Trauer

28. Juni 2012 12:48 Uhr

Rose oder Lilie?

Eine Beerdigung steht an: Welche Blume ist die richtige, um die eigene Trauer auszudrücken? Wenn die Lieblingsblume des Verstorbenen bekannt ist, wählen viele diese, erklärt Karin Barthels vom Fachverband Deutscher Floristen. Ist das nicht der Fall, müsse das eigene Gefühl entscheiden.

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Lilie oder doch lieber Rosen und Nelken? Welche Blumen für eine Beerdigung gewählt werden, ist nicht nur Geschmacksfrage.
Martin Rosner / Fotolia.com

Besonders beliebt als Trauerblume sei die „Königin der Blumen“: die Rose. Sie kann für Liebe, Zuneigung, Schönheit und Vergänglichkeit stehen. Die Lilie hingegen symbolisiert Trauer, Verbundenheit und Ehrung und wird Barthels zufolge häufig gewählt.

Blumen trösten

Die Nelke gehört ebenfalls zu den beliebtesten Trauerblumen. Sie sei Ausdruck für Liebe und Freundschaft, fügt die Floristin hinzu. Das Vergissmeinnicht steht gegen das Vergessen und für einen Abschied in Liebe. Und die Calla ist das Symbol für Auferstehung, Hingabe sowie Reinheit und Vergänglichkeit.

Blumen haben schon immer eine wichtige Rolle bei Beerdigungen und der Trauerbewältigung gespielt. „Blumen trösten, wenn wir einen geliebten Menschen auf seinem letzten Weg begleiten.“ Mit Blumen könnten die Hinterbliebenen ihre Wertschätzung, Verbundenheit, Liebe und Freundschaft ein letztes Mal zeigen, erläutert Barthels. Sie drücken aus, was in Worten schwer zu sagen ist.

Der Kranz ist ein Symbol

In der Regel werden einzelne Blumen oder kleine Sträuße ins offene Grab geworfen. Gestecke und Kränze bestellen die Hinterbliebenen bei Floristen und Gärtnereien, welche die Blumengrüße oft auch direkt zur Grabstelle bringen. Kränze liegen meist um den Sarg gruppiert. Sie symbolisieren den ewigen Kreislauf der Sonne und die Unvergänglichkeit der Seele, sagt Barthels. Auf der Schleife können die Hinterbliebenen ihre letzten Grüße schreiben lassen.

Anja Gladisch/tmn

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