Augsburger Geschichte erleben

In unserer Serie „Augsburg-Album“ beleuchtet Historiker Franz Häußler unterschiedliche Aspekte der Augsburger Stadtgeschichte aus vielen Jahrhunderten. Zudem bieten wir Einblicke in seine umfangreiche Sammlung historischer Bilder und Dokumente. Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Erforschen!

Das Rosenaustadion 1953: Noch fehlen die Sitzblöcke im hohen Stehwall. Bis zu 52.000 Zuschauer füllten die Ränge.
Augsburg

Kriegsschutt lieferte das Baumaterial fürs Rosenaustadion

Plus Vor 70 Jahren wurde das Rosenaustadion in Augsburg eingeweiht. Wie es aus Schutt des Bombenkriegs gebaut wurde und warum viele Sportfunktionäre dagegen waren.

Die bunte Postkarte von 1897 überliefert die Brauerei-Gaststätte Schnapperbräu, Karolinenstraße 8.
Augsburger Geschichte

Blick in die Geschichte: Als der Fahrrad-Führerschein in Augsburg Pflicht war

Plus Anno 1897 war ein Fahrrad-Führerschein in Augsburg Vorschrift. Der Ausweis von Friedrich Bergdold hat 124 Jahre überdauert. Über den Brauereidirektor ist einiges überliefert.

An der Ulrichsbasilika befindet sich seit 1601 eine Sonnenuhr. Im Turm gibt es seit 1402 ein mechanisches Uhrwerk mit Schlagglocke
Augsburger Geschichte

Von der Sonnen- zur Schlaguhr: Wie sich in Augsburg die Uhren verändert haben

Plus Lange Zeit gab es in Augsburg nur Sonnenuhren als Zeitmesser. 1364 erhält der Perlachturm die erste mechanische Schlaguhr. Der Stundenschlag gewann im Alltag zunehmend an Bedeutung.

Das Rathaus und seine Umgebung, dokumentiert von Simon Grimm. Er übersah auch die überdachten zweirädrigen Verkaufskarren auf dem Brotmarkt nicht.
Augsburger Geschichte

Wie Kupferstecher Simon Grimm Augsburg vor 350 Jahren dokumentierte

Plus Die historischen Kupferstiche Simon Grimms befinden sich in Privatbesitz und den Beständen der Städtischen Kunstsammlungen. Etliche der abgebildeten Gebäude gibt es immer noch.

Grußkarte des Gasthofs Eisenhut am Obstmarkt, beschrieben am 2. Juni 1898.
Augsburger Geschichte

Statt Whatsapp gab es früher Postkarten-Grüße aus Augsburger Wirtschaften

Plus Vor gut 100 Jahren schrieben Lokalbesucher gerne Postkarten auf Biertischen. Unsere Vorfahren hatten reichlich Auswahl, denn 1914 gab es in Augsburg 593 gastronomische Adressen.

Im September 1922 als 500-Mark-Schein gedruckt, am 23. August 1923 als Eine-Million-Ersatzgeldnote von der Stadt Augsburg in Umlauf gebracht.
Augsburger Geschichte

Einst musste Augsburg Notgeld drucken - heute wird es gesammelt

Plus Der Münzmangel zwang Firmen einst zur Prägung von Betriebsgeld, das zum Beispiel in der Tram galt. Augsburger "Kleingeld-Ersatzmarken" sind heute gesuchte Sammlerstücke.

Exakt 500 Jahre alt sind die stilvollen Arkaden mit Kreuzgratgewölbe. Sie öffnen sich zum Wollmarkthof.
Augsburg

Was vom einst florierenden Wollmarkt in Augsburg bis heute übrig blieb

Plus Im einstigen Dominikanerinnenkloster bei der Kirche St. Margareth am Fuß des Milchbergs fanden Wolle- und Hopfenmärkte statt. Überbleibsel davon finden sich bis heute in Augsburg.

1819: Abfahrt eines Ordiniari-Floßes nach Wien an der Floßlände bei Lechhausen. Ein Holzhäuschen bot den einzigen Komfort für die Passagiere.
Augsburger Geschichte

Als die Flößerei in Augsburg ein bedeutendes Gewerbe war

Plus Auf dem Lech als Wasserstraße ging es einst in 16 Stunden von Füssen nach Augsburg. Bis nach Wien war man auf dem Ordinari-Floß sogar sieben Tage lang unterwegs. Eine Zeitreise.

Union Augsburg hinterließ eine Vielzahl fantasievoller Werbemarken.
Augsburger Geschichte

Wie Augsburg mit bunten Etiketten warb, die um die Welt gingen

Plus Millionen bunter Bildchen „made in Augsburg“ waren in Umlauf. Firmen, die Stadt und Sportvereine machten mit Aufklebern auf sich aufmerksam. Was darauf zu sehen war.

Schatzfund mit 52 römischen Goldmünzen. Sie wurden am 6. September 1978 an der  Stephansgasse entdeckt.
Augsburger Geschichte

Ausstellung: Antike Münzen zeugen von der Römerherrschaft

Plus 10.000 antike Münzen sind im Besitz des Römischen Museums in Augsburg. Sein Ersatz, das „Römerlager“ im Zeughaus, ist wieder auf Voranmeldung zugänglich.

1946: Blick vom Perlachturm auf die Ruinen in der Innenstadt. Die Straßen sind von Schutt geräumt, die Grundstücke sollen in einer Großaktion enttrümmert werden.
Augsburger Geschichte

Die Räumung der Kriegstrümmer wurde eine Mammutaufgabe

Plus Vor 75 Jahren beschloss der Stadtrat die Kriegsschutt-Beseitigung. Aus dem Recycling-Depot wurde das Rosenaustadion. Warum es gegen den Bau Widerstand gab.

