Freitag, 19. Dezember 2014

01. Mai 2011 07:00 Uhr

Spatenstich

Therapie gegen Verödung

Ortskernsanierung ist ein millionenteures Generationen-Projekt Von Helmut Bissinger

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Bäumenheim Dass die Baumaschinen wegen des Lärms während der Ansprachen zum Spatenstich gestoppt werden, wollte Bürgermeister Otto Uhl nicht. „Wir wollen doch unseren ehrgeizigen Zeitplan einhalten“, sagte er, als er gestern im Beisein von Planern und Gemeinderäten den offiziellen Startschuss für ein „Generationenprojekt“ gab: die Neugestaltung der Ortsmitte mit Marktplatz und großzügigem Park.

Uhl sprach von einem „großen Tag“, weil er dokumentiere, dass sich das Gesicht der Industriegemeinde grundlegend verändern werde. Gleich mehrere signifikante Punkte werde es künftig geben: den neuen dreiecksförmigen Marktplatz, einen künftigen neuen Rathausplatz, einen Grünzug sowie den Steglesgraben, der eigens in ein neues Bett gelegt wird. Eine wallartige Aufschüttung und Bepflanzung, so Uhl, schaffe die grüne Kulisse zu den unmittelbar südlich angrenzenden Firmenhallen.

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Die Gesamtkosten bezifferte der Bürgermeister auf 2,2 Millionen Euro, wovon 1,7 Millionen Euro förderfähig seien. Aus dem Programm „Stadtumbau-West“ liegt demnach bereits eine Zuschusszusage in Höhe von knapp über einer Million Euro vor. Aus dem Gemeindesäckel sei eine weitere Million Euro beizusteuern. Nicht berücksichtigt dabei: rund eine dreiviertel Million Euro für Erschließungsmaßnahmen im Umfeld.

„Es gibt für die geplanten Gebäude Interessenten und Investoren“, freute sich Uhl, das stimme zuversichtlich, die verbleibenden Baulücken schnell zu schließen.

Städteplaner und Projektsteuerer Werner Dehm nannte das Bauvorhaben ein „traumhaftes Beispiel für die Stärkung eines Innerortes“. Die Kommune habe rechtzeitig erkannt, dass sie damit ihre Zukunft stärke. Der Innerort werde stärker belebt, die Gemeinde um ein Vielfaches aufgewertet. Begrüßenswert sei, dass die Gemeinde einen Architekten- sowie einen Künstlerwettbewerb ausgeschrieben habe.

Fachplaner Paul Lutz bemerkte, dass es auch für ihn eine „herrliche Aufgabe“ sei, an dem Projekt mitzuwirken. Neue Strukturen würden entstehen. Schon im Herbst, wenn die Begrünung und Bepflanzung durchgeführt werde, „wird sichtbar werden, welch schönes Umfeld entstanden ist“.

„Das war eine Weichenstellung zur richtigen Zeit“, anerkannte MdL Georg Schmid. Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag sieht in dem Projekt eine langfristige Wirkung. Es sei außergewöhnlich, wenn es eine Kommune schaffe, derart für ihre Umstrukturierung von der öffentlichen Hand gefördert zu werden.

Wie Schmid erklärte auch Landrat Stefan Rößle vor dem offiziellen Spatenstich, dass die Baumaßnahme nicht nur äußerlich etwas verändern werde. Er äußerte die Überzeugung, dass sie auch eine Therapie gegen Vereinsamung, Verödung und Ausbluten des Ortszentrums sei.

„Es gibt im Moment kein größeres Projekt, das wir fördern“, erklärte Regierungsvizepräsident Josef Gediga.

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