Lokales (Augsburg) / Feuilleton regional
Kein Schiff wird kommen
Kritik

Premiere am Augsburger Theater: Kein Schiff wird kommen

Das Theater Augsburg bringt das Stück "Kein Schiff wird kommen" auf die Bühne. An Nis-Momme Stockmann kann man feststellen, wie gut Autorenförderung in diesem Land funktioniert.

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"Kein Schiff wird kommen"

Auftakt der Augsburger Theatersaison

"Kein Schiff wird kommen", das Theaterstück von Nis-Momme Stockmann ist das Eröffnungsschauspiel zur Augsburger Theatersaison 2010/11 auf dem Dierig-Gelände. Von Sybille Schiller

Bilder Opernball 2010
Gesellschaftlicher Genuss

Opernball in Augsburg: Eine Nacht vom Feinsten

Die letzten Gäste verließen erst am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr das Augsburger Theater. 3002 Besucher erlebten beim Opernball wieder eine Ballnacht vom Feinsten. Von Lilo Murr

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"Herr Puntila und sein Knecht Matti"

Mit Brecht in die Vollen: Volksstück unter Dampf

Als unterhaltsame, gelegentlich überdrehte Komödie hat Jay Scheib Brechts Volksstück "Herr Puntila und sein Knecht Matti" am Augsburger Stadttheater inszeniert.

Überblick über das Brecht-Festival (Auswahl)

Termine rund um das Brecht-Festival 2010

Goppel will zu Brecht-Festival vermitteln
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Festival in Augsburg

Ein neues Kapitel der Brecht-Pflege

Wenn am 29. Januar 2010 das kommende Brecht-Festival eröffnet wird, möchte Festivalleiter Joachim Lang damit ein neues Kapitel in der Brecht-Rezeption in Augsburg aufschlagen. Ein neues Bild des Schriftstellers soll vermittelt werden, das so nicht bekannt sei. Er möchte Brecht entideologisieren. Von Richard Mayr

"Zar und Zimmermann" am Theater Augsburg
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Theater

Lortzings "Zar & Zimmermann" in Augsburg

Albert Lortzings komische Oper "Zar und Zimmermann" führt in der neuen Produktion des Theaters Augsburg direkt in den Zwiespalt, szenisch wie musikalisch. Von Rüdiger Heinze

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Das Tagebuch der Anne Frank

Der Backfisch und die Koffer

Die Bühne im Augsburger Hoffmannkeller ist schmal und lang, ein Laufsteg ohne Ausgang. Wie eine Abenteuerin im eigenen Leben, aber auch wie eine Gefangene im Käfig bewegt sich hier, gekleidet in Weiß, der Farbe der Unschuld, das jüdische Mädchen Anne Frank - wunderbar glaubwürdig verkörpert. Von Michael Schreiner

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Theater Augsburg

Sprung über den Höllenschlund

Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" ist seit 28 Jahren der heiß geliebte Gegenentwurf zum zickig-braven Mädchen. Dem Regisseur Marcel Keller ist zu danken, dass er den Text heute, daeher die Buben der Ermutigung bedürfen, nicht als Lehrstück für starkeMädchen auf die Bühne des Theaters Augsburg brachte. Von Angela Bachmair

Mit Orpheus durch die Nacht
Rollendes Theater in Ingolstadt

Mit Orpheus durch die Nacht

Das Theater Ingolstadt macht es Hamburg und Leipzig nach und startete am Freitagabend als erste Bühne in Bayern ein Experiment: Theatervorstellungen im Auto. Von Volker Linder

Das Theater Augsburg bringt "Maria Stuar

Bloß nicht mit Pathos

Im dritten Akt, dem Höhepunkt der Tragödie, treffen Elisabeth und Maria Stuart aufeinander. Die anglikanische Königin von England und die katholische Königin von Schottland, die Jungfrau, die Heiratspläne schmiedet, und die Frau, die beschuldigt wird, ihren Mann getötet zu haben. Friedrich Schillers "Maria Stuart" wartet da mit zwei Frauenrollen auf, die es in sich haben.