Das Hohe Meer an der Frauentorstraße um 1930. Das Mozarthaus rechts, mit Flacherker, schmiegt sich scheinbar an den mächtigen Bau.
Augsburg

Die einst florierende "Bierbrauerei zum hohen Meer" in Augsburg

Plus Das heute sanierungsbedürftige Haus am "Hohen Meer" in Augsburg wurde erstmals anno 1532 als "Zapfenwirt" erwähnt. Leopold Mozart wurde 1719 im Nachbarhaus geboren.

Die Ludwigstraße vor Beginn der Räumung. Im Hintergrund ist zur Grottenau bereits ein Durchgang begehbar.
Augsburger Geschichte

26. Februar 1944: 730 Augsburger starben in der Bombennacht

Plus Die Bombenangriffe in der Nacht zum 26. Februar 1944 verursachten zahlreiche Todesopfer und machten 90.000 Augsburger obdachlos. Fast 3000 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.

Die Schwedenstiege im Jahre 1904. Die aufwendige Treppenanlage verlief geradlinig am Hang zwischen dem Stadtgraben und der Stadtmauer hoch oben.
Augsburger Geschichte

Was hinter der "Schwedenstiege" in Augsburg steckt

Plus Die "Schwedenstiege“ in Augsburg wurde im Dreißigjährigen Krieg angelegt. Welche Rolle Elias Holl dabei spielte und warum der Steinerne Mann erst 1955 an den Dohlenturm kam.

Prachtvolle Ulrichsmedaille von 1873 mit Öse als Anhänger geprägt.
Augsburger Geschichte

Historische Medaillen überliefern Augsburger Stadtgeschichte

Plus Das Augsburger Rathaus und die erste Eisenbahnbrücke über den Lech zieren „Denkmünzen“. Auch Porträts von Bayern-Königen sind auf den kleinen Kostbarkeiten zu finden.

Der Augsburger Dom und der Fronhof vor 500 Jahren mit handschriftlichen Vermerken von Konrad Peutinger. Sein Haus (rechts) kennzeichnete er mit seinem Namen.
Augsburg

Historischer Stadtplan: Augsburg im Jahr 1521 in Miniatur

Plus Anno 1521 wurde der früheste exakte Stadtplan Nordeuropas gedruckt. Der Goldschmied Jörg Seld vermaß zuvor die Reichsstadt Augsburg.

2020 saniert: Am Mauerberg deutet eine Ziegel-Stützmauer auf die Grenze zwischen der einstigen Bischofsstadt oben und der Bürgerstadt links.
Augsburger Geschichte

Auf den Spuren der "Bischofsmauer" in Augsburg

Plus Vor 1000 Jahren schützte Augsburgs älteste Mauer die "Bischofsstadt". Mit ungefähr 2550 Schritten ist sie zu umrunden. Trotz der Befestigung wurde die Stadt mehrmals überfallen.

Der Blick aus der Karolinenstraße in den Hohen Weg – so sah er vor rund 200 Jahren aus. Auf dem Platz des trutzig wirkenden Imhofhauses mit Eckturm steht jetzt das Stadtwerkehaus.
Augsburger Geschichte

Historische Bilder: So sah Augsburg zur Biedermeierzeit aus

Plus Mit den Jahren zwischen 1815 und 1845 verbindet man oft Romantisches. Für Maler und Zeichner war sie eine bedeutende Epoche. Was ihre Werke heute noch verraten.

Das Schüle'sche Fabrikschloss im Jahr 1795. Das schmiedeeiserne Gitter des Fabrikhofs befindet sich am Fronhof.
Augsburger Geschichte

Wie sich eine Textilfabrik zur Hochschule Augsburg wandelte

Plus Vor 300 Jahren wurde Augsburgs "Textilzar" Johann Heinrich von Schüle geboren. In seiner Kattunmanufaktur nahe dem Roten Tor ist nun die Hochschule Augsburg.

Teil der Peter-Kötzer-Gasse um 1950. Die Figurennische am Haus Nr. 7 links ist leer. Die Straßenlaternen befinden sich jetzt an der hohen Mauer gegenüber
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Augsburg belebte die Peter-Kötzer-Gasse nach historischem Vorbild wieder neu

Plus Die Peter-Kötzer-Gasse im Ulrichsviertel ist seit dem 14. Jahrhundert bewohnt. Anfang der 1970er-Jahre wurde sie zum Sanierungsgebiet. Bei der Modernisierung stand die Historie Pate.

Das Ärztehaus Schlössle bestimmt an der Neuburger Straße am Beginn der Blücherstraße das verkehrsreiche Zentrum von Lechhausen .
Rückblick auf 2020

Warum man ein Schlössle in Lechhausen vergeblich sucht

Plus Das Schlössle im Zentrum Lechhausens wurde 1969 abgerissen. Seine Geschichte reicht ins 17. Jahrhundert zurück. Was an seiner Stelle entstanden ist.

In den Zerstörungen der Bombennacht im Februar 1944 kulminierte der Zweite Weltkrieg in Augsburg.
Das Bild aus  dem Buch "Augsburg in frühen Fotos" zeigt die Karolinenstraße in Richtung Perlach und Rathaus.
Augsburger Geschichte

Augsburg im Zweiten Weltkrieg: Als es in der Stadt Eintopfsonntage gab

Plus Der Historiker Felix Bellaire entwirft das erste Gesamtbild, wie die Stadt Augsburg durch die schwierigen Jahre 1939 bis 1945 kam.

1000 Jahre Baugeschichte südlich der Ulrichsbasilika: Die zwischen 950 und 1000 erbaute Godehard-Kapelle wird vom 1975 eröffneten Haus St. Ulrich überragt.
Augsburg

Die Godehard-Kapelle prägt Augsburg 1000 Jahre, doch wurde fast vergessen

Plus Bomben legten 1944 die vergessene Godehard-Kapelle frei. Sie ist ein Augsburger Baudenkmal mit ungewöhnlicher Geschichte im Schatten der Ulrichsbasilika.

