gefallenen

Ende 1914 kamen von den Fronten noch solche Karten mit unrealistischen Motiven. Später benutzten Frontsoldaten meist Feldpostkarten ohne Bilder.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Kriegsspiele waren 1918 nicht mehr gefragt

Vor 100 Jahren horteten die Menschen Holz und Kartoffeln. Zeitungsberichte sind heute eine wichtige Informationsquelle.

Die Schillerschule in Oberhausen heißt jetzt Löweneckschule. Sie war bis 1920 als Reservelazarett zweckentfremdet.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Augsburg war 1918 eine Lazarettstadt

Schulen waren als Reservelazarette zweckentfremdet. Aus Klassenzimmern wurden Krankensäle. 3580 Weltkriegstote gab es allein aus der Fuggerstadt.

Im Januar 1918 kamen diese 50-Pfennig-Scheine (Bild: Vorder- und Rückseite) „made in Augsburg“ in den Umlauf, um dem Kleingeldmangel abzuhelfen.
4 Bilder
Augsburger Geschichten

Aufruf 1916: „Heraus mit dem Golde!“

Das klamme Kaiserreich schöpfte Edelmetalle aus der Schmuckschatulle ab. Augsburg musste Notgeld drucken.

Zum Augsburger Opfertag 1915 waren Beutekanonen vor dem Rathaus aufgestellt.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Von Kriegsanleihen und Sammlungen

Patrioten finanzierten mit Ersparnissen den Ersten Weltkrieg. Es gab eine Spendenaktion für Frontsoldaten, Kriegsgefangene und Verwundete.

In der Villa Stettenstraße 10 (Mitte) lebte von 1910 bis zu seinem Tod 1917 der Bankier und Magistratsrat Max Schwarz. Das um 1880 erbaute stilvolle Haus ist jetzt ein Firmensitz.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Villen prägten die Stettenstraße

Nur drei großbürgerliche Häuser bestehen noch. Die Neuapostolische Kirche und die Industrie- und Handelskammer brachten Nachkriegs-Architektur.

Ballon- und Luftschiffhüllen entstanden in der 1908 errichteten Fertigungshalle Ottostraße 2. Das Gebäude ist jetzt eine Asylbewerberunterkunft.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Ballone und Luftschiffe aus Augsburg

1918 fertigte die Ballonfabrik 70 Drachenballone pro Monat. Die Haut für 64 Luftschiffe wurde an der Ottostraße genäht. Heute leben Asylbewerber in dem Gebäude.

Viele Augsburger Kinder waren während des Ersten Weltkriegs unterernährt. Diese Kinderschar stellte sich im Hunoldsgraben im Lechviertel dem Fotografen.
4 Bilder
Augsburger Geschichte

Marken- und Hungerjahre im Ersten Weltkrieg

 1915 wurden im Wittelsbacherpark auf jedem Quadratmeter Kartoffeln und Gemüse angebaut. Neue Mietgärten halfen der Bevölkerung beim Überleben.