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Augsburg

30.11.2017

Berlin mischt sich ein: Neue Hoffnung für Ledvance

Der chinesische Investor will das Ledvance-Werk in Augsburg schließen. Doch nun mischt sich die Politik ein.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolbild)

Die rund 650 Ledvance-Beschäftigten am Standort in Augsburg können noch hoffen. Denn nun übt die Politik in Berlin Druck auf die chinesischen Investoren aus.

Im Drama um das vor dem Aus stehende Augsburger Lampenwerk Ledvance gibt es Hoffnung für die rund 650 betroffenen Beschäftigten des früher zu Osram gehörenden Standorts. Denn nachdem sich jetzt auch die Bundesregierung eingeschaltet hat, steigt der Druck auf die asiatischen Investoren rund um den Leuchtdiodenhersteller MLS.

Nach Informationen unserer Redaktion wird hinter den Kulissen intensiv versucht, die Manager der heute Ledvance heißenden Firma zu bewegen, von der harten Haltung abzurücken und zu überdenken, ob das Werk wirklich komplett dicht gemacht werden soll. Doch die um ihre Arbeitsplätze bangenden Beschäftigten brauchen noch Geduld. Denn hinter Ledvance steckt ein chinesisches Konsortium.

Politik erhöht den Druck auf den Ledvance-Investor

Neben MLS sind auch Finanzinvestoren an Bord. Der LED-Produzent MLS will Ledvance aber komplett übernehmen. Nach Recherchen unserer Redaktion dürfte das jedoch erst am 1. April 2018 der Fall sein. Wenn MLS allein entscheiden kann, könnte es vielleicht eine positive Lösung für Augsburg geben.

Wie in politischen Kreisen zu hören ist, spüren die chinesischen MLS-Manager den moralischen Druck, der etwa von Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD) auf sie ausgeübt wird. Politische Vertreter Chinas haben großes Interesse daran, dass der Augsburger Fall nicht zum abschreckenden Bespiel für das Auftreten der asiatischen Investoren in Deutschland wird. Wie jedoch eine positive Lösung für das Werk aussehen könnte, bleibt noch ein Rätsel.

Im Gespräch ist nach wie vor eine Verlagerung der Ledvance-Zentrale mit künftig noch etwa 500 Beschäftigten von Garching bei München nach Augsburg. Machnig jedenfalls hat die Ledvance-Geschäftsführung zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen. Auch will er mit den chinesischen Investoren reden. Das kündigte der SPD-Politiker am Donnerstag bei einem Treffen mit Ledvance-Betriebsräten und Gewerkschaftern an. Bei der Diskussion machte die schwäbische SPD-Chefin Ulrike Bahr deutlich, Ziel müsse es sein, den Standort Augsburg zu erhalten.

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