Am Zusammenfluss von Kaufbach und Spitalbach führte eine Rampe in ein Pferdebad. Links die einstige Schüle'sche Kattunmanufaktur, rechts der Bachwirt, dazwischen der Rossbub.
Augsburger Geschichte

Die Geschichte des versteckten Rossbubs am Augsburger Kaufbach

Plus Um 1880 gab es in Augsburg wohl mehr als 2000 Pferde. Beim „Bachwirt“ blühte der Handel mit Rössern. Eine versteckt gelegene Steinskulptur erinnert noch heute daran.

Bestes Trinkwasser lieferte ab Oktober 1879 das neue Wasserwerk am Hochablass. Die restaurierte Anlage ist ein technisches Denkmal von europäischem Rang.
Augsburg

Wie ein Wasserwerk die Cholera in Augsburg auszurotten half

Plus In vergangenen Jahrhunderten starben in Augsburg viele Tausend Menschen an den Infektionskrankheiten Pest und Cholera. Mangelnde Hygiene war einer der Hauptgründe.

Die jetzige Bebauung des einstigen Stall- und Reithofs: Hier stehen große Wohngebäude. Das „Haus St. Ulrich“ löste die Abteigebäude ab.
Augsburger Geschichte

Wie aus einem Kloster das Wohnquartier im Ulrichsviertel wurde

Plus Wo Benediktinermönche im Ulrichsviertel einst geistliches Leben praktizierten, stehen heute moderne Häuser. Was Archäologen auf dem Gelände fanden.

Die Stadtmauer entlang der Kahnfahrt wurde anno 1488 letztmals verputzt. Aus dieser Zeit stammt auch der hölzerne Wehrgang auf den Mauerbogen.
Baugeschichte

Wie Forscher Augsburgs Vergangenheit durch Holz entschlüsseln

Plus Die Bäume für den Römerhafen in Augsburg wurden im Jahr 178 gefällt. Das Holz liefert „Geburtsurkunden“ für Häuser und die Stadtmauer. Wie die Methode funktioniert.

Augsburgs erstes Schnellrestaurant eröffnete bereits 1905 in der Maximilianstraße - Höhepunkt war der Kaiser-Automat. Unser Foto zeigt einen Teil der Maxmilianstraße im Jahr 1939.
Augsburger Geschichte

In Augsburgs erstem Schnellrestaurant gab es Bier aus dem Automaten

Plus 1905 eröffnete in der Maximilianstraße Augsburgs erstes Schnellrestaurant. Es war eine kuriose Sache - aber nicht das einzige seiner Art.

Das Straßenbahndepot steht an der Baumgartnerstraße - und ist gleichzeitig Deutschlands ältestes Bahnhofsgebäude.
Augsburger Geschichte

Das Tram-Depot am Roten Tor war einst Augsburgs wichtigster Bahnhof

Plus Vor 180 Jahren fuhr die erste Eisenbahn von München nach Augsburg. Der Kopfbahnhof am Roten Tor hatte jedoch schon bald ausgedient. Ein Blick in die Geschichte.

Postkarte von 1908: Das Foto verdeutlicht die Insellage und die bauliche Dominanz der Jakobskirche beim Blick in Richtung Innenstadt.
Augsburger Geschichte

Wie die Kirche St. Jakob in Augsburg zu ihren Lädchen kam

Plus Die Kirche St. Jakob in Augsburg wartet mit einer Pilgerunterkunft im Turm und vier Mini-Geschäften am Chor auf. Sie gab der Jakobervorstadt ihren Namen.

Das von Stararchitekt Jean Keller erbaute Café National. Der Konzertsaal wandelte sich 1907 zum Thalia-Theater mit Kinematograph.
Augsburger Geschichte

Das Thalia in Augsburg ist das zweitälteste Kino Deutschlands

Plus Seit 13. Juli 1907 werden am Obstmarkt in Augsburg Filme gezeigt. Lediglich ein Berliner Kino ist älter. Zuvor faszinierten Kinematographen die Menschen.

In Bronze gegossen steht Hans Jakob Fugger seit 1857 vor dem Köpfhaus auf dem Fuggerplatz, der erst seit 2009 diesen Namen trägt.
Augsburger Geschichte

Das Denkmal am Fuggerplatz zeigt einen ungewöhnlichen Fugger

Plus Die Fugger sind als erfolgreiche Kaufleute bekannt. Warum zeigt das Denkmal in Augsburg dann den Gelehrten Hans Jakob Fugger, der insolvent ging?

Gescanntes Glasnegativ von 1910: August Riedinger junior um 1910 im überglasten Lichthof des „Riedingerhauses“.
Augsburg

So sahen die imposanten Vorläufer des Augsburger Stadtwerkehauses aus

Plus Die neue Stadtwerke-Zentrale am Hohen Weg war anfangs umstritten. Ein Vorgänger war das Imhofhaus, Augsburgs letzter spätmittelalterlicher Stadtpalast.

Der Perlachberg vom Metzgplatz aus gesehen macht das Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Nur ein großes Gebäude blieb erhalten.
Augsburger Geschichte

Nach der Stunde Null: Wie die Augsburger im Jahr 1945 lebten

Plus Strom und Gas gab es in Augsburg damals nur sporadisch. Die Lebensmittelrationen waren klein. Und die Militärregierung griff in das Leben der Bürger ein.

Der Sportfotograf Heinz Glässel war Stammgast auf den Fußballplätzen in Augsburg. Er wurde vor 100 Jahren geboren, vor 50 Jahren starb er unter tragischen Umständen.
Augsburger Geschichte

Bildreporter Heinz Glässel starb vor 50 Jahren unter tragischen Umständen

Plus Glässels Fotos dokumentieren den Augsburger Alltag und Sport von 1945 bis 1970. Er starb vor 50 Jahren unter tragischen Umständen.

Die „Wilde-Männer-Tafel“ ist 570 Jahre alt. Der Sandstein weist starke Zerfallsspuren auf.
Augsburg

Was steckt hinter den "wilden Männern" an der Rathausfassade?

Plus Wer genau hinsieht, entdeckt am Augsburger Rathaus eine Tafel mit zwei bärtigen Männern mit Keulen. Was steckt hinter den "wilden Männern"?

Der Annahof um 1820: links die 1894 abgebrochene Bibliothek mit der Sternwarte, im Hintergrund das 1615 von Elias Holl errichtete Anna-Gymnasium.
Augsburger Geschichte

Die bewegte römische Vorgeschichte der Annahof-Garage

Plus Der Annahof ist ein geschichtsträchtiges Areal. Mehr als 300 Jahre befand sich an dieser Stelle die Stadtbibliothek - mit einer Besonderheit.

Das vor 400 Jahren eingeweihte Rathaus wurde nach seiner Fertigstellung sofort auf Stichen abgebildet.
Augsburger Geschichte

Augsburgs Stadtrat tagt seit 400 Jahren im Rathaus

Plus Im Jahr 1620 fand die erste Ratswahl im Neubau von Elias Holl statt. Der Goldene Saal des Augsburger Rathauses befand sich damals noch im Rohbau.

Die 22-jährige Kindergärtnerin Leni Scherer fotografierte am 28. April 1945 die ersten Amerikaner in Augsburg.
Rückblick auf 2020

Wie eine junge Frau 1945 den Einmarsch der Amerikaner fotografierte

Plus Vor 75 Jahren endete in Augsburg der Zweite Weltkrieg mit der friedlichen Übergabe der Stadt. Die ersten Fotos der US-Soldaten machte eine junge Kindergärtnerin.

Das Schloss Wellenburg vor fast 500 Jahren. Zwei Weinberge sind am Schlossberg zu erkennen.
Augsburger Geschichte

Wein aus Augsburg und Schwaben erlebt eine Wiedergeburt

Plus Aus Augsburger Trauben wird Wein gekeltert. Vor 500 Jahren gab es Weinberge am Schloss Wellenburg. Seit 2016 wird der Weinbau in Schwaben wiederbelebt.

Anno 1815 auf dem Obstmarkt. Mit dem zweirädrigen Transportkarren brachte der Händler seine Ware zum Markt.
Augsburg-Album

Josef Ignaz Hörmann malte einzigartige Augsburg-Bilder

Plus Vor 200 Jahren starb der Maler und Kupferstecher Josef Ignaz Hörmann. Er hinterließ einzigartige Marktbilder und Augsburg-Ansichten.

Der schwarze Tischapparat war das Post-Standardtelefon der Wirtschaftswunderzeit. Dieses Telefon von Restaurator Wilhelm Raschhuber ist funktionsfähig nachgerüstet.
Augsburger Geschichte

1882 klingelte Augsburgs erstes Telefon

Plus Die städtische Fernsprechanlage wurde 1882 „schwarz“ installiert. 1886 schloss die Post 189 Abonnenten an. Heute ist die Wählscheibe längst Nostalgie.

Der Augsburger Clemens Högg mit seiner Familie. Das Bild dürfte um 1920 entstanden sein. Högg starb im KZ Bergen-Belsen.Foto: Archiv AWO Schwaben
Augsburger Geschichte

Sozialdemokrat Clemens Högg starb für ein besseres Deutschland

Plus Der Augsburger war Mitbegründer der Arbeiterwohlfahrt und ein Kämpfer gegen das Regime der Nationalsozialisten. Seinen Einsatz bezahlte er mit seinem Leben.

Als frommer Ritter ließ sich Götz von Berlichingen auf seiner Grabplatte im Kloster Schöntal abbilden.
Augsburger Geschichte

Götz von Berlichingen saß in Augsburg in Haft

Plus Der „Ritter mit der eisernen Hand“ verbrachte 15 Monate im Heilig-Kreuz-Torturm. Er berichtete selbst über diesen Aufenthalt. Was er sich zuschulden kommen ließ.

Der mit vielen elektrischen Lampen ausgeleuchtete Festsaal des Drei-Mohren-Hotels sorgte 1882 für viel Bewunderung.
Augsburger Geschichte

Sensation: Das erste elektrische Licht im Hotel Drei Mohren

Plus Das "Lichtwunder" sorgte im Jahr 1882 für Aufsehen weit über die Stadt hinaus. Hessings Kurhaus-Theater in Göggingen erstrahlte 1886 in feenhaftem Licht.

Fantasievoll maskiert aus dem Altkleider-Fundus beteiligten sich vor 70 Jahren viele Kleingruppen am ersten Nachkriegsfaschingszug in Augsburg.
Augsburger Geschichte

Als nach dem Krieg die Narren in Augsburg wieder feierten

Plus Der erste Faschingsumzug im Jahr 1950 bot sarkastischen Humor auf 52 Wagen. Politische Themen waren damals tabu, die Akteure fanden ihren Stoff auf andere Weise.

Rudolf Diesels Porträt auf einem Felsen im Dieselhain, ein Geschenk aus Japan.
Augsburger Geschichte

Rudolf Diesel war nur ein halber Augsburger

Plus Der 17. Februar 1897 gilt als Geburtstag des Dieselmotors. Millionen Motoren tragen den Namen des Erfinders, der ein halber Augsburger war.

Luftaufnahme von 1933 vom damaligen Kuka-Firmenareal an der Ulmer Straße. Die großen Gebäude blieben erhalten.
Augsburger Geschichte

Kuka schrieb mit Robotern "made in Augsburg" Geschichte

Plus Hans Keller und Jakob Knappich gründeten Kuka vor über 120 Jahren. Seither wurden Müllwagen, Reiseschreibmaschinen und Roboter „made in Augsburg“ hergestellt.

Das Gaswerk in den 1930er-Jahren aus dem Flugzeug fotografiert. Der heute alles überragende Gasspeicher fehlt noch. Er wurde erst 1954 errichtet.
Augsburger Geschichte

Augsburgs Gaswerk: Vom Energielieferanten zum Kreativquartier

Plus Von 1915 bis 1968 wurde im Ofenhaus im Stadtteil Oberhausen Kohle verkokt. Jetzt wird darin Theater gespielt. Weitere Umbauarbeiten stehen an.

Der Entwurf von August Eisenmenger für den Theatervorhang in Augsburg wird in den Städtischen Kunstsammlungen verwahrt.
3 Bilder
Augsburger Geschichte

Verlorene Theaterkostbarkeiten: Bühnenvorhang sorgte für Aufsehen

Der Bühnenvorhang des Wiener Historienmalers August Eisenmenger verbrannte 1944. Zinnskulpturen schmolzen, Goethe und Schiller sind nach Lechhausen umgezogen.

Aquarell von Joseph Eschenlohr aus den 1930er-Jahren: Der Augustusbrunnen ist noch von historischer Häuserkulisse umgeben.
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Augsburger Geschichte

Brunnenfigur Herkules steht seit 20 Jahren unter Dach

1993 begann in Augsburg der Austausch „Original“ gegen „Kopie“. Augustus, Herkules, Merkur, Neptun und St. Georg bekamen Stellvertreter.

Das Schloss von Pfersee, gemalt im Jahr 1856. Es ist schon lange kein Adelssitz mehr.
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Augsburger Geschichte

Waren die Augsburger Monarchisten?

Straßennamen und der Prinzregent stammen aus königlichen Zeiten. Das Maximilianmuseum ist nach Bayern-König Max II. benannt.

Um 1890 erstand anstelle des abgebrochenen Klosterflügels auf alten Fundamenten ein Neubau (links). Er wurde 1938 zum Theater-Betriebsgebäude umfunktioniert.
Augsburger Geschichte

Einzigartige Spielstätte: Der Hoffmann-Keller in Augsburg ist Geschichte

Plus Das Theater-Betriebsgebäude wird abgebrochen und macht einem Neubau Platz. Historische Gewölbekeller können nicht erhalten werden.

Auf der Postkarte zur Großstadtfeier huldigen antik gekleidete Augsburger der Stadtgöttin Augusta. Die Festzeitung informierte über das Festprogramm im Mai.
Augsburger Geschichte

Was für eine Feier: Als Augsburg zur Großstadt aufstieg

Plus Schon 1910 überschritt Augsburg die Grenze von 100.000 Einwohnern. Für die Geschäftswelt und die Touristiker war dies Anlass, eine Großstadtfeier auszurichten.

In der Silvesternacht wird der Himmel über Augsburg wieder von Raketen erleuchtet. Früher gab es das Feuerwerk nicht zum Jahreswechsel.
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Augsburg

Als das "Feüerwerck" ein Fall für den Meister war

Während heute jeder Böller und Raketen zünden darf, waren die Regeln früher streng. Alte Unterlagen aus dem Stadtarchiv erzählen von "Fontainen" und "Cometen".

Dieser Brief, den der ehemalige Aichacher Postmeister Johann Pollinger vor über 120 Jahren an sich selbst verschickte, ist heute 50.000 Euro wert. Dies liegt an den Briefmarken, die links unten im Eck zu sehen sind.
Auktion

Ein Aichacher Brief, der nie hätte verschickt werden dürfen

Plus Ein Aichacher Postmeister ignoriert eine Anordnung und schreibt damit Geschichte. Seine Postsendung bringt über 100 Jahre später bei einer Versteigerung 50.000 Euro.

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Essen und Trinken

Wie schmeckten eigentlich die Plätzchen vor 250 Jahren?

Eine Lechhauserin hielt um 1770 alle ihre Lieblingsrezepte in einer handschriftlichen Sammlung fest. Im Stadtarchiv ist das Büchlein nun aufgetaucht. Sind die Rezepte noch heute umsetzbar?

Frauenarbeit beim Flugzeugbau während des Zweiten Weltkriegs.
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Augsburger Geschichte

Messerschmitt-Serie: Nach dem Krieg pausierte der Flugzeugbau

Plus Spezialkommandos der Amerikaner spürten versteckte Produktionsstätten auf. Heute gibt es im Großraum Augsburg 20.000 Beschäftigte in der Luft- und Raumfahrt.

Im XL-Computertomografen sichtbar gemacht: das Innenleben der Ende 1944 gebauten Me163 aus dem Deutschen Museum.
Augsburger Geschichte

Der Raketenjäger Me163 im Computertomografen

Plus Das Messerschmitt-Flugzeug flog mit über 1000 Stundenkilometern. Es wurde im Deutschen Museum durchleuchtet, um das Innenleben zu dokumentieren.

Dieses Modell der viermotorigen „Me 264“ imitiert den echten sogenannten „Amerika-Bomber“ perfekt.
Augsburger Geschichte

Prototyp aus Augsburg: Die Geschichte hinter der "Me 264"

Plus Messerschmitt entwickelte in der NS-Zeit einen sogenannten „Amerika-Bomber“ mit 15.000 Kilometern Reichweite. Doch die einzige flugfähige „Me 264“ wurde 1944 zerstört.

Ein verwundeter Soldat fotografierte im März 1943 die riesige Me 323 „Gigant“ auf dem Flugplatz Smolensk in Russland, mit der er nach Warschau geflogen wurde.
Augsburger Geschichte

Das waren Messerschmitts Flugzeug-Giganten

Plus Der Großsegler Me 321 „Gigant“ wurde für die Invasion in England entwickelt. Die sechsmotorige Me 323 „Gigant“ war das größte Landflugzeug der Welt.

Die Me 262 begründete das Jet-Zeitalter.
Augsburger Geschichte

Die Me262: Hitlers "Wunderwaffe" aus dem Scheppacher Forst

Plus Die Nationalsozialisten sahen das Jagdflugzeug mit zwei Strahltriebwerken als „Wunderwaffe“. Gebaut wurde sie von KZ-Häftlingen unter unmenschlichen Bedingungen.

