Freitag, 23. Juni 2017

13. Februar 2013 17:17 Uhr

Buchdorf

Auf dem Pferd über die Anden

Während ihres Südamerika-Aufenthalts hat Helena Stengel aus Buchdorf eine ungewöhnliche Tour unternommen - und dabei viel erlebt.

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Während ihres Südamerika-Aufenthalts hatte Helena Stengel einige Tage Urlaub. Den nutzte sie für eine außergewöhnliche Tour. Zu Pferd überquerte sie die Anden von Pucon in Chile bis Pino Hachado in Argentinien. „Es war einfach unbeschreiblich schön“, lautet Helenas Kommentar.

In Pucon ging es erst einmal durch dichte Wälder: „Oft war der Weg völlig zugewachsen und der chilenische Cowboy, der uns führte, musste mit seinem Messer erst einmal die Zweige und Bambussträucher zurechtschneiden.“ Helenas Pferd Poltsche (übersetzt: „Warmer, starker Wind“) hat den Aufstieg auf den schmalen, steilen und steinigen Gebirgspfaden mit Bravour gemeistert.

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Auf dem Weg luden immer wieder eiskalte Bergflüsse und Seen zu einem erfrischenden Bad ein. Am Fluss Rio Blanco erlebte die Gruppe eine besondere Überraschung: natürliche heiße Quellen. „Nach acht Stunden im Sattel tat dieses warme Bad wirklich gut“, so die 19-Jährige.

Bereits am nächsten Morgen kam sie an einem glasklaren Wasserfall vorbei, „doch nicht nur tagsüber gab es viel zu staunen, nachts konnten wir den wunderschönen Sternenhimmel bewundern“. In den Anden Chiles könne man viel mehr Sterne sehen, als beispielsweise in Deutschland: „Das liegt daran, dass die chilenischen Nächte viel dunkler sind, da sich nur 15 Millionen Einwohner auf das Doppelte der Fläche von Deutschland verteilen und somit weniger Licht ausstrahlen.“

Bei Regen ging der Ritt weiter durch den Araukarien-Wald. Die Araukarien können bis zu 2000 Jahre alt werden. Am fünften Tag erreichten die Reiter die chilenische Grenze. Nach einigem Papierkram durfte die Gruppe passieren. Der Weg führte erst einmal zwei Stunden „durchs Niemandsland“.

In Argentinien wechselten Pferde und der Führer. Auch das Landschaftsbild änderte sich schlagartig. Statt des chilenischen grünen Waldes, gab es nun ganz viel Pampa, weite offene und trockene Landschaften: „Nun waren wir auch etwas flotter unterwegs und konnten uns beim Galopp den Wind um die Nase wehen lassen.“

In der trockenen Gegend weideten auf Grasoasen Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde. „Vor allem vor den Bullen hatte ich doch ein wenig Respekt und war ganz froh, dass ich nicht zu Fuß, sondern auf dem Rücken eines Pferdes vorbeigekommen bin“, berichtet Helena. Diese Tiere leben den Sommer über nahezu wild und werden erst im Winter wieder hinab ins Tal getrieben.

Die Buchdorferin schildert: „Ein besonderes Erlebnis war es, als wir einem Hirten begegneten, der eines der Pferde seiner wilden Herde einreiten wollte und uns bat, hierfür seine Pferde auf eine eingezäunte Weide zu treiben. Und so haben wir wie die Cowboys eine Herde wilder Pferde zusammengetrieben“, so Stengel.

Von dem Hirten erfuhr die Gruppe auch, dass sich einige Pumas in dem Gebiet herumtreiben, die immer wieder Schafe reißen. Unterwegs entdeckten die Reiter sogar noch einige Pumaspuren im Sand: „Zu Gesicht haben wir den Puma zum Glück nicht bekommen, dafür haben wir aber einige Kondore in den Lüften schweben sehen.“

Die schweren Vögel, die bis zu drei Meter Spannweite haben, können sich nur länger am Himmel halten, wenn sie mit der Thermik gleiten. Von einigen Felsen aus konnte Helena die Anden fast wie die Kondore aus der Vogelperspektive betrachten.

Am achten Tag näherten sich die Reiter wieder der Zivilisation an und kamen zu der argentinischen Grenzstation, wo noch einmal viel Papierkram zu erledigen war, „dann waren wir offiziell in Argentinien. Auf der Farm des Guides angekommen, konnten wir noch Rindersteaks und den Ausblick auf die Anden genießen“, so Helena. Am nächsten Morgen kehrte sie müde, aber mit unvergesslichen Erinnerungen wieder zurück nach Los Angeles in Chile.

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