"Ein Feuerwerk an Gags"

"Ein schön-schräger Klamauk ohne jeden Hänger", so beurteilt Kulturbüroleiter Thomas Weitzel die Inszenierung vom "Weißen Rössl" nach der Premiere auf der Freilichtbühne beim Roten Tor. Wunderbare Einfälle bescheinigt er der Regie. Er ist mit Evaristo Abreu gekommen. Der Autor aus Mozambique lebt derzeit als "Writer in Residence" in der Fuggerstadt und inszeniert ein Stück für das Brechtfestival im Juli. Auch ihm gefällt das visuelle Spektakel. "Es wirkt wie ein Musical vom Broadway", allerdings, so der Afrikaner, mit einer sehr europäischen Komponente. Beide haben sich nicht an den "Dresscode" - Dirndl und Tracht - gehalten. Ganz anders Harald Labbow. Er trägt eine kurze Lederne, ein Charivari und einen Janker. Sein Urteil über das Stück? "Ganz toll, viel Klamauk, sehr lustig und pfiffig gemacht", sagt der Privatbankier.

Erst tanzten die Mickey Mäuse nur für US-Soldaten

Hätten Walter und Rose Oehmichen gedurft, was sie wollten, dann würde die Augsburger Puppenkiste bereits ihren 63. anstatt ihres 60. Geburtstag feiern. Man sei schon dabei, eine Marionettenbühne aufzubauen, teilten die beiden Schauspieler im Dezember 1945 der Stadtverwaltung mit und baten um Genehmigung, das Theater zu eröffnen. Es sollte noch zu früh sein, allenfalls Auftritte ihres Micky-Maus-Balletts bei den amerikanischen Soldaten waren drin. Erst am 26. Februar 1948 sollte der berühmte Kistendeckel an der Spitalgasse aufgehen.

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Premiere in der Komödie

Goethes Clavigo - So veränderlich

"Wir arbeiten gerne und jetzt in Augsburg bereits zum vierten Mal zusammen", erklärt Jan Philip Gloger, Regisseur in Goethes Trauerspiel "Clavigo" (Premiere am Sonntag, 18 Uhr, Komödie). Mit "wir" meint er Franziska Bornkamm, die für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnet. Die beiden jungen Nachwuchstalente wollen, so betonen sie, Goethes Trauerspiel von 1774 für das Publikum von 2008 verständlich machen. Von Sybille Schiller

Dance among friends
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Premiere X

Dance Among Friends

Seit drei Monaten ist er im Amt, die Arbeit macht Spaß, doch "jetzt geht es endlich los!" - Robert Conn, der neue Ballettdirektor, fiebert seiner ersten Premiere entgegen. Am heutigen Freitag hebt sich um 19.30 Uhr im Großen Haus der Vorhang zu "Dance Among Friends".

Inhalt: Emil und die Dedektive

Was einem auf Reisen nicht alles passieren kann! Erst recht, wenn manallein unterwegs ist in Richtung Großstadt - Berlin etwa - und wenn manobendrein mit einer finsteren Gestalt in einem leeren Abteil sitzt, dieeinen um das Geld fürchten lässt, das die Mutter einem mit auf den Weggegeben hat.

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Premiere VI

Orpheus und Euridyke

Der Orpheus-Mythos erzählt davon, wie der Mensch der Unausweichlichkeitdes Todes die Macht der Musik und der Liebe entgegensetzt. Orpheusvermochte mit seinem Gesang die wilden Tiere zu bändigen undbesänftigte selbst die Furien und Götter der Unterwelt.

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Anja Metzger ist die neue Despina

Mit viel Esprit hatte Regisseur Roland Hüve in "Così fan tutte" die Mitwirkenden über die Schiffsplanken gelenkt. In der Wiederaufnahme im Großen Haus sind jedoch die meisten der Kreuzfahrt-Touristen und auch das Schiffspersonal ausgetauscht.

Worum geht es in Così fan tutte?

Eine Wette unter Männern: Alfonso wettet mit den Offizieren Ferrando und Guglielmo. Er sagt, Frauen könnten nicht treu sein; sie meinen, ihre Verlobten Dorabella bzw. Fiordiligi seien treu.

Fräulein Julie
"Fräulein Julie" - Damals ein Skandal

Auf schmalem Grat zwischen verboten und erlaubt

Mit August Strindbergs "Fräulein Julie" geht am Samstagabend die fünfte Premiere über eine der Augsburger Bühnen. Das naturalistische Trauerspiel war 1889 in Kopenhagen von der Zensur bedroht, in Berlin empörte es das Publikum und 1893 wurde seine Aufführung in Paris zum Triumph.