Großserienfertigung der „Me 109“. Nur dank der rationellen Produktion konnte der immens hohe Bedarf im Zweiten Weltkrieg gedeckt werden.
Augsburger Geschichte

Luftfahrtstadt Augsburg: Der Messerschmitt-Jäger "Me 109"

Plus Einsatz auf allen Kriegsschauplätzen: Der Messerschmitt-Jäger "Me 109" ist mit 32.461 Maschinen das meistgebaute Jagdflugzeug der Geschichte.

Das kleinste und das größte Messerschmitt-Passagierflugzeug um 1935 auf dem Augsburger Flugplatz. Unter dem Flügel der 12-sitzigen „M 20“ steht die zweisitzige „M 17“.
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Augsburger Geschichte

Messerschmitt machte Augsburg weltweit bekannt

Vor 92 Jahren übersiedelte der Flugzeugkonstrukteur nach Augsburg. Bis 1945 wurden 45.000 Messerschmitt-Maschinen gebaut. Das Einstiegsmodell wog nur 186 Kilo.

Der riesige Ringleuchter für das neue Reichstagsgebäude in Berlin im Jahr 1894 bei der Montage in einer Halle bei Riedinger in Augsburg.
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Augsburger Geschichte

Leuchter aus Augsburg für den Reichstag

Die „Broncewaren-Fabrik Riedinger“ lieferte 1895 einen riesigen Ringleuchter nach Berlin. Heute befinden sich die Skulpturen in der Kunstsammlung des Bundestags.

Von 1932 bis 1982 wurden Abermillionen Blitz-Birnchen in Augsburg produziert. „II. Wahl“ wurde an Werksangehörige verkauft.
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100 Jahre: Die Geschichte von Osram in Augsburg

Plus Die erste Glühfaden-Fabrik entstand 1902 in Lechhausen. 1919 wurde Osram gegründet und Augsburg war einer der Standorte.

Ein berührender Augenblick: Hermann Warth lässt sich im Jahr 1981 mit drei Sherpas auf dem erstmals bestiegenen Ganesh II (7102 m) in Nepal abbilden (linkes Bild). Auf dem Foto rechts ist Warth (r.) mit Engelbert Neumair bei der Erstbesteigung des Ampato zu sehen.
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Augsburg

Augsburgs mutigste Bergsteiger: Von Gipfelsiegen und Tragödien

Alpinisten der Sektion zog es hoch hinaus, auch auf den Mount Everest. Ein Mann erstieg vier Achttausender, doch ein niedrigerer Berg packte ihn. Und dann war da eine vogelwilde Klettertruppe.

Im Sommer 1950 gab es schon wieder ein umfangreiches Tourenprogramm.
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Augsburg

Alpenverein: Wie ein Verbot zum Neuanfang führte

Ende des Krieges löst die US-Militärregierung die nationalsozialistisch orientierte Sektion auf – ein notwendiger Schritt für die komplett neue Ausrichtung des Vereins. Im Sommer 1950 gibt es wieder ein umfangreiches Programm.

Bildmosaik am 1958 erbauten Wohnhaus Beim Pfaffenkeller 12. In dezenten Farben gestaltete der Maler und Restaurator Karl Manninger die biblische Szene mit Jesus im Boot auf dem See Genezareth.
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Augsburger Geschichte

Kunst am Bau aus den 1950er-Jahren

Moderne Malereien an den Gebäuden sind eher selten. Die frühen Bilder verblassen und werden wenig beachtet.

Der erste Renaissance-Bau nördlich der Alpen – die Fuggerkapelle in der Anna-Kirche in Augsburg markiert den Beginn einer neuen künstlerischen Epoche.
Kunst in Augsburg

Die unglaubliche Geschichte der Fuggerkapelle

Plus Vor 500 Jahren schufen sich die Fugger eine Familiengrablege, die ihresgleichen sucht. Dann kam Martin Luther mit der Reformation nach Augsburg.

Über dem Portal (links) der fürstbischöflichen Residenz prangt das Wappen des einstigen Hausherrn, des Fürstbischofs Joseph I. Hier „residiert“ jetzt die Regierung von Schwaben.
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Augsburger Geschichte

Die Spuren eines Fürstbischofs in Augsburg

Vor 250 Jahren starb der letzte hochadelige Bischof. Joseph I. baute den Rokokosaal, sein Wappen zieren Fayencen

Die Jahreshauptversammlung des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins fand 1921 im Goldenen Saal des Rathauses statt. Geklärt werden musste eine wichtige Frage: Sollte eine Sektion mit vornehmlich jüdischen Mitgliedern in den Verbund aufgenommen werden?
150 Jahre Alpenverein Augsburg

Von Manneszucht, Heimatliebe und völkischen Tendenzen

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg nimmt großdeutscher Nationalismus die Sektion stärker ein. Es kommt zu Konflikten, aber auch zu einer neuen Öffnung.

Eine bunte Postkartenserie von 1908 zeigt die fünf Hauptbilder am Fuggerhaus im Zentrum Augsburgs. Unter anderem ist der Empfang von Kaiser Ludwig dem Bayern anno 1315 in Augsburg darauf zu sehen. Mit einem Bild ist er in der ihm gewidmeten Galerie im Museum der Stadt Schwabmünchen gewürdigt.
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Augsburger Geschichte

Die Fuggerhaus-Fresken machten Ferdinand Wagner berühmt

Vor 200 Jahren wurde der Maler Ferdinand Wagner geboren, der stilistisch mit seiner akkuraten Malerei zu den Nazarenern zählt. 1881 starb er.

Radfahrerriege des Turnvereins Augsburg 1847 nach einem Radler-Blumenkorso im Jahre 1899.
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Augsburger Geschichte

Offiziell ab 2020 - doch Augsburg war schon früher Fahrradstadt

Radrennen belegen um 1900 eine wahre Euphorie. Das führte zur Gründung von Vereinen. 2020 will sich die Stadt offiziell mit dem Titel Fahrradstadt schmücken.

Die Augsburger Hütte mit Parseier im Hintergrund auf einem Lichtdruck aus dem Jahr 1894.
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Augsburg

Eine Lawine begrub die erste Augsburger Hütte

Heute gehört die Augsburger Hütte zu den selbstverständlichen Zielen in den Alpen. Doch der Bau zu der alpinen Unterkunft war mühsam und gefährlich.

Hermann von Barth gilt als Begründer des eigenverantwortlichen, führerlosen Bergsteigens.
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150 Jahre Alpenverein Augsburg

Ein elitärer Herrenclub mit Abenteuerlust

Es waren Fabrikanten, Bankiers und Kommerzienräte, die 1869 die Sektion Augsburg aus der Taufe hoben. Sie hatten ein großes gemeinsames Ziel. - Serie (1)

Hof des Wittelsbacher Schlosses Friedberg. In einigen Räumen dieses gewaltigen Baus wurden von 1754 bis 1768 Fayencen gefertigt. Etliche davon sind hier im Museum zu sehen.
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Augsburg

Augsburg im Friedberger Schloss

Das Museum im Wittelsbacher Schloss beleuchtet auch Augsburg-Geschichte. Die ausgestellten Fayencen belegen künstlerische Verbindungen zwischen den Nachbarstädten.

Baden bei der Holzbachschleuse an der Wertach anno 1808, überliefert durch eine kolorierte Umrissradierung von Jacob Hübner.
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Augsburger Geschichte

Der Schmetterlingsforscher Jacob Hübner

Der Naturexperte zeichnete 3598 Schmetterlingsarten. Förderer ermöglichten ihm seine Passion. Wo sich sein kostbarer Nachlass befindet.

Eine mächtige Kuppel überspannte den großen Saal des Ludwigsbaus. Zahlreiche Postkarten überliefern den 1914 eingeweihten Veranstaltungsbaukomplex im Stadtgarten.
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Augsburger Geschichte

Unvergessener Kulturtempel Ludwigsbau

Der Bau diente als Konzerthalle, Faschingshochburg und Ersatz-Opernhaus. Er wurde 1914 eingeweiht und 1967 gesprengt. Was mit der Orgel geschah.

Der moderne Glaszylinder auf der einstigen Sternwarte überragt die hohen Bäume, welche die Sicht auf den Turmunterbau vom Unteren Graben aus verwehren.
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Augsburger Geschichte

Vielseitiger Turm: Von der Sternwarte zur Mietwohnung

Plus Im Untergrund des Astronomischen Turms in Augsburg finden sich Spuren der Römerstadt. Das Bauwerk in der Stadtmauer hat viele Wandlungen erlebt.

Dieser ersten bunten Postkarte von der 1914 eingeweihten Gaststätte am neuen Hochablasswehr sollten noch viele Grußkarten folgen.
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Augsburger Geschichte

Dachreiter erinnert noch heute ans Hochablass-Gasthaus

Vor 40 Jahren wurde die Gastwirtschaft beim Hochablass-Wehr abgebrochen. An der Kanu-Slalom-Strecke und am Kuhsee gibt es heute eine Nachfolge-Gastronomie.

Das 1932 angefertigte Modell der Freilichtbühne mit einem Bühnenbild aus Mozarts „Zauberflöte“ wird im Mozarthaus an der Frauentorstraße verwahrt.
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Augsburger Geschichte

Seit 90 Jahren wird die Freilichtbühne bespielt

Der Stadtgraben wurde 1929 zum Amphitheater am Roten Tor umgebaut. In den 1950er-Jahren gab es Festspiele mit bis zu fünf Opern pro Saison.

Seit mehr als einem halben Jahrtausend steht die trutzig wirkende hohe Stadtmauer am Stadtgraben mit der Kahnfahrt beim Oblatterwall (links).
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Augsburger Geschichten

10.482 Schritte um Augsburgs Befestigung

Ab 1417 war die gesamte Stadt von Mauern und Gräben umschlossen. Der damalige Stadtumfang umfasste 7650 Meter.

Das „Wirtshaus zum Wolfszahn“ im Jahre 1819. Im Hintergrund ist der unregulierte Lech erkennbar.
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Augsburger Geschichte

Als die Wolfzahnau in Augsburg ein Friedhof werden sollte

Die Wolfzahnau im Norden Augsburgs musste viele Angriffe hinnehmen. Heute sind Schottische Hochlandrinder als Naturpfleger in der Weidestadt im Einsatz.

Von der Hauptkuppe des rekultivierten, begehbaren Müllbergs aus ist zu sehen, dass ein dritter Hügel noch „aktiv“ und im Wachsen ist. Die Ablagerungen sollen hier 2023 enden.
Müllberg-Serie (4)

Halb Müllhalde, halb Ausflugsziel

Bis Mitte der 70er-Jahre durfte auf dem Augsburger Müllberg nahezu alles entsorgt werden, doch dann veränderte sich das Umweltbewusstsein. Heute wird aus der Deponie Stück für Stück ein Naherholungsgebiet /

Der Augsburger Müllberg, im Bild hinter der Autobahn gelegen) ist ein Lager für wertvolle Ressourcen. Ob und wie sie jemals geborgen werden, dürfte allerdings eine Frage sein, die erst künftige Generationen beantworten können.
Müllberg-Serie (9 und Ende)

Der Augsburger Müllberg: Ein Lager wertvoller Ressourcen

Der Altmüll in den Deponien Deutschlands soll 60 Milliarden Euro wert sein. Augsburgs Müllberg-Inhalt allerdings könnte problematisch werden – und ist deshalb ein Thema für künftige Generationen /

Ungewöhnliche Ausblicke bietet der Müllberg zuhauf. Mit dem Teleobjektiv herangeholt, wirkt die ferne Alpenkette stadtnah. Kamine der Papierfabrik UPM und der Turm St. Ulrich, der das MAN-Hochhaus überragt, bilden die Bildbegrenzungen.
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GeschichteSerie (8)

Das Geheimnis der Müllberg-Quelle

Vielen Besuchern gibt das sprudelnde Wasser Rätsel auf, doch es gibt eine einfache Erklärung. Für die Augsburger ist die Deponie zum Ausflugsziel geworden – auch wegen des guten Rundumblicks /

Breit in die Ebene gelagert erscheint der Müllberg aus Osten von der Brücke aus, auf der die Neuburger Straße über die Autobahn geführt wird.
Müllberg-Serie (7)

Die Vision vom Erholungsgebiet vor Augsburgs Toren

Für 26 Millionen Mark sollte die Mülldeponie zum Ausflugsziel umgewandelt werden. Die Idee dazu entstand 1980, doch bis zur Eröffnung gab es viele Hindernisse zu überwinden – auch finanziell /

Vom Flachdach des Hochhauses bei der Firnhaberauer St.-Franziskus-Kirche bot sich um 1985 über Siedlungshäuser hinweg dieser Ausblick auf den noch wachsenden Müllberg.
Müllberg-Serie (3)

Als man auf dem Müllberg noch Schätze finden konnte

In den 70er Jahren durfte jeder seinen Abfall selbst zur Deponie bringen. Dies führte zu skurrilen Szenen, denn oft konnte man kleine Kostbarkeiten retten.

Eine viel besuchte Idylle im Schatten des Müllbergs sind der „Europaweiher“ und die „Europawiese“. Das Bild stammt aus dem Jahr 1982. Damals ragte der Müllberg nicht so hoch auf.
Müllberg-Serie (2)

Wie der Müllberg von der Schutthalde zum Ausflugsziel wurde

Zwei Städte sind auf der Suche nach einer Mülldeponie. Im Augsburger Norden werden sie fündig. Heute ist der Müllberg ein Erholungsgebiet. Die ganze Geschichte.

Der Fernblick vom Augsburg-Gersthofer Müllberg ist bisweilen fantastisch. Mit dem Teleobjektiv oder dem Fernglas sind die Alpen ganz nah an die Stadtsilhouette heranholbar.
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Müllberg-Serie (1)

Der Augsburger Müllberg: Unter uns Abfall, vor uns die Alpen

Einst gab es im Augsburger Norden eine liebliche Auenlandschaft. Doch auch in den 20ern brauchte man Wohnraum. Wie ein Biotop zerstört und der Anfang des Müllbergs gelegt wurde.

An der Nordseite des Seerosenbeckens im Hofgarten aufgereiht stehen die fünf Barockzwerge aus dem Nachlass von Hofrat Sigmund Röhrer.
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Augsburg

Hofgarten: Was es mit den fünf Steinzwergen auf sich hat

Nicht nur die Augsburger genießen gerne die Idylle des Hofgartens. Dort halten sich auch fünf Steinzwerge auf. Zu diesen Figuren gibt es eine Geschichte.

Die ursprüngliche Ausdehnung des Jesuitenkollegs verdeutlichen historische Abbildungen (links). Leopold Mozart stellte sich in seiner Violinschule mit einem Kupferstich vor. Derzeit empfängt er in Lebensgröße die Besucher im Foyer.
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Augsburger Geschichte

Wo Leopold Mozart in Augsburg zur Schule ging

Für den fünfjährigen Leopold begann 1724 eine zwölfjährige Schulzeit im Jesuitenkolleg. Von dem Gebäude im Domviertel ist heute nur noch der Kongregationssaal übrig.

Biber gestalten mit Dämmen die Lechauen im Augsburger Norden im Sinne der Naturschützer. Sie sorgen für die Vernässung weiter Bereiche.
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Augsburger Geschichte

Der wiederbelebte Branntweinbach

Den Bach nutzte eine Hammerschmiede, die einem Stadtteil ihren Namen gab. Seit 1996 fließt Lechwasser in das alte Bachbett. Biber besorgen die Verteilung.

Am Weg zur höchsten Kuppe des Müllbergs begleiten Gassammelschächte mit zentnerschweren Betondeckeln die Bergbesteiger.
Müllberg-Serie (6)

Der Müllberg liefert Strom für 312 Haushalte

Das Gas, das der Abfall auf der Altmülldeponie Augsburg-Nord produziert, wird in aufwendigen Prozessen in Energie umgewandelt. Die Produktion lohnt sich.

Personentransport anno 1897: Eine Pferde-Straßenbahn (links) auf der Hermanstraße beim Hotel Kaiserhof. Vor dem Eingang an der Halderstraße steht eine Reisekutsche.
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Augsburger Geschichte

Als Pferde die Straßenbahn zogen

Plus Vor 140 Jahren fand die Vertragsunterzeichnung für eine Privatbahn statt. Daraus entwickelte sich ein städtisches Verkehrsunternehmen, das heute 111 Jahre alt ist

In der Südwestecke des Deponiegeländes unterhalb des Müllbergs verbirgt sich die Sickerwasser-Sammelstelle mit Vorreinigungstanks hinter hohen Bäumen.
Müllberg-Serie (5)

Warum der Müllberg den Augsburgern zu stinken begann

In den 80ern begann die Deponie den Bürgern zu stinken – und das im wahrsten Wortsinn. Augsburg und Gersthofen beschlossen, sie von oben trockenzulegen.

Das Bauten-Ensemble mit dem Jakoberwallturm ist seit 1992 das Vereinsheim der Historischen Bürgergilde Augsburg.
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Augsburger Geschichte

An der Jakoberwallbastion standen früher die Kanonen

Die Jakoberwallbastion ist seit 1992 die Heimat der Historischen Bürgergilde. Sie hält die Anlage in Schuss und lädt an den Dult-Wochenenden zu einem Besuch